„Charles Pathé & Léon Gaumont“ Als Frankreich das Kino erfand: Grandiose Doku

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Visionär: Léon Gaumont Foto: ARTE FranceVisionär: Léon Gaumont Foto: ARTE France

Osnabrück . Die grandiose Arte-Dokumentation „Charles Pathé & Léon Gaumont“ zeigt: Frankeich, nicht Hollywood, legte die Grundzüge des Kinos fest. Und das bis heute.

Fast alles, was das Kino ausmacht, wurde mal in Frankreich erfunden. Womit übrigens nicht nur die erste öffentliche Filmvorführung 1895 durch die Gebrüder Lumière gemeint ist, sondern auch die Erfindungen der beiden Pioniere Charles Pathé und Léon Gaumont. Sie bauten als erste riesige Filmateliers und stationäre Kinos, führten das Prinzip des Filmverleihs und der Wochenschau ein, schufen Stars wie Max Linder, etablierten Filmserials wie „Fantomas“, brachen mit Fabriken für Rohfilm US-Monopole, revolutionierten die Filmtechnik mit Tonfilmen und Farbe, machten nebenbei den Zeichentrickfilm populär, und, ja, drehten sogar Vorläufer des Westerns – mit Viehzüchtern aus der Camargue als Cowboys. Doch erst im Ruhestand wurden Pathé und Gaumont Freunde, zuvor waren sie erbitterte Rivalen. Informativ, schön gestaltet und randvoll mit schönen Filmausschnitten beleuchtet die Dokumentation den erbitterten Wettstreit zwischen den gallischen Hahn (Firmenzeichen von Pathé) und der Margerite (Signet von Gaumont). Gewinner bei diesem Wettstreit zwischen den beiden Männern ist dabei der Zuschauer, der viel über die Geburt der modernen (analogen) Medien lernt. Auch im digitalen Zeitalter.

Wertung: Sechs von Sechs Sternen


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