„Poetik des Gehirns“ am Montag Arte-Doku zeigt Neues aus der Gehirnforschung

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Im MRT der Regisseurin zeigt sich gelb-rot leuchtend der Sitz der Sprache beziehungsweise der Zunge. Foto: ZDF/Nurith AvivIm MRT der Regisseurin zeigt sich gelb-rot leuchtend der Sitz der Sprache beziehungsweise der Zunge. Foto: ZDF/Nurith Aviv

Erinnern, lernen, lesen, riechen – was passiert dabei im Gehirn? Was kann man messen, was erklären? Ein biografisch-neurologischer Film von Nurith Aviv bei Arte

Eigentlich ist der Film eine Biografie, die Biografie der israelischen Kamerafrau und Regisseurin Nurith Aviv. Aber er ist auch ein Wissenschaftsfilm, denn anhand der eigenen Biografie will Aviv erläutern, wie das Gehirn funktioniert und hat dazu zahlreiche Hirnforscher in Israel und Europa getroffen.

Zum Beispiel die Erinnerungen. Was ist das Gedächtnis? Was passiert im Gehirn, wenn wie uns an unsere Kindheit, an schöne und schlimme Dinge erinnern? Wieso ändern sich Erinnerungen oder erinnern wir uns falsch? Was haben Erinnerungen mit dem momentanen Handeln zu tun?

Oder: Wie funktioniert es, dass wir ein Geräusch hören und wir daraus schließen, was gerade passiert? Wie kommt es, dass ich mitfühlen kann, wenn ich nur etwas beobachte? „Spiegelneuronen“ sind dafür zuständig, sagen Forscher.

Oder: Wie funktioniert Spracherwerb, gerade bei zweisprachig aufwachsenden Kindern? Wie funktioniert das Lesen? Was passiert im Gehirn beim Riechen ? Wie beeinflussen uns Gerüche? „Das Gehirn ist faszinierend“, sagt ein Forscher im Film. Recht hat er!

Dabei ist die Machart des Films sehr einfach. Viele Interviews, fast schon Vorträge von Wissenschaftlern, aufgenommen an ihrem (mehr oder weniger) kargen Schreibtisch. Info ohne Entertainment . Und trotzdem abwechslungsreich und alltagsverständlich.

Poetik des Gehirns - Arte, Montag, 13.6.2016, um 23.35 Uhr

Wertung: Vier von sechs Sternen


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