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ZDF-Film mit Petra Schmidt-Schaller Guter Film, schlechtes Ende: „Das Dorf des Schweigens“

Von Marie-Luise Braun

Eva (Petra Schmidt-Schaller, l.) ist hin und her gerissen: Leidet ihre Schwester Lydia (Ina Weisse, r.) wirklich unter Schizophrenie oder erzählt sie doch die Wahrheit? Foto: ZDF/Jürgen OlczykEva (Petra Schmidt-Schaller, l.) ist hin und her gerissen: Leidet ihre Schwester Lydia (Ina Weisse, r.) wirklich unter Schizophrenie oder erzählt sie doch die Wahrheit? Foto: ZDF/Jürgen Olczyk

Osnabrück. Spannend, aber mit schlappem Ende ist „Das Dorf des Schweigens“ mit Petra Schmidt-Schaller, Ina Weisse und Helmut Lohner am 22. Februar, 20.15 Uhr, ZDF.

Mit leerem Gesicht sagt Eva (Petra Schmidt-Schaller) : „Ich habe Angst, dass ich verrückt werde. Genau wie sie.“ So antwortet die junge Frau auf die Frage ihres Vaters (Helmut Lohner), warum sie Kontakt zu ihrer Schwester Lydia (Ina Weisse) aufgenommen hat. Die kehrt nach Jahrzehnten in ihre alte Heimat Bad Gastein zurück. Und als Erstes schüttet sie ihrem angehenden Schwager Christian Kern (Simon Schwarz) ein Glas Wasser ins Gesicht.

Das ist der Auftakt zu einer sehr spannend erzählten Familiengeschichte, die sich um ein Geheimnis dreht, das anfangs subtil zu spüren ist. Aber es ist nicht nur die präzise entwickelte Geschichte nach dem Buch von Martin Ambrosch. Es sind auch die hervorragenden Darsteller, die „Das Dorf des Schweigens“ tragen.

Eva, selbst Ärztin, hat seit Jahren das Gefühl, nicht sie selbst zu sein. Ihre Schwester Lydia ist seit Jahrzehnten wegen Schizophrenie in Behandlung. Jetzt wirft Lydia ausgerechnet Christian vor, sie als Jugendliche vergewaltigt zu haben. Er stirbt. Am Ende klärt sich das Familiengeheimnis, das jedoch durch eine viel zu heftige Konstruktion enttäuscht.

Im Film ist Helmuth Lohner als Evas Vater Hans Perner in seiner letzten Rolle zu sehen. Er ist am 23. Juni 2015 gestorben.

„Das Dorf des Schweigens“, Montag, 22. Februar, 20.15 Uhr im ZDF

Wertung: 5 von 6 Sternen


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