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Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein! Das Sommerdschungelcamp ist Mist, weil ...

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Sommerdschungelcamp: Darum ist „Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein“ Mist. Costa Cordalis (l.), Dustin Semmelrogge, Werner Böhm sind die Stars der ersten Folge. Foto: RTLSommerdschungelcamp: Darum ist „Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein“ Mist. Costa Cordalis (l.), Dustin Semmelrogge, Werner Böhm sind die Stars der ersten Folge. Foto: RTL

Berlin. Sommerdschungelcamp? „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!“ ist ein Wohlfühl-Talk mit Dustin Semmelrogge, Werner Böhm und Costa Cordalis. Wieso ist die Show viel schlechter ist als das echte Dschungelcamp?

„Das Sommerdschungelcamp 2015 ist schlimmer als der Dschungel“ – sagt Werner Böhm. Recht hat er. Das Sommerdschungelcamp ist Mist. Hier kommen die Gründe. (Sommerdschungelcamp: Wer sind die Kandidaten?)

1. Werner Böhm wird gefragt, wer das Sommerdschungelcamp gewinnt. Daraufhin lobt er seine Konkurrenten so gutmütig, dass Daniel Hartwich und Sonja Zietlow den mangelnden Kampfgeist veralbern. Bilder der Langeweile, die dem Kernproblem der Show geschuldet sind: Im richtigen Dschungelcamp sind zehn schräge Vögel wochenlang bei feuchtwarmen Wetter aneinandergekettet. Wenn alles richtig läuft, zanken sie spätestens an Tag 3. „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!“ setzt drei Veteranen zum kollegialen Talk ins Studio. Wie soll da der Hass entstehen, den wir alle sehen wollen?

2. Ausgerechnet der Wendler bekommt Recht! Als er nach seinem freiwilligen Abgang aus dem Dschungelcamp wieder reinwollte, hat ganz RTL gelacht. Bei „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein“ wird sein Mumpitz zum Show-Konzept.

3. Das erste Dschungelcamp wurde als menschenverachtend gebrandmarkt, weil es sich über das Scheitern von B-Stars lustig machte. Heute sitzen die angeblichen Versager im Studio und kommentieren Archivbilder ihres Dschungelauftritts wie Ex-Nationalspieler historische WM-Tore. RTL ist wortbrüchig: Hier werden Verlierer zu Helden. Drehpanne beim Sommerdschungelcamp: Michael Wendlers Bungee-Unfall

4. Beim echten Dschungelcamp hat die Regie immer nur einen Tag Zeit, um aus aktuellem Material eine Fernsehsendung zu machen, in der Geschichten erzählt, Dramaturgien entwickelt, Charaktere entfalten werden. Sportlich! „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!“ ist abgedreht, bevor die erste Show gesendet wird. Bei diesem Konserven-TV ist keine Überraschung möglich – man merkt es den unterforderten Moderatoren an. Selbst bei „Let‘s Dance“ entfaltet Hartwich mehr Biss.

5. „Promi Big Brother“ ist in seinem Kniffen, sozialen Druck zu erzeugen, ein erbärmliches Dschungelcamp-Plagiat. Und trotzdem war die zweite Staffel dank guter Kandidaten viel interessanter als die letzte von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Nun kupfert RTL bei sich selbst ab – und castet nicht mal neues Personal.

6. Sieh an! Werner Böhm hat keinen Schnurrbart mehr. Aber wer war das noch gleich? 16 Tage im Jahr kann der durschschnittliche Trash-TV-Fan sich für Kandidaten wie Costa Cordalis und Werner Böhm interessieren. Mit dem Abspann des Finales werden die Dschungelcamper jedem gesund empfindenden Menschen wieder völlig egal. Das Sommerdschungelcamp kramt sie jetzt alle wieder hervor. Wieso?

7. Dustin Hoffmann ist im ersten Dschungelcamp nur einen einzigen Tag gewesen. Was immer er beruflich macht: Das Sommerdschungelcamp scheint sein zweiter Auftritt im Fernsehen zu sein. Anders ist nicht zu erklären, wieso er wie ein aufgeregter „Dalli, Dalli“-Zuschauer Grüße in die Livekameras winkt. RTL lässt blutige Medienlaien ins offene Messer laufen. Skandal!

„Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein““ – alles zur Show auf unserer Themenseite.


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