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Charles Perraults Märchen Was haben Aschenputtel und Rotkäppchen mit Charles Perrault zu tun?



Berlin. Charles Perrault wurde am 12. Januar 1628 geboren, vor 388 Jahren. Google feiert den Märchendichter, dem die Brüder Grimm einige ihrer Klassiker verdanken, mit einem Doodle.

Charles Perrault, dessen 388. Geburtstag Google heute im Doodle feiert, war Kulturfunktionär unter Ludwig XIV., er löste eine der größten Debatten seiner Zeit aus und plante Versailles. Im kollektiven Gedächtnis ist er aber wegen seiner Märchen. Einige der berühmtesten Geschichten von Grimm stammen von ihm. (Zerg Rush, Tilt und Barrel Roll: Mit diesen Google Easter Eggs bringen Sie Ihre Kollegen zur Verzweiflung)

Diese Märchen haben die Brüder Grimm von Charles Perrault

Mit den „Kinder- und Hausmärchen“ (1815) haben Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) den Geschichtenschatz der mündlichen Überlieferung für die Nachwelt gerettet. Tatsächlich ist die Sammlung aber kein Resultat klassischer Feldforschung; ihr erster Ausgangspunkt war das Exzerpt literarischer Werke. Einige der bekanntesten Märchen der Grimms gehen auf Charles Perraults „Histoires ou Contes du temps passé, avec des moralités“ (Moralische Geschichten, oder Erzählungen aus alter Zeit, 1697) zurück, die später auch als „Geschichten der Mutter Gans“ publiziert wurden. Zu den berühmtesten Perrault-Vorlagen der Grimms zählen:

  • Dornröschen , bei Charles Perrault: La Belle au bois dormant
  • Das Rotkäppchen, bei Charles Perrault: Le Petit Chaperon rouge,
  • Der Blaubart, bei Charles Perrault: La Barbe bleue,
  • Der gestiefelte Kater, bei Charles Perrault: Le Maître Chat ou le Chat botté,
  • Aschenputtel , bei Charles Perrault:Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre.

Charles Perraults Karriere am Hof des Sonnenkönigs

Charles Perrault (1628-1703) war ein Intellektueller aus der Zeit des französischen Absolutismus. Colbert, Finanzminister von Ludwig XIV., machte ihn 1662 zum Sekretär der Petite Académie, wo der Schriftsteller Werke überprüfte, die für Ludwig XIV. angeschafft oder ihm gewidmet werden sollten. Später fiel auch die Kontrolle der königlichern Bauvorhaben in Perraults Zuständigkeit, sodass er in den Ausbau des Louvres und die Errichtung von Versaille eingebunden war. Ab etwa 1670 führte er die Liste, die seine Dichterkollegen in den Genuss höfischer Bezüge brachte. Auf dem Höhepunkte seiner Karriere leitete Perrault dann die Académie française, eine Stellung, die er nach acht Jahren an Colberts Sohn abgeben musste. Mit Colberts Tod verlor Perrault 1683 seinen Förderer und verlegte sich verstärkt auf das Schreiben. (Doodle: Die verrücktesten Fakten zur Google-Spielerei)

Die Familie von Charles Perrault

Perrault stammt aus einer wohlhabenden Familie der Pariser Beamtenschicht; bei seiner Einführung in die intellektuellen Salons und seiner Karriere als Kulturfunktionär unter Ludwig XIV. waren die Kontakte seiner vier älteren Brüder hilfreich. 1672 heiratete Perrault, wurde vierfacher Vater – und nur sechs Jahre nach der Hochzeit auch Witwer.

Perrault hatte einen Zwillingsbruder, der im Säuglingsalter starb. (Mechanischer Fernseher im Doodle: Was ist das überhaupt?)

Perraults „Querelle des Anciens et des Modernes“

Der Nachruhm Perraults verdankt sich seinen Märchen; Zeitgenossen verbanden seinen Namen viel eher mit der sogenannten „Querelle des Anciens et des Modernes“. Darin stritten die maßgeblichen Intellektuellen des französischen Absolutismus darüber, ob die Kunst der Antike von der Gegenwart übertroffen worden sei. Dahinter stehen unterschiedliche Konzepte der künstlerischen Arbeit – die Nachahmung des antiken Ideals auf der einen und die Vorstellung vom schöpferischen Genie auf der anderen Seite. Auslöser der Debatte war Charles Perrault, der die Traditionalisten am 27. Januar 1687 mit seinem Gedicht „Le siècle de Louis le Grand“ provozierte und sich als Modernist positionierte.

Wie feiert Google den 388. Geburtstag von Charles Perrault?

Google begeht den 388. Geburtstag von Charles Perrault mit drei unterschiedlichen Doodle-Motiven, in denen der Firmenschriftzug Motive aus „Der gestiefelte Kater“, „Aschenputtel“ und Dornröschen ziert. Verglichen mit Beethoven, dem Google gerade erst ein interaktives Spiel gewidmet hatte, ist das wenig Aufwand. Immerhin genießt das Perrault-Doodle aber eine fast weltweite Verbreitung: Russland, Indien, Nordafrika und Amerika – überall ermuntert die Suchmaschine ihre Nutzer, am 388. Geburtstag ein bisschen über Charles Perrault nachzulesen. (Bachelor 2016: Das sind die Kandidatinnen)

Quelle: Wikipedia


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