Böhmermann zum Kanzlerduell? Maybrit Illner: Zeigefinger als Ordnungsinstrument


Berlin. Seit 17 Jahren moderiert Maybrit Illner ihren Polittalk im ZDF. Im Interview geht es um ihre Zeigefinger, die AfD, das Kanzlerduell und Jan Böhmermann.

Wenn man Maybrit Illner in ihrer Berliner Redaktion besucht, kann es schon mal passieren, dass man mit einem ZDF-Mitarbeiter kollidiert, der gerade einen Aufsteller mit ihrem Konterfei und dem Spruch „Sie hat auf alles eine Frage“ herumträg

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Maybrit Illner

wird am 12. Januar 1965 als Maybrit Klose in Ost-Berlin als eines von drei Kindern einer Grundschullehrerin und eines Energie-Ökonoms geboren. Sie macht in der Hauptstadt der DDR ihr Abitur, lässt sich in Leipzig zur Sportreporterin ausbilden und absolviert ein Volontariat in der Sportredaktion des DDR-Fernsehens. Von 1986 bis zur politischen Wende in der DDR ist sie Mitglied der SED – aus der Vorstellung heraus, „dass das, was unter Gorbatschow in der KPdSU passiert war, nun auch mit der SED geschehen würde“. Später stellt sie fest, dass diese „Hoffnung eine Illusion war“.

Noch vor der Wende – 1988 – heiratet sie den Drehbuchautor Michael Illner. 1989 wechselt sie in die Auslandsredaktion des Deutschen Fernsehfunks (DFF), moderiert bis 1991 das Reisejournal „azur“ und das täglich ausgestrahlte „Abendjournal“, bevor sie nach einer vorübergehenden Tätigkeit beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) 1992 zum ZDF wechselt. Hier moderiert sie zusammen mit Cherno Jobatey bis 1998 das „Morgenmagazin“, deren Leiterin sie vom Oktober 1998 bis Juli 1999 ist.

Ab Oktober 1999 führt Illner durch die Polit-Talkshow „Berlin Mitte“, die seit 2007 ihren Namen trägt. 2002 moderiert sie gemeinsam mit der ARD-Kollegin Sabine Christiansen erstmals das TV-Duell der Spitzenkandidaten vor der Bundestagswahl – seinerzeit zwischen Gerhard Schröder (SPD) und Edmund Stoiber (CSU). Auch bei den folgenden Kandidatenduellen ist Illner stets dabei.

2007 trennt sich Illner von ihrem Mann und heiratet drei Jahre später den damaligen Telekom-Chef René Obermann, der heute für den US-Finanzinvestor Warburg Pincus tätig ist und in den Aufsichtsräten mehrererUnternehmen wie der ThyssenKrupp AG und dem Musikstreaming-Dienst Spotify sitzt.

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