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Ergebnisse und gelöste Fälle Aktenzeichen XY: Social-Media-Hinweis auf Mord an Armani (8)?

„Aktenzeichen XY... ungelöst“ gehört quasi zum Inventar von ZDF. Am 14. Oktober morderierte Rudi Cerne die 500. Folge. Foto: ZDF/Thomas R. Schumann„Aktenzeichen XY... ungelöst“ gehört quasi zum Inventar von ZDF. Am 14. Oktober morderierte Rudi Cerne die 500. Folge. Foto: ZDF/Thomas R. Schumann

Osnabrück. Zum 500. Mal bittet „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF die Bevölkerung um Mithilfe. Auf das Jubiläum geht Rudi Cerne aber kaum ein. Stattdessen kann er von vier gelösten Fällen berichten.

Mit einem Augenzwinkern startet Rudi Cerne in die 500. Ausgabe von „Aktenzeichen XY“: Statt der üblichen Bilder zeigt das ZDF den Vorspann der allerersten Sendung vom Oktober 1967 und sendet noch ein paar Sekunden in Schwarz-Weiß. Dann geht alles so seriös weiter, wie der Zuschauer es gewohnt ist. Tradition statt Besonderheiten in der Jubiläumsfolge also.

Hinweise zum Mord an Armani (8)

Am 20. Juli 2014 verschwindet in Freiburg der achtjährige Junge Armani; am nächsten Morgen wird er erwürgt aufgefunden. Bei „Aktenzeichen XY“ stellt die Polizei den Fall noch einmal vor und bittet um Hinweise. Besonderes Augenmerk legen die Ermittler auf einen hellen Kleinwagen, dessen Ortskennzeichen aus drei Buchstaben besteht und mit einem M beginnt. Auch der Fußball, mit dem das Kind zuletzt gespielt hatte, wird gesucht. Am Abend der Ausstrahlung meldet das ZDF dann erste Rückmeldungen seitens der Zuschauer. Hoffnungen macht der Polizei demnach vor allem „ein Hinweis auf eine Auffälligkeit in einem sozialen Netzwerk, die vielleicht etwas mit dem Mord zu tun haben könnte“, heißt es im Teletext des Senders. Weitere Details verschweigt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen. (Kuriosa und Skandale: Spektakuläre Geschichten aus 500 Folgen „Aktenzeichen XY“)

Wo ist das Berliner Flüchtlingskind Mohamed?

Um Mithilfe aus der Bevölkerung bat Cerne auch im Fall des vor einigen Tagen verschwundenen Flüchtlingsjungen Mohamed . Der Vierjährige war auf dem Gelände des Landesamts für Gesundheit und Soziales in Berlin verschwunden, während die Mutter mit ihren drei Kindern in der überfüllten Registrierungsstelle für Flüchtlinge wartete. Das letzte Lebenszeichen sind Bilder einer Überwachungskamera. Sie zeigen den Jungen an der Hand eines unbekannten Mannes. Zeugen wollen den Mann schon Monate zuvor in der Nähe des Geländes gesehen haben. Möglicherweise kommt der Mann aus Berlin. Auch zu ihm machten die ZDF-Zuschauer während und nach der Sendung Angaben, denen die Polizei nun nachgeht. (Weiterlesen: Sonderkommission hat 160 Hinweise)

Vier gelöste Fälle bei „Aktenzeichen XY“

Gleich zu Beginn der Sendung kann Cerne immerhin über vier gelöste Fälle berichten. Einer davon sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen: Eine vor 30 Jahren verschwundene Studentin tauchte plötzlich wieder auf. Angehörige und Ermittler gingen von einem Verbrechen aus – doch die Frau hatte einfach keine Lust mehr auf ihr altes Leben. (Weiterlesen: Mehr zum Fall Petra P.) Neben dem 30-Jährigen, der Schmuck- und Wertsachen aus einem Schmuckgeschäft in Mannheim gestohlen hat, konnten auch drei brutale Räuber gefasst werden, die bei einer Familie eingebrochen und Gegenstände im Wert von 100000 Euro gestohlen haben. Die Polizei erkannte einen Zusammenhang zwischen dem Diebstahl und Drogengeschäften. Im vierten Fall ging es um einen Mann, der verdächtigt wurde, im Jahr 2002 seine Frau getötet und das gemeinsame Haus angezündet zu haben. Sein Auto wurde aus der Elbe geborgen, die Leiche des Mannes lag darin.

Außerdem sucht Cerne nach Zeugen, die etwas zu einem Einbruch in einer Villa in Witten sagen können. Bevor die Bewohnerin in den Urlaub fährt, bittet sie ihre Nachbarn, auf das Haus aufzupassen. Doch die Einbrecher kommen erst, als sie wieder zuhause ist. Sie verlangen von der Frau die Codes für die Geldschränke und stehlen Geld und wertvolle Münzen. Die Polizei sucht nach mindestens vier Tätern. Das Timing der Einbrecher spricht laut Polizei für Insiderwissen.


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