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Caroline Herschel verdoodelt Caroline Herschel: Wieso trägt ein Komet ihren Namen?

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Berlin. Caroline Herschel: Als die Astronomin am 16. März 1750 in Hannover geboren wurde, sah ihre Mutter eine zukünftige Haushaltshilfe in ihr. Stattdessen wurde Herschel, der Google zum 266. Geburtstag ein Doodle schenkt, zur Pionierin der weiblichen Wissenschaft.

Caroline Hersche (1750-1848) entdeckte Sternennebel und Kometen. Dabei wäre die Astronomin am Hofe Georgs III. um eine Haar Näherin geworden. Google ehrt die Pionierin der weiblichen Wissenschaft an ihrem 266. Geburtstag mit einem Doodle.

Caroline Herschel: Bildung gegen den Willen der Mutter

Caroline Lucretia Herschel wird vor 266 Jahren, am 16. März 1750, in Hannover geboren. Ihr Vater, ein Militärmusiker, fördert seine Tochter gemeinsam mit ihren Brüdern und gibt ihnen seine Begeisterung für die Astronomie weiter. Herschels Mutter ist gegen das wissenschaftliche Engagement des Mädchens. Sie hält ihre Tochter, die wegen einer Typhus-Erkrankung kleinwüchsig ist, auf dem Heiratsmarkt für unvermittelbar. Um sie in der Zukunft versorgt zu wissen, bereitet sie Caroline auf ein Leben als Haushaltsbedienstete vor und lehrt sie Sticken und Nähen. (Zerg Rush, Tilt und Barrel Roll: Mit diesen Google Easter Eggs bringen Sie Ihre Kollegen zur Verzweiflung)

Caroline Herschel: dem Bruder nach an den Hof Georgs III

Dem Alltag einer Bediensteten entgeht Caroline Herschel auf dem Trittbrett ihres Bruders. Als Wilhelm Herschel im englischen Bath eine Stellung als Musiker antritt, nimmt er seine 22-jährige Schwester Caroline mit – und das tatsächlich, wie von der Mutter vorgesehen, als Haushälterin. Zugleich gibt er ihr Gelegenheit, sich als Gesangssolistin weiterzubilden und beschäftigt sie in seinen Konzerten. Auch Wilhelm Herschel selbst geht neben dem Beruf anderen Interessen nach. 1781 entdeckt er bei der Beobachtung des Himmels den Planeten Uranus. Der Ruhm dieser Leistung ermöglicht ihm eine Stellung als Astronom König Georg III. Caroline Herschel folgt dem Bruder ein zweites Mal – diesmal als wissenschaftliche Assistentin mit festem Jahresgehalt. (Warum gibt es Doodles? Die verrücktesten Fakten zur Google-Spielerei)

Kometen und Sternennebel: Caroline Herschel als Entdeckerin

In den Nächten er Sternenobservation notiert Caroline Herschel die Positionen, die ihr Bruder am Fernrohr vermisst. Zugleich widmet sie sich eigenen Studien. 1783 entdeckt Carline Herschel drei Sternennebel, zwischen 1786 und 1797 acht Kometen. Der bekannteste davon ist der Enckesche Komet. Daneben schreibt sie wissenschaftliche Abhandlungen und fertigt einen Katalog für Sternhaufen und Nebelflecke an. Caroline Herschel hat das für Frauen ihrer Zeit seltene Glück, noch zu Lebzeiten in ihrem Rang erkannt zu werden. 1828 erhält sie die Goldmedaille der Royal Astronomical Society, 1835 wird sie deren Ehrenmitglied. 1846 wird Caroline Herschel durch den König von Preußen die goldene Medaille der Preußischen Akademie der Wissenschaften verliehen. (Warum ging Caroline Herschel nach Großbritannien? Geschichte der Personalunion)

Herschel als Feministin wider Willen

Nicht nur ihre Mutter, auch Herschel selbst hat das Frauenbild ihrer Zeit verinnerlicht. Wikipedia zitiert die Herschel-Biografin Renate Feyl: „Bis an das Ende ihres Lebens versucht sie [Caroline Herschel] jeglichen Hinweis auf eine eigene Leistung lediglich als das Verdienst ihres berühmten Bruders herauszustellen. [...] Sie wagt zu wissen, will aber dieses Wagnis nicht öffentlich eingestehen. Fortgesetzt betont sie, wie nichtsnutzig, wie unfähig, wie untauglich sie sei. Dies ist ihre lebenslängliche Demutsgeste und Entschuldigung dafür, dass sie sich erkühnt, leise, aber nachhaltig gegen die Gewalt von Gewohnheiten anzugehen und sich auf ihre Weise zu nehmen, was einem menschlichen Wesen zusteht: das Recht auf Erkenntnis.“ (Was passiert, wenn man bei Google die Zahl 241543903 sucht?)

Caroline Herschels Grab ist in Hannover

Caroline Herschel starb am 9. Januar 1848 im Alter von 97. Jahren in Hannover, wohin sie nach dem Tod des Bruders zurückgekehrt war. An ihrem letzten Geburtstag erhält sie noch den Besuch des Kronprinzenpaars. Herschels Grab ist in ihrer Geburststadt zu finden, auf dem Gartenfriedhof in Hannover.

Caroline Herschel im Weltall: Nachruhm am Himmel

Caroline Herschels Name lebt auch am Himmel weiter: Der Komet 35P/Herschel-Rigollet wurde nach ihr benannt. Im Sinus Iridum (Regenbogenbucht) erinnert der Mondkrater C. Herschel an sie. Und ein Planetoid trägt ihren zweiten Vornamen Lucretia. (Nettie Stevens im Doodle: Beim Sex gab es für sie nur X und Y)

Quelle: Wikipedia


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