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Claude Shannon im Doodle Claude Shannon: Horror-Maschine des Mathe-Genies


Berlin. Claude Shannon war nicht nur Mathematiker – sondern auch der Erfinder von Raketen-Frisbee und Motor-Pogo. Zum 100. Geburtstag ehrt Google ihn im Doodle.

Claude Elwood Shannon (1916-2001) bekommt von Google ein Doodle zum 100. Geburtstag. Wen wundert‘s? Wenn je ein Wissenschaftler nach dem Geschmack der Nerds aus Santa Monica war, dann Claude Shannon – der Mann, dem wir nicht nur die Informationstheorie verdanken, sondern auch die Raketen-Frisbee. Fünf Fakten zum Mathematiker aus dem heutigen Google Doodle. (Zerg Rush, Tilt und Barrel Roll: Mit diesen Google Easter Eggs bringen Sie Ihre Kollegen zur Verzweiflung)

Claude Shannon: der Denker auf dem Motor-Pogostab

Dass die Nerds der naturwissenschaftlichen Fakultäten Claude Shannon lieben, liegt an seiner unwiderstehlichen Mischung aus Genie und Verspieltheit. Zu den Errungenschaften des Mathematikers gehört nicht nur die Informationstheorie. Claude Shannon hat auch eine Jongliermaschine entwickelt, raketengetriebene Frisbees, motorisierte Pogostöcke, einen Apparat zum Gedankenlesen sowie die mechanische Maus Theseus, die dank ihrer Relais-Schaltkreise genug Gedächtnisleistung besitzt, um sich in einem Labyrinth zurechtzufinden. Shannons Maus gilt als erstes lernendes Objekt seiner Art. (Nettie Stevens im Doodle: Beim Sex gab es für sie nur X und Y)

Claude Shannons „ultimative Maschine“

Auf Claude Shannons Schreibtisch stand ein Exemplar seiner „Ultimate Machine“. Hinter den Namen verbirgt sich ein Apparat mit einem einzigen Schalter; betätigt man ihn, schießt eine mechanische Hand hervor und macht ihn wieder aus. Der Sci-Fi-Autor Arthur C. Clarke war von der sinnverweigernden Maschine begeistert und schrieb über sie: „Es liegt ein namenloses Grauen in diesem Apparat, der nichts – überhaupt nichts – tut, als sich selbst abzuschalten.“ (Welche Doodles sind verboten? Die internen Regeln der Google-Spielerei)

Grundsatz der Kryptografie: Shannons Maxime

In der Kryptografie kursiert ein Grundsatz, der als Shannons Maxime bekannt ist: „Der Feind kennt das System.“ Der Satz ist eine Pointierung von Kerckhoffs‘ Prinzip, wonach die Sicherheit von Codes auf der Geheimhaltung des Schlüssels beruht, nicht auf der Geheimhaltung des Verschlüsselungsalgorithmus.

Ein Shannon – vom Mensch zur Maßeinheit

Claude Shannon gehört wie Hertz und Fahrenheit zu den Forschern, nach denen wissenschaftliche Einheiten benannt wurden. Der Informationsgehalt einer Nachricht wird in Shannon gemessen. Grundlage der Berechnung sind die Zeichenmenge und die Wahrscheinlichkeiten, mit denen die Zeichen in der Nachricht verwendet werden. Die Abkürzung der Einheit Shannon lautet Sh. (Finden Joko und Klaas „Die beste Show der Welt“? Live-Rezension aller acht Formate)

Claude Shannons Maschine schlägt Rubiks Würfel

Zu den alltagsnahen Erfindungen, die Claude Shannon entwickelt hat, gehört auch eine Maschine, die Rubiks Zauberwürfel eigenständig löst. Mittlerweile gibt es einen Roboter, den den Zauberwürfel in einer Sekunde löst. Hier geht‘s zum Video.

Vordenker des Computerschachs

1955 veröffentlichte Claude Shannon den Aufsatz „Programming a Computer for Playing Chess“. Darin formuliert er – noch betont unvollkommen – Regeln, nach denen Maschinen den Wert verschiedener Schachspielzüge bewerten können. Sechs Jahre später führten seine Ideen tatsächlich zum ersten Computer-Schachspiel auf dem MANIAC-Rechner in Los Alamos. (Psychoanalytiker, Kokser, Experte für Fischhoden: Sigmund Freud im Doodle)

Quelle: Wikipedia


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