Chris Rock blamiert Will Smith Oscars 2016: Die besten Rassismus-Witze von Chris Rock

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Berlin. Oscars 2016: Chris Rock hat nicht nur den Hollywood-Rassismus aufs Korn genommen – sondern auch Wortführer der Kritik wie Will und Jada Pinkett Smith. Hier kommen die besten Gags aus der Eröffnungsrede von Oscar-Host Chris Rock.

Kann man die Oscars 2016 im Zeichen der #OscarsSoWhite-Debatte moderieren, ohne mit jedem Gag offene Türen einzurennen? Chris Rock beweist, dass man es kann. Dies sind die brillantesten Pointen, die er allein im Eröffnungsmonolog abgeschossen hat.

Chris Rock in eigener Sache: „Hier stehe ich, bei den Academy Awards, auch bekannt als die „White Peoples Choice Awards“. Wenn es Nominierungen für den besten Host gäbe, hätte ich diesen Job nie bekommen. Dann würden Sie jetzt Neil Patrick Harris hier sehen.“

„Das sind die verrücktesten Oscars, die man präsentieren kann – mit der ganzen Debatte drumherum. Keine schwarzen Nominierten! Alle haben mir gesagt, ich soll hinschmeißen. Steig aus, Chris! Chris, du musst aussteigen! Wie kommt es eigentlich, dass einem das nur Leute sagen, die gerade kein Engagement haben?“

„Ich habe gründlich drüber nachgedacht, alles hinzuschmeißen, bin aber zu dem Schluss gekommen. Die werden die Oscars nicht absagen, weil ich aussteige. Und wenn ich mir eins nicht leisten kann, ist es, eine weitere Rolle an Kevin Hart zu verlieren. Der Mann dreht so schnell Filme wie sonst nur Pornostars.“

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Warum kommt die Debatte gerade jetzt? „Ich bin mir sicher, 1961 oder 1962 gab es auch Oscar-Nächte ohne schwarze Nominierte. Warum haben wir nicht protestiert? Weil wir damals echte Gründe für Protest hatten. Wir waren zu beschäftigt damit, vergewaltigt und gelyncht zu werden, um uns um den Oscar für die beste Kamera zu kümmern. Wenn deine Oma am Ast baumelt, kann man sich einfach nicht richtig auf den Oscar für die beste Auslandskurzdoku konzentrieren.“

Chris Rock über den Oscar-Boykott von Will Smith und seiner Frau Jada Pinkett Smith: „Jadas Oscar-Boykott ist ungefähr dasselbe wie mein Boykott von Rihannas Höschen. Ich war nie eingeladen. – Und wenn, dann würde ich sicher nicht absagen.“

„Es ist nicht fair, dass Will Smith nicht nominiert wurde, obwohl er in ‚Concussion’ so gut war. Stimmt. Es ist auch nicht fair, dass er 20 Millionen Dollar für „Wild Wild West“ bekommen hat.“

Chris Rock über Polizeigewalt gegen Schwarze: „Bei diesen Oscars wird alles ein bisschen anders sein. In dem Einspieler zu den Toten des Jahres zeigen wir diesmal nur Schwarze, die auf dem Weg ins Kino von Polizisten erschossen wurden.“

Fehlen den Oscars schwarze Kategorien? „Wer jedes Jahr schwarze Oscars haben will, muss schwarze Kategorien einführen. Zum Beispiel den Academy Award für den besten schwarzen Freund.“

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An die Adresse von Sylvester Stallone, der mit „Rocky’s Legacy“ als bester Nebendarsteller nominiert war: „‘Rocky‘ spielt in einer Welt, in der weiße Athleten so gut wie schwarze sind. Science Fiction. Was in ‚Star Wars‘ passiert, ist glaubwürdiger.“

Über einen der wenigen schwarzen Oscar-Schauspieler: „Jamie Foxx war so gut in ‚Ray“, dass sie im Krankenhaus beim echten Ray Charles die Kabel rausgezogen haben. Wir brauchen keine zwei davon!“

Chris Rock über eine falsche Rassismus-Debatte: „Wie ich höre, darf man Frauen nicht mehr auf ihre Kleider ansprechen. Man muss auch nach anderen Sachen fragen; mit Männern redet man ja auch über andere Sachen. Es ist aber nicht alles Sexismus, so wie auch nicht alles Rassismus ist. Man fragt Männer nach anderen Dingen, weil alle Männer der Welt exakt dasselbe Outfit tragen. Wenn George Clooney mit einem leuchtend gründen Smoking auftauchen würde und ein Schwan aus seinem Arsch guckt, dann würde irgendjemand ihn fragen: George, was trägst du?“


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