Von Nordhorn in die Welt Doku: „Unsere Geschichte: Mode Macht Nordhorn“

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Ein unübersehbarer Zeitzeuge der Modemacht: Nino Hochbau von 1929. Foto: NDR/Filmteam Papstein/Laura BechtoldEin unübersehbarer Zeitzeuge der Modemacht: Nino Hochbau von 1929. Foto: NDR/Filmteam Papstein/Laura Bechtold

Osnabrück. In der NDR-Reihe „Unsere Geschichte: Mode Macht Nordhorn“ wird heute um 21 Uhr der Aufstieg und Fall der Textilindustrie im westlichen Niedersachsen gezeigt.

Es war eine der Gretchenfragen der 60er-Jahre: „Soll es Mini, Midi oder Max i sein?“ Welche Rocklänge die Damenwelt dann tatsächlich in der folgenden Saison trug, dazu trugen zu einem nicht unwichtigen Teil drei große Textilfirmen in Nordhorn bei. Povel, Rawe und vor allem Nino, die größte der Nordhorner Modefirmen, kleideten bis in die 80er Millionen Kunden in der ganzen Welt ein. Selbst die deutsche Fußballnationalmannschaft trug Nino-Stoffe. „Cool“ findet Wolfgang Joop auch heute noch die alten Trenchcoat-Stoffe, und selbst Diana Rigg, als Handkanten schlagende TV-Geheimagentin „Emma Peel“ in „Mit Schirme, Charme und Melone“ unterwegs, ließ 1968 eine Modekollektion in Nordhorn anfertigen.

Die Folge: Die Stadt in der Grafschaft Bentheim bot zu ihren Glanzzeiten nicht nur Vollbeschäftigung, sondern besaß auch modisch „Weltgeltung“. Bis die Globalisierung und der Massenexport aus Fernost zu stark wurden. Anhand von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Prominenten wie Uwe Seeler sowie hübsch zusammengestellten Ausschnitten aus damaligen Imagefilmen vermittelt die Dokumentation nicht nur Nostalgie, sondern bietet auch genügend „Stoff“ für einen spannenden Dokumentarfilm.

Unsere Geschichte: Mode Macht Nordhorn, Mittwoch, 1. Juni, 21 Uhr, NDR

Wertung: fünf von sechs Sternen


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