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Hinweise zu Paris-Terrorist Abdeslam Aktenzeichen XY: Ergebnisse der letzten Sendung und gelöste Fälle

Von Daniel Benedict

Ergebnisse und gelöste Fälle der letzten Sendung: Rudi Cerne in „Aktenzeichen XY ungelöst“. Foto: ZDF, Thomas R. SchumannErgebnisse und gelöste Fälle der letzten Sendung: Rudi Cerne in „Aktenzeichen XY ungelöst“. Foto: ZDF, Thomas R. Schumann

Berlin.„Aktenzeichen XY ... ungelöst“ fahndet nach dem mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam und sucht die Identität einer skelettierten Leiche. Was sind die ersten Ergebnisse der letzten Sendung?

In der Novemberausgabe von „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ sucht Rudi Cerne nach der vermissten Jutta Schulz, fragt nach der Identität einer skelettierten Leiche und beteiligt sich an der Fahndung nach dem mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam. Was sind die ersten Ergebnisse der Sendung? (Bringt „Aktenzeichen XY“ neue Hinweise in Vermisstenfällen? Fakten und Ergebnisse der Juni-Sendung 2016)

Paris-Terror bei „Aktenzeichen XY“

Auch „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ unterstützt die Suche nach Salah Abdeslam, dem Verdächtigen der Pariser Terroranschläge. Während der Sendung gehen mehrere Hinweise zum Gesuchten ein, die von der Polizei abgearbeitet werden. Tatsächlich halten die Ermittler es für möglich, dass Salah Abdeslam sich inzwischen in Deutschland aufhält. Beim ZDF bleibt man in der Bewertung der Zuschauerhinweise dennoch vorsichtig und weist auf die Möglichkeit von Verwechselungen hin. („Aktenzeichen XY“ sucht Täter der Silvesternacht: Erste Ergebnisse)

Räuber verfolgen 85-Jährige

Am 21. Oktober 2014 rauben zwei Gangster in Frankfurt am Main eine 85-Jährige aus, die gut 1000 Euro von der Sparkasse abgehoben hat. Vorher folgen sie ihrem am Rollator gehenden Opfer über 90 Minuten durch die Stadt und werden dabei immer wieder von Überwachungskameras fotografiert.

Ergebnisse der Sendung: Die ausgezeichneten Fahndungsbilder scheinen Wirkung zu zeigen: Noch während der Ausstrahlung melden sich mehrere Zuschauer, die einen oder beide Täter gesehen haben wollen. Die Polizei hatte befürchtet, sie könnten sich ins Ausland abgesetzt haben. Womöglich erweist sich das nun als Irrtum. Zudem deuten Hinweise auf ähnlich gelagerte Fälle darauf hin, dass die Gesuchten als Serientäter schon mehrfach zugeschlagen haben. Martin Schuy von der Kripo Frankfurt schränkt die Hinweislage ein: „Namen gibt es bis jetzt noch nicht“, zitiert in das ZDF. „Vielleicht in den nächsten Tagen.“ (Kuriosa und Skandale: Spektakuläre Geschichten aus 500 Folgen „Aktenzeichen XY“)

„Aktenzeichen XY“ sucht Jutta Schulz

Lebt Jutta Schulz noch? Das ist die Hoffnung der Ermittler von der Kripo Magdeburg, die den Vermisstenfall bei „Aktenzeichen XY“ vorstellen. Die 53-Jährige ist im April 2014 verschwunden. Ein letztes Lebenszeichen ist ein Maklertermin in Thale (Erzgebirge), der Rätsel aufgibt. Die besichtigte Immobilie konnte die verschuldete Antiquitätenhändlerin sich unmöglich leisten. Tatsächlich besserte sie ihr Einkommen als Bardame in einem Kölner Bordell auf. Dort ist sie am 1. Mai nicht zum verabredeten Dienst erschienen. Für die Kriminalpolizei deuten die Umstände des Vermisstenfalls auf ein Gewaltverbrechen; dennoch schließen sie nicht aus, dass Jutta Schulz noch lebt. Hinweise erbittet die Kripo Magdeburg unter der Telefonnummer 03941 / 674 193. Jutta Schulz war bei ihrem Verschwinden 53 Jahre alt, sehr schlank und hatte rot-braun gelockte Haare. Auf dem linken Schulterblatt hat sie ein indisches Augensymbol tätowiert.

Erste Ergebnisse nach der Sendung: Auch im Vermisstenfall erbrachte die Ausstrahlung Hinweise; mehrer Zuschauer meldeten sich und gaben an, die Jutta Schulz auch nach ihrem Verschwinden noch in Thale gesehen zu haben. Die Tochter des „Aktenzeichen XY“-Erfinders im Gespräch.)

Aktenzeichen XY ... update: Wer ist die skelettierte Leiche?

Auch fünf Jahre nach der ersten Präsentation bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ forscht die Kripo Mainz nach der Identität einer skelettierten Leiche. Der männliche Tote war bei Bauarbeiten nahe der Anschlussstelle Klein-Winternheim entdeckt worden. Nun hoffen die Ermittler auf eine optische Rekonstruktion, die das Gesicht des mutmaßlichen Gewaltopfers wieder erkennbar machen soll. Demnach war der Tote war wohl zwischen 36 und 42 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß. Seine Kleidung bestand aus einem Oberteil der Marke „Froot of the Loom“ und einer Jeans der Marke „Big Star“. Die Polizei vermutet eine Herkunft aus Osteuropa. (Aktenzeichen gelöst: 25 Jahre später gesteht Täter Mord an einem Osnabrücker Mädchen.)

Aktenzeichen: Panzerknacker als Tankbetrüger

Als den „Sprengmeister“ apostrophiert „Aktenzeichen XY“ einen Mann, der um Siegen und Hamburg herum Geldautomaten knackt, indem er sie anbohrt, mit explosiven Stoffen auffüllt und detonieren lässt. Statt seine Beute unauffällig auszugeben, spart er auch noch beim Treibstoff – als Tankbetrüger. Die Kennzeichen seiner Audis sind gefälscht, aber auf den Überwachungskameras der Tankstellen trägt er dieselbe Kleidung wie bei seinen Automaten-Sprengungen. Damit können nun auch Bilder der Tankstellen zur Fahndung verwendet werden. Eine Frau aus Siegen erkennt einen Mann, mit dem sie im Briefverkehr gestanden hat. Die DNA an den Marken stimmt mit Tatort-Spuren überein, sodass eine eindeutige Identifizierung möglich ist. Demnach handelt es sich beim „Sprengmeister“ um Iztok Hartmut Opitz aus Siegen; der Mann ist 45 Jahre alt, 1,88 Meter groß und korpulent. Wer ihn gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Siegen zu melden (Telefon 0271 / 70 99 70 99). Auf seine Ergreifung ist eine Belohnung von 7000 Euro ausgelobt.

Fall gelöst: Die Zuschauer von „Aktenzeichen XY“ brachten die entscheidenden Hinweise. Eine Woche nach der Sendung konnte der mutmaßliche Täter gefasst werden. Wie das von Eduard Zimmermann gegründete Online-Portal „e110.de“ meldet, wurde der aktuelle Wagen, ein Audi S8 mit Kennzeichen-Dubletten, in Hamburg gefunden. Wenig später haben Spezialkräfte den Mann demzufolge in einer Lagerhalle festgenommen, wo er seinen nächsten Coup vorbereitet haben soll.

„Aktenzeichen XY“ – gelöste Fälle

Unter der Rubrik „Aktenzeichen gelöst“ stellt Rudi Cerne Fahndungserfolge vor. Gelöst ist demnach ein besonders schwerer Fall von Enkeltrick-Betrug. In der Sendung vom Januar 2015 suchte die Polizei über das ZDF eine Bande, die einer älteren Dame mit Lügengeschichten mehrere Goldbarren abgenommen hat. Die Schadensumme beträgt 90.000 Euro. Mittlerweile hat die Polizei laut Rudi Cerne vier Tatverdächtige ermittelt. („Aktenzeichen XY ... gelöst“: Schläger im Fall Herbert offenbar gefasst.)

Mediathek und Fahndungsfotos: „Aktenzeichen XY .. ungelöst“ im Internet

Bilder des „Sprengmeisters“ Iztok Hartmut Opitz, der vermissten Jutta Schulz sowie die optische Rekonstruktion des Gesichts der skelettierten Leiche aus Mainz stellt das ZDF auf der Internetseite zur „Aktenzeichen XY ... ungelöst“-Sendung vom 18. November 2015 bereit. Wer die Beiträge der Sendung noch einmal nachvollziehen möchte, kann sie in der ZDF-Mediathek abrufen. Die November-Folge war die letzte des Jahres. Im Dezember wird „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ nicht ausgestrahlt.