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Wer ist weiter, wer raus? Let‘s Dance 2016: Ulli weiter, Wendler raus – die Gründe


Berlin. Let‘s Dance 2016: Jana Pallaske und Sarah Lombardi liefern sich ein Erotik-Duell. Ulli Potofski, Michael Wendler und Nastassja Kinski kämpfen ums Überleben – und der Wendler verliert und fliegt raus. Die Höhepunkte der sechsten Live-Show.

Nastassja Kinksi musste einmal zittern, für Michael Wendler ist es bei „Let‘s Dance 2016“. sogar schon zweimal eng geworden. Wer fliegt in der sechsten Live-Show raus?

Massimo strippt: Janas „9 1/2 Wochen“

Massimo Sinatò und Jana Pallaske tanzen zu „You Can Leave Your Hat On“ aus der 80er-Sex-Schmonzette „9 1/2 Wochen“. Massimo wirft mitten im Slowfox sein Hemd von sich, sodass auf seiner nackten Brust nur noch die Hosenträger blitzen. Dann springt er Jana durch die Beine und reißt im Flug ihr Kleid vom Leib. (Sie hat noch ein kürzeres drunter. Logisch. Llambi muss sich konzentrieren.) Jorge, Motsi, Sylvie Meis – sie alle sagen am Ende nur noch Sätze, die mit „heiß“ anfangen oder enden. Nur Llambi mosert irgendwas, aber da hört schon lange keiner mehr zu. Unverkennbar denken alle nur noch an die Aftershow-Party, die nach dieser Performance nur eine Orgie werden kann. Es sei denn, Llambi kühlt alle noch ab: Nach zweimal zehn Punkten von Motsi und Jorge gibt er nur läppische sechs. (Llambi hat das Maß verloren! Einspruch von Ex-Juror Michael Hull.)

Geht‘s noch versauter? Sarah und Robert bei „50 Shades of Grey“

„Alles steht!“ Mehr muss Daniel Hartwich nach Sarah Lombardis Contemporary zum „50 Shades of Grey“-Song „Crazy in Love“ nicht sagen. Joachim Llambi hat einen halben Akt auf der Bühne gesehen. Und es stimmt: Was Sarah und Robert Beitsch auf dem Mister Greys Schreibtisch veranstalten, ist überdeutlich. Wo Massimo Sinatò sein laszives Hüftzucken immer streng in den Regeln seines Tanzes bändigte, zeigt Sarah Lombardi eine Art expressiven Realismus. Alle sind begeistert, die Jury gibt 30 Punkte. Bei der Vorbereitung hatte Sarah Lombardi noch Angst, mit ihrer Mutter in „Shades of Grey“ zu gehen. Verblüffend, dass sie auf der Bühne nun so entspannt ist. Immerhin sitzen ausgerechnet diesmal Pietro Lombardis Großeltern im Publikum. (In zwei Minuten zum Orgasmus: das Geheimnis von „Crazy in Love“)

Ulli Potofski vertanzt den Tango als Rattenhörnchen

Ulli Potofski gilt nach seinem Paso der Vorwoche als so großer Knaller, dass RTL ihm diesmal den ersten Tanz der Show schenkt. Die sprudelnde gute Laune bleibt allerdings aus. Ein großer Teil der Schuld liegt bei Jorge Gonzalez. Als Moderationsgag hat er sich einen echten Rohrkrepierer zurechtgelegt. (Die Musik war ein toller Tango, der Tanz nicht. Haha.) Keiner lacht, und aus wohl aus Gewohnheit vermutet Jorge wohl, nicht zu verstanden worden zu sein. Und wiederholt den Witz wieder und wieder. Noch schlimmer ist aber der dramaturgische Patzer, Ulli Potofski im Movie Special einen Song aus „Ice Age“ zu verpassen. Wie soll Ulli lustig scheitern, wenn sein Tanz-Charakter Scrat sowieso schon witzig ist? Einen Ulli muss man großes Drama und feurige Leidenschaft in die Choreo schreiben. Dann wird‘s auch wieder gut. Wir bitten um einen Wiederholungstanz in der kommenden Woche. (Jana Pallaske und Massimo: Wilde Facebook-Posts)

Alessandra und Sergiu im „Zauberer von Oz“

Alessandra Meyer-Wölden und Sergiu Luca tanzen zu „Somewhere over the Rainbow“ aus dem „Zauberer von Oz“. In den USA ist der Klassiker aus dem Jahr 1939 allgegenwärtiges Kulturgut. Dass RTL mit dem Film in Deutschland womöglich zuviel voraussetzt, zeigen schon die Reaktionen von Sergiu Luca und Alessandra – die den Film offenbar nicht kennen und Judy Garlands Kleid respektlos als Tischdecke veralbern. Trotzdem hält RTL seinen guten Ruf als Filmkunst-Sender hoch und strahlt die ersten Sekunden des Tanzes in Schwarz-weiß aus. Wieso? Natürlich weil auch der „Zauberer von Oz“ ohne Farbe in Kansas beginnt, bis die Heldin Dorothy mit ihrem Hund Toto von einem Hurricane ins kunterbunte Zauberland geblasen wird. Alessandra muss sich darum nicht kümmern. Mit 24 Punkten ist der Slowfox ihr bislang bester Tanz. (Llambi-Attacke nach Sex-Gag: So flog Niels Ruf bei „Let‘s Dance“ raus)

Julius Brink deklassiert Eric Stehfest

Eric Stehfest säuft danach mit seinem Tango bitter ab: Nur 23 Punkte gibt es für den Musterschüler der aktuellen „Let‘s Dance“-Staffel. Trotzdem wird er noch ein wichtiges Anliegen los: Er ist nicht nur Tänzer, sondern auch Filmkünstler. Und mit seiner Profi-Tänzerin Oana Nechiti dreht er nach „Let‘s Dance“ einen Kurzfilm. Na, dann.Julius Brink behelligt das Publikum nicht mit zukünftigen Projekten und konzentriert sich dafür auf den Tanz. Mit 27 Punkten legt er den besten Slowfox des Abends hin.

Victoria Swarovski pausiert bei „Let‘s Dance“

Julius Brink, der in der letzten Ausgabe aussetzte, ist genesen. Dafür fällt Victoria Swarovski aus. Wie RTL mitteilt, pausiert die 22-Jährige wegen eines Todesfalls. In der siebten Show werden sie und ihr Profi-Tänzer Erich Klann wieder tanzen. In der Show meldet Victoria Swarovski sich mit einer Videobotschaft zu Wort, bittet um Verständnis, weil ihre Familie gerade eine schwere Zeit durchlebt, und sendet 1000 Bussis. (Die von den Swarovski-Steinen? Wer sind Victoria Swarovski und Erich Klann?)

Wieso fliegt der Wendler raus. Und nicht Kinski oder Ulli Potofski?

Geht es nach der Jury, wackeln drei Kandidaten bei „Let‘s Dance“: Ulli Potofski geht mit einem Schnitt von 5,75 Punkten in die Show. Michael Wendler bringt es auf 9,2 Punkte; Nastassja Kinski liegt bei 12,4. Ihr introvertiertes Auftreten macht es ihr trotzdem schwer, Publikum zu mobilisieren. Im Movie Special hat sie allerdings ein Heimspiel. Kinski tanzt einen Contemporary – und beim persönlichsten aller Tänze kann sie etwas von sich preisgeben und zugleich an ihre Karriere erinnern. Und noch etwas hilft Kinski: Nachdem sie Show für Show schlechter bewertet worden war, zeigte ihre Leistungskurve seit der letzten Woche steil nach oben. Für Ulli Potofski (konsequent unbegabt) und Michael Wendler (zunehmend träge) gilt das nicht. Im Direktvergleich der Publikumssympathien hat Potofski dann wohl den entscheidenden Vorsprung: Der Sportmoderator hat das Herz der „Let‘s Dance“-Zuschauer gewonnen, Wendler hat nur das seiner eigenen Fans – offenbar gucken davon nicht genut die RTL-Show.

Wer ist weiter, wer ist raus bei „Let‘s Dance 2016“?

Zum dritten Mal zittert Michael Wendler bei „Let’s Dance“, zum dritten Mal spricht er letzte Worte. Diesmal fasst er sich besonders kurz: „Winnetou darf nicht sterben“, sagt er nach seinem Indianer-Tanz – und fliegt raus.

Weiter bei „Let’s Dance 2016“:

  • Sarah Lombardi und Robert Beitsch,
  • Alessandra Meyer-Wölden und Sergiu Luca,
  • Jana Pallaske und Massimo Sinatò,
  • Julius Brink und Ekaterina Leonova,
  • Eric Stehfest und Oana Nechiti,
  • Ulli Potofski und Kathrin Menzinger,
  • Nastassja Kinski und Christian Polanc..

Zittern mussten:

  • Michael Wendler und Isabel Edvardsson,
  • Ulli Potofski und Kathrin Menzinger,
  • Nastassja Kinski und Christian Polanc.

Alle Bestleistungen, Fehlurteile und Kuriositäten der Show lesen Sie in unserem Blog zu „Let‘s Dance 2016“.


„Let‘s Dance 2016“ ist die neunte Staffel der RTL-Show. Vor dem Jury-Pult von Joachim Llambi, Jorge Gonzalez und Motsi Mabuse versuchen zwölf Kandidaten in zwölf Shows zum Dancing Star 2016 zu werden: Julius Brink (mit dem Profi Ekaterina Leonova), Thomas Häßler (mit dem Profi Regina Luca), Attila Hildmann (mit dem Profi Oxana Lebedew), Nastassja Kinski (mit dem Profi Christian Polanc), Sonja Kirchberger (mit dem Profi Ilia Russo), Sarah Lombardi (mit dem Profi Robert Beitsch), Alessandra Meyer-Wölden (mit dem Profi Sergiu Luca), Jana Pallaske (mit dem Profi: Massimo Sinató), Ulli Potofski (mit dem Profi: Kathrin Menzinger) Niels Ruf (mit dem Profi Otlile Mabuse), Eric Stehfest (mit dem Profi Oana Nechiti), Victoria Swarovski (mit dem Profi Erich Klann), Franziska Traub (mit dem Profi Vadim Garbuzov) und Michael Wendler (mit dem Profi Isabel Edvardsson). „Let‘s Dance 2016“ ist die deutsche Version des BBC-Formats „Strictly Come Dancing“.

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