Der Neue in „Alarm für Cobra 11“ Daniel Roesner: Vom Surfbrett auf die Autobahn

Von David Sarkar

Sind jetzt das neue Team der Actionserie: die Schauspieler Daniel Roesner (als Paul Renner, rechts) und Erdogan Atalay (als Semir Gerkhan). Foto: dpaSind jetzt das neue Team der Actionserie: die Schauspieler Daniel Roesner (als Paul Renner, rechts) und Erdogan Atalay (als Semir Gerkhan). Foto: dpa

Köln. Seit 20 Jahren lässt RTL in seinem Dauerbrenner „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ Autos explodieren. Heute um 20.15 Uhr startet mit der 300. Folge die 28. Staffel. Neu an Bord ist der 32-jährige Daniel Roesner.

Fahrten auf der Autobahn verlaufen meist unspektakulär. Man gibt Gas auf dem Beschleunigungsstreifen, reiht sich in den Verkehr ein und fährt oft stundenlang geradeaus. Zum Glück gibt es das Fernsehen, denn hier wird gezeigt, was für spannende Geschichten die Autobahn schreiben könnte: Sportwagen heizen über die Fahrbahn, Lastwagen explodieren, und Polizisten springen von Autodach zu Autodach. Dazu gibt es flotte Sprüche und durchtrainierte Kommissare. Das sind die Zutaten, mit denen RTL seit 20 Jahren seine Erfolgsserie „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ auf die Quotenstraße schickt. Mit Erfolg: Mittlerweile wurde die Serie in mehr als 120 Länder verkauft.

Seinen Einstand in der Pilotfolge der 28. Staffel, die zugleich die 300. Folge ist, feiert der 32-jährige Daniel Roesner . Der Blondschopf ist als Paul Renner der mittlerweile achte Partner an der Seite des Urgesteins Erdogan Atalay – als Semir Gerkhan seit Folge 1 dabei.

Rettung der Menschheit

„Ein Blick in seine Akte hat gereicht. Er hat das Vollgas-Gen“, lobt die nordrhein-westfälische Innenministerin (gespielt von Charlotte Schwab) gleich zu Beginn der Folge das Talent des Neuzugangs. Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht, denn schon in ihrem ersten gemeinsamen Fall geht es für Paul und Semir um nichts Geringeres als die Rettung der Menschheit. Hightech-Milliardär Gideon Link (solide: Thomas Heinze) hat einen Virus entwickelt, der dafür sorgen soll, dass nur noch zehn Prozent der Menschen Nachwuchs bekommen können. Schließlich sei die Welt in Gefahr, wenn sich 2080 geschätzte elf Milliarden Zweibeiner auf ihr tummelten. Link beruft sich auf den russischen Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow, den er mit den Worten zitiert: „Reduziert die Weltbevölkerung um 90 Prozent, und es sind nicht mehr genügend Menschen übrig, um einen nennenswerten Schaden anzurichten.“ Diesen Plan gilt es zu verhindern.

„Er ist positiv, frech und charmant – das sind die Merkmale, die Paul ausmachen. Er ist sich für nichts zu schade und wird in jeder Situation einen Weg finden, die Sonne am Horizont zu sehen“, sagt Roesner über Paul im Gespräch mit unserer Redaktion. Was dem Zuschauer schnell klar wird: Der Neue ist keiner, der schüchtern abnickt. „Was ist los mit dir? Sag mir jetzt die Wahrheit“, schreit er Semir an, nachdem dieser nach einer Verfolgungsjagd auf dem Wasser das Bewusstsein zu verlieren droht. Semir muss Farbe bekennen: In seinem Kopf sitze ein Metallsplitter fest. Jede starke Erschütterung könne einen tödlichen Gehirnschlag auslösen, sein Puls dürfe nicht über 120 steigen.

Fundierte Ausbildung

Schauspielerisch kann Roesner, der 2005 mit dem Kinofilm „Die Wolke“ erstmals einem größeren Publikum bekannt wurde, auf eine fundierte Ausbildung zurückblicken. In Los Angeles besuchte er die „New York Film Academy“ und das „Theatre of Arts“. In Kalifornien entdeckte er auch seine Liebe zum Surfen: „Wasser ist das Element, in dem ich mich am wohlsten und heimischsten fühle. Am liebsten nutze ich die Kraft des Wassers und des Windes, um mich sportlich und spirituell an meine Grenzen zu treiben“, sagt der gebürtige Wiesbadener. Umso mehr freute er sich, dass er für die Pilotfolge die Szenen auf dem Jetsurf, einem motorbetriebenen Surfboard, selbst drehen durfte: „Wir haben eine hochprofessionelle Stunt-Crew, aber grundsätzlich würde ich sagen, dass alles, was mit Wasser-Action zu tun hat, von mir selbst gemacht wird.“

Für die Dreharbeiten von Los Angeles nach Köln zu ziehen sei eine große Umstellung gewesen. „Der Gedanke, dass man jetzt an einem Ort länger wohnt, hat mir Angst gemacht“, sagt er. Doch die Menschen am Rhein hätten ihn sehr freundlich empfangen. Und wenn ihn die Sehnsucht nach Wasser packt, setzt er sich in seinen „abgeschrabbelten VW-Bus“ und fährt an die holländische Küste. Denn anders, als man vermuten könnte, spielen schnelle Autos für den Schauspieler keine große Rolle: „Ich habe noch nie einen Neuwagen besessen, und generell haben alle meine Autos immer mehr Rost als Lack gehabt“, sagt er und lacht.


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