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Die unendliche Geschichte: Doodle Die unendliche Geschichte: Remake von DiCaprio?


Berlin. Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ erschien am 1. September 1979, heute vor 37 Jahren. Google erinnert mit einem Doodle daran. Aber wo bleibt das Remake von Leo DiCaprio?

„Die unendliche Geschichte“ hatte Michael Ende nur als 100-seitiges Nebenwerk geplant – doch es wurde ein Klassiker. 37 Jahre nach der Erstveröffentlichung feiert Google den Millionenbestseller mit einem Doodle.

Donald Duck klaut die „Unendliche Geschichte“

Das „Lustige Taschenbuch 186“ enthält eine Entenhausen-Version der „Unendlichen Geschichte“. Im „Abenteuer im Comicland“ verschwindet Donald Duck als Pendant zu Michael Endes Bastian in einem Buch. Micky Maus ist als Disney-Entsprechung von Atréju zu sehen, Dumbo übernimmt den Part des Drachen Fuchur, Daisy Duck den der Kindlichen Kaiserin. (Zerg Rush, Tilt und Barrel Roll: Mit diesen Google Easter Eggs bringen Sie Ihre Kollegen zur Verzweiflung)

Wovon handelt Michael Endes „Die unendliche Geschichte“?

Michael Endes Roman erzählt die Geschichte des Jungen Bastian Balthasar Bux, der in einem Antiquariat das Buch „Die unendliche Geschichte“ klaut. Es erzählt von der vom Untergang bedrohten Welt Phantásien. Die Rettung ist zu Bastians großem Schrecken nicht durch den phantasischen Helden Atréju möglich – sondern nur durch ihn selbst, weshalb Bastian während der Lektüre sprichwörtlich in den magischen Kosmos eintritt.

Der weltweite Erfolg des jugendlichen Selbstfindungsabenteuers machte Ende zum Vorreiter der fantastischen All-Age-Literatur, die heute von Autorinnen wie J.K. Rowling und Cornelia Funke bedient wird.

„Die unendliche Geschichte“ in Perlmutt und Leder?

Ursprünglich glaubte Michael Ende, „Die unendliche Geschichte“ binnen weniger Monate fertigstellen zu können. Der Umfang war auf etwa 100 Seiten geplant. Tatsächlich arbeitete Ende dann zwei Jahre am 480-Seiten-Buch – und mit der Seitenzahl wuchsen seine Ideen zur Gestaltung. Zuletzt wünschte Ende sich einen Prunkband in Leder mit Perlmutt und Messingknöpfen; der Thienemann-Verlag handelte den Autor herunter: auf den zweifarbigen Druck in roter und grüner Schrift (für die jeweiligen Realitätsebenen) sowie je einer Buchstaben-Vignette am Anfang jedes der 26 Kapitel. (Bessie Coleman im Doodle: Warum starb die schwarze Flugpionierin so früh?)

Ende verachtete Petersens Film „Die unendliche Geschichte“

Eine von Bernd Eichinger produzierte und von Wolfgang Petersen inszenierte Verfilmung der „Unendlichen Geschichte“ spielte 1984 weltweit über 20 Millionen Dollar ein. Zahlen, die den Autor nicht beeindruckten. Er bezeichnete die Adaption als „gigantisches Melodram aus Kitsch, Kommerz, Plüsch und Plastik“, ließ seinen Namen aus dem Werk streichen und versuchte juristisch, die Verwendung seines Buchtitels zu unterbinden. (Verbotene Doodles: Die geheimen Regeln der Google-Spielerei)

Wo bleibt Leo DiCaprios Remake von „Die unendliche Geschichte“?

Vor sieben Jahren meldete der „Hollywood Reporter“, dass Warner Bros. die Rechte für ein Remake von Petersens „Die unendliche Geschichte“ gekauft hätte – und in Verhandlung mit zwei Studios stünde. Darunter war mit Appian Way Productions auch die Produktionsfirma von Leonardo DiCaprio, die an dessen Scorsese-Filmen wie „Aviator“, „Shutter Island“ oder „The Wolf of Wall Street“ beteiligt war. Der Branchendienst imdb.com führt das Remake immer noch als „in Entwicklung“ befindliches Projekt. Da Warner und Appian Way inzwischen aber nicht mehr zusammenarbeiten, ist eine Scorsese-DiCaprio-Variante von Michael Endes Roman leider hochgradig unwahrscheinlich geworden. Immerhin: Einen Trailer gibt’s schon - auch wenn Fans ihn nur aus Bildern des Originalfilm, Narnia, Harry Potter und anderen Werken komponiert haben.

„Die unendliche Geschichte“ in Zahlen

Die Erstauflage der „Unendlichen Geschichte“ betrug am 1. September 1979 20.000 Exemplare. Als Michael Ende 1995 starb, lag die Gesamtauflage schon bei 5,6 Millionen Exemplaren. Der Roman hielt sich über 60 Wochen in der „Spiegel“-Bestsellerliste. Die Verfilmung von Wolfgang Petersen spielte weltweit 20 Millionen Dollar ein. (Was passiert, wenn man bei Google die Zahl 241543903 sucht?)



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