Premiere in Offenburg Moderatoren neu, Name neu: Vom „Musikantenstadl“ zur „Stadlshow“

Von Stefan Alberti

Wollen mit der neuen „Stadlshow“ Bewährtes und Neues verbinden: die Moderatoren Francine Jordi und Alexander Mazza. Foto: brWollen mit der neuen „Stadlshow“ Bewährtes und Neues verbinden: die Moderatoren Francine Jordi und Alexander Mazza. Foto: br

Osnabrück. Das haben wir schon orakelt: Nach dem Rauswurf des langjährigen Moderators Andy Borg wird der „Musikantenstadl“ schon bald nicht mehr „Musikantenstadl“ heißen. Richtig. Die Macher der TV-Eurovisionsshow – ARD, ORF und SRF – verkündeten am Dienstagmittag, dass der „Musikantenstadl“ nun zur „Stadlshow“ umgetauft worden sei. Die neue Show wird am 12. September erstmalig vom neuen Moderatoren-Duo Francine Jordi und Alexander Mazza live aus Offenburg präsentiert.

„Das neue Konzept der Musikshow trägt den aktuellen Trends der zugehörigen Genres Rechnung und setzt eigene Impulse: Volkstümliche Musik und Schlager haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt“, heißt es in einer Mitteilung des Bayerischen Rundfunks. Vor diesem Hintergrund sei es möglich, neue Wege zu gehen – zum Beispiel mit Crossover-Produktionen, die sich über musikalische Grenzen hinwegsetzten. Außerdem werde in jeder Show die jeweilige Gastgeberregion mit ihren Besonderheiten, ihren Menschen und ihrer Musik eine zentrale Rolle einnehmen.

Nun ja, der Blick auf die Gästeliste am 12. September deutet zunächst allerdings nicht auf einen revolutionären Umbruch hin: Poxrucker Sisters, Jürgen Drews, Dorfrocker, Peter Kraus, Baseballs, Powerkryner, Marc Marshall, Ehrlich Brothers, Marc Pircher. Eine Mischung, die so oder ähnlich auch schon von Vorgänger Andy Borg präsentiert wurde. Das Publikum darf gespannt sein, wie die angekündigten Crossover-Produktionen und andere neue Elemente mit neuem Inhalt gefüllt werden. Rein optisch soll in jedem Fall der Umbruch deutlich werden: Die alte „Musikantenstadl“-Dekoration gehöre der Vergangenheit an. Francine Jordi und Alexander Mazza dürften ihre neue „Stadlshow“ in einer eigens entworfenen Deko mit „modern-gemütlichem Charakter“ moderieren.

Alle Verantwortlichen brennen auf den Neuanfang – und hoffen natürlich darauf, die immer noch verärgerten Andy-Borg-Anhänger im Boot zu behalten. „Das Interesse an volkstümlicher Musik und Schlager ist ungebrochen, die volkstümliche Musik liegt im Trend. Mit großer Leidenschaft und viel Mut zur Veränderung haben wir gemeinsam mit dem ORF und SRF ein neues Show-Konzept entwickelt“, sagt Ingmar Grundmann, Redaktionsleiter beim Bayerischen Rundfunk. Die neuen Moderatoren fiebern ihrer ersten Show entgegen: „Die ,Stadlshow‘ zu moderieren, ist eine Ehre für mich. Es ist eine große Herausforderung, auf die ich mich schon freue“, frohlockt Francine Jordi. Ihr Kollege Alexander Mazza bläst in dasselbe Horn: „Francine und ich dürfen eine Sendung fortführen, die bereits eine sehr lange und erfolgreiche Tradition hat.“