Schluss mit Materialismus Zu Fuß und ohne Geld: Ein sehenswerter Lebenslauf

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Bis zu 30 km läuft Jens am Tag. Dabei ist er oft mit sich selbst konfrontiert. Foto: ZDF/Axel ThiedeBis zu 30 km läuft Jens am Tag. Dabei ist er oft mit sich selbst konfrontiert. Foto: ZDF/Axel Thiede

Osnabrück. Ein Jahr wandert Jens F. „Zu Fuß und ohne Geld“ durch Deutschland, um zu sich zu finden. Sehenswert erzählt in „37 Grad“ am 13. September, 22.15 Uhr, ZDF.

Es war ein Moment, morgens beim Rasieren, da sei es ihm klar geworden, dass er etwas ändern müsse. Jens F. wollte ein Jahr durch Deutschland wandern. Ohne Geld. Und vor allem: Raus aus seinem Leben. Die Filmemacherin Tanja von Ungern-Sternberg hat den 53-Jährigen zeitweise begleitet. Herausgekommen ist mit „Zu Fuß und ohne Geld. Ein Jahr durch Deutschland“ ein sehenswerter Film rund um die Frage: Was macht das Leben lebenswert?

Am Ende ist es fast ein bisschen so, wie in einem dieser Liebesfilme: Die beiden haben sich gefunden und schlendern händchenhaltend in den Sonnenuntergang. Aber was passiert eigentlich danach? Geht es gut? Ähnlich ist es bei dem Film über Jens F. Er hat in dem Jahr auf Wanderschaft herausgefunden, wie er künftig leben möchte, auf was er verzichten wird, was ihm wichtig ist. Aber wie geht es dann weiter? Kann er das tatsächlich durchziehen sein Leben abseits des Materialismus? Als zweifacher Vater, Ehemann und Besitzer einer Buchhandlung?

Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen an dem Film über einen Mann, der seine Midlife-Crisis nicht aussitzt, bis sie vorüber ist, sondern sie aktiv angeht. Mit ungewöhnlichen Mitteln sicherlich und etwas schräg vielleicht. Aber er findet während seines „Lebenslaufs“, was er sucht. Innere Klarheit für einen Neustart.


37 Grad: Zu Fuß und ohne Geld, 13. September, 22.15 Uhr, ZDF

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