TV-Vorlieben der Fußballer Was Kicker gucken: Simpsons oder Game of Thrones

Von Martin Weber

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Schlechte Laune? Wenn Nationalspieler Thomas Müller Aufmunterung braucht, guckt er am liebsten „Die Simpsons“, wie seine Frau Lisa verriet. Foto: imago/United ArchivesSchlechte Laune? Wenn Nationalspieler Thomas Müller Aufmunterung braucht, guckt er am liebsten „Die Simpsons“, wie seine Frau Lisa verriet. Foto: imago/United Archives

Nationalspieler wie Mario Götze oder Thomas Müller und ihr Trainer Jogi Löw lieben „Game of Thrones“ oder die Simpsons und lauschen schon mal den Worten Quentin Tarantinos.

Damit hätte Mario Götze nicht gerechnet: Als sich der Nationalspieler vor Kurzem beim Online-Dienst Instagram über das Schicksal einer Schlüsselfigur der US-Erfolgssaga „Game of Thrones“ ausließ, zog er sich den geballten Zorn vieler Serienfans zu. Anders als sie war Götze auf dem neuesten Stand, weil er die entscheidende Episode bereits im Bezahlfernsehen gesehen hatte. Die Wut der nicht eingeweihten Fans, die sich so um eine Menge Spannung geprellt sahen, dürfte den 24-Jährigen an seinen Wechsel 2013 von Borussia Dortmund zum FC Bayern erinnert haben, der bei etlichen BVB-Anhängern ebenfalls einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte.

Beliebter Ruhrpottklassiker

Wie bei vielen jungen Leuten ist „Game of Thrones“ auch bei Mario Götze und anderen Nationalkickern, die bei der Europameisterschaft in Frankreich für Deutschland spielen, überaus beliebt. So lässt sich beispielsweise auch Verteidiger Benedikt Höwedes von der düsteren und weltweit megaerfolgreichen Fantasysaga faszinieren, wie er auf Twitter verriet. Sein Lieblingsfilm dagegen hat mit muskulösen Schwertkämpfern, leicht geschürzten Königinnen und furchterregenden Drachen eher wenig zu tun: „Bang Boom Bang“ von 1999 ist eine hinreißend komische Gangsterposse über zwei Kleinganoven, die in eine üble Geschichte verwickelt werden, wobei ein abgetrennter Daumen eine entscheidende Rolle spielt. Der Film von Regisseur Peter Thorwarth mit Oliver Korittke und Ralf Richter, gilt vor allem im Ruhrgebiet als Kult und passt deshalb besonders gut zu dem aus der Region stammenden und für Schalke 04 kickenden Höwedes.

Hummels mag Harry

Nationaltorwart Manuel Neuer mag den Hollywood-Film „The Wolf of Wall Street“ mit Leonardo di Caprio, in dem Meisterregisseur Martin Scorsese vor drei Jahren die Geschichte des amerikanischen Börsengauners Jordan Belfort erzählte, Bastian Schweinsteiger äußerte einmal seine Vorliebe für Leinwand-Schlachten à la „Troja“ mit Brad Pitt, und Mats Hummels bekannte seine Liebe zu den Filmen über den Zauberlehrling Harry Potter.

(Weiterlesen: Neues „Harry Potter“-Buch erscheint am 24. September)

Thomas Müller, neben Lukas Podolski der Spaßvogel im Nationalteam, mag es dagegen ausgesprochen lustig: Der 26-Jährige entspannt sich am besten bei amerikanischen Comedyserien. Vor allem „Die Simpsons“ und „Two and a Half Men“ könnten ihrem Thomas auch nach einem schlechten Tag wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern, verriet seine Frau Lisa kürzlich in einem Interview. Verteidiger Shkodran Mustafis Lieblingsfilm ist nur ein paar Minuten lang und auch gar kein Film im eigentlichen Sinne: Es handelt sich um das Musikvideo „Ewig“ von Sänger Ardian Bujupi, in dem der Nationalkicker selber mitspielt. „In dem Film gibt es viele gute Schauspieler. Deshalb ist es ja mein Lieblingsfilm“, begründet Mustafi augenzwinkernd seine nicht ganz ernst gemeinte Wahl.

Nebenrolle im „Tatort“

Auch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff durften schon Erfahrung als Schauspieler sammeln, die beiden spielten 2011 sogar in einem waschechten „Tatort“ mit: In dem Krimi „Im Abseits“ mit dem Ludwigshafener Ermittlerduo Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) sind die beiden kurz zu sehen und müssen ein betroffenes Gesicht machen, als sie von der Ermordung einer Filmfigur erfahren.

(Weiterlesen: EM, Ferien, Olympia – „Tatort“ fällt ins Sommerloch)

Anfang des Jahres outete sich Löw zudem als Fan des amerikanischen Meisterregisseurs Quentin Tarantino: Der Bundestrainer wurde als Zuschauer in einer Pressekonferenz gesichtet, die Tarantino in Berlin zur Deutschlandpremiere seines neuen Films „The Hateful 8“ gab. Aufmerksam lauschte der Fußballehrer den Ausführungen des Filmemachers, knipste ein paar Handyfotos und verschwand so unauffällig, wie er gekommen war. (


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