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Neustart am 6. September So kommt der „Tatort“ aus dem Sommerloch

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Osnabrück. Noch befindet sich der „Tatort“ im tiefsten Sommerschlaf. Doch die Zeichen stehen auf Neustart für Deutschlands populärste Krimireihe. Am 6. September geht’s los mit neuen Erstausstrahlungen – hier ein Überblick:

Die Letzten werden die Ersten sein – das gilt auch für den „Tatort“. Und so kommt die erste Folge nach der Sommerpause aus derselben Stadt wie die letzte davor: Luzern. „Schutzlos“ hieß es am 5. Juli, als es um den Tod eines nigerianischen Asylbewerbers ging, der tief ins Luzerner Drogenmilieu verstrickt war. „Ihr werdet gerichtet“ ist der Krimi mit den Ermittlern Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) betitelt, den das Erste am 6. September ausstrahlt.

Die ARD setzt damit eine Art Tradition fort: Wenn in Deutschland die Ferienzeit begonnen hat oder noch nicht vorüber ist und die Quote deshalb vergleichsweise schwach ausfällt, zeigt man einen Schweizer „Tatort“.

Klingt gut

Die Inhaltsangabe des Senders klingt allerdings durchaus vielversprechend: Zwei Albaner werden auf offener Straße erschossen. Niemand hat etwas gesehen oder gehört. Was für Flückiger und Ritschard zunächst aussieht wie eine Abrechnung im Drogenmilieu, entpuppt sich als Selbstjustiz. Ein Sniper (Antoine Monot jr.) richtet gezielt Menschen hin, die anderen ungestraft Leid zugefügt haben. Während die Luzerner Polizei einen Profiler (Michael Finger) hinzuzieht und versucht, die Denkweise des Täters zu verstehen, verfolgt dieser in aller Ruhe seinen Plan.

Regie führt Florian Froschmayer, der sich mit mehreren „Tatort“-Folgen aus Kiel einen Namen gemacht hat. Er inszenierte sowohl die Folge „Borowski und die heile Welt“ als auch „Borowski und eine Frage von reinem Geschmack“.

Folge aus Frankfurt

Weiter geht’s am 13. September mit der Folge „Hinter dem Spiegel“ aus Frankfurt, wo die neuen Ermittler Paul Brix (Wolfram Koch) und Anna Janneke (Margarita Broich) im Mai mit „Kälter als der Tod“ einen eher holprigen Start hingelegt hatten. Diesmal könnte es besser werden, die Inhaltsangabe des Senders liest sich zumindest so: „Im Polizeipräsidium erhält Brix Besuch von seinem ehemaligen Partner bei der Sitte, Simon Finger (Dominique Horwitz). Dieser ist auf der Flucht vor der Russen-Mafia, Brix soll ihm helfen. Obwohl er tief in Fingers Schuld steht, weigert er sich. Janneke wird Zeugin des Gesprächs und beginnt sich zu fragen, wer Brix wirklich ist. Ein neuer Fall nimmt beide jedoch in Beschlag: In seiner Wohnung wird ein Politiker erhängt aufgefunden...“

Regie führte bei diesem Krimi Sebastian Marka, der zuletzt durch einen absolut erstklassigen „Tatort“ auf sich aufmerksam gemacht hatte: Er inszenierte mit „Das Haus am Ende der Straße“ die letzte Folge mit Joachim Król als Frankfurter Kommissar Frank Steier – ein Film, dem auch der erstklassige Armin Rohde seinen Stempel aufdrückte.

Folge aus München

Am 20. September feiern dann zwei alte „Tatort“-Hasen Jubiläum: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl sind als Batic und Leitmayr zum 70. Mal in einer Folge aus München zu sehen. Wobei „Die letzte Wiesn“ mit Sicherheit nicht ihr letzter „Tatort“ sein wird.

Die Inhaltsangabe liest sich diesmal etwas konstruiert: „Es ist Oktober. Leitmayr verlässt die Stadt. Wie jedes Jahr. Denn es ist Wiesn und die erträgt er nicht. Doch kaum in Italien angekommen, ruft Batic ihn zurück. Auf der Geldbörse eines Wiesnbesuchers, der am Morgen tot aufgefunden wurde, waren ausgerechnet seine Fingerabdrücke. Leitmayr hatte dem Italiener auf dem Weg zum Bahnhof noch das Portemonnaie in die Tasche zurückgeschoben. Er schien komplett betrunken zu sein. Doch laut Obduktionsbericht hatte er nur 0,7 Promille. Offenbar war also nicht das Wiesnbier für den desolaten Zustand des Italieners verantwortlich. Das Toxscreening zeigt: in seinem Blut war GHB, Liquid Ecstasy.“

Immerhin – der Regisseur steht eigentlich für höchstes Niveau: Marvin Kren inszenierte zuletzt die Folge „Die Feigheit des Löwen“ mit Wotan Wilke Möhring und Petra Schmidt-Schaller, für die es im November letzten Jahres eine Sechs-Sterne-Wertung gab.

Es folgt eine 14-tägige „Tatort“-Pause, denn am 27. September und 4. Oktober gibt es eine Crossover-Doppelfolge des „Polizeirufs 110“ mit den Ermittlern aus Rostock und Magdeburg. Den ersten norddeutschen „Tatort“ nach der Sommerpause sehen wir dann am 11. Oktober, wenn Wotan Wilke Möhring wieder als Kommissar Falke ermittelt. Zum letzten Mal dabei: Petra Schmidt-Schaller.


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