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A Mother’s Mercy heute Abend bei Sky Game of Thrones Staffel 5 Folge 10: Wer stirbt im Finale?


Osnabrück. Mit einem Totentanz endet das nicht ganz überzeugende Finale der fünften Staffel von „Game of Thrones“. Und was viele Fans befürchtet, scheint wahr zu werden: Einer der Serienlieblinge haucht in „A Mother’s Mercy“ (Die Gnade der Mutter) sein Leben aus. Oder? Achtung: Spoiler!

Achtung: Spoiler!

Rückblick: Game of Thrones Staffel 5, Folge 9: A Dance with Dragons/Ein Tanz mit Drachen

Die letzte Folge der fünften Staffel von „Game of Thrones“ wird auf Deutsch am Montag, 29. Juni 2015, ab 21 Uhr auf Sky Atlantic HD ausgestrahlt.

Das Wichtigste vorweg:

Wer stirbt in Episode 10 „A Mother‘s Mercy“? Besser man fragt: Wer überlebt denn nun? Denn die vielen wahrscheinlichen Toten dieser Folge werden zumeist nur angedeutet.

Mit einer Ausnahme: Jon Schnee (Kit Harington). Der liegt, niedergestochen wie einst Caesar an den Iden des Märzes, blutend und mit offenen Augen im Schnee. Es waren seine Mannen, sogar Olly, die ihm in eine Falle lockten und dann hintereinander zustachen. „For the Watch!“. #jonsnowdies (Die fünf schockierendsten Momente bei „Game of Thrones“ – ohne Spoiler für Staffel 5)

Die Schwarze Festung

Kardinalfehler: Man sollte als unbeliebter Lordkommandant nicht seinen einzigen Vertrauten ziehen lassen. Doch Jon lässt Sam Tarly gehen, damit dieser ein Maester werden kann. Zusammen mit Goldy und Klein-Sam geht er nach Oldtown.

Zurück bleibt Jon. Allein und umgeben von Feinden. Das ist sein Verderben: Am Ende der Folge wird er erstochen, allen voran natürlich vom ehemaligen Lordkommandant Alliser Thorne. Aber auch von anderen, und eben dem kleinen Olly, der sich so als wahrhaft enttäuschter Fanboy entpuppt.

Doch ist Jon wirklich tot? Also wirklich wirklich? Das gilt zu bezweifeln… Auch, weil sich die Hexe Melisandre wieder in der Schwarzen Festung aufhält. Und sie, die nur Unheil brachte, wird es schon richten. Schließlich hat sie etwas in dem vermeintlichen Bastard gesehen, was nur Hexen sehen können. (Weiterlesen: Wer sind die Eltern von Jon Schnee?)

Schlacht von Winterfell

Wer stirbt? Eine Menge Soldaten. Und zwar die von Stannis. Der hat zwar seine Tochter Shireen dem „Lord des Lichts“ geopfert, doch das brachte nur Tauwetter. Ansonsten hat ihn die Hälfte seiner Mannen verlassen und gleich die Pferde mitgenommen. Ebenfalls verlassen – und zwar für immer – hat ihn seine Frau Selyse: Man findet sie erhängt im Wald. Und dann verschwindet klamm und heimlich auch noch Melisandre, die alte Opportunistin.

In die Schlacht zieht er trotzdem – und wird bitter geschlagen. Am Ende trifft er auf Brienne von Tarth. Die war ja einst, wir erinnern uns, eine glühende Anhängerin von Renly Baratheon, Stannis kleinem Bruder. Der wurde in ihren Beisein von einem Schattenwesen mit Stannis‘ Konterfei ermordet. Ergo: Brienne verurteilt Stannis zum Tode und man sieht das Schwert niedersausen. Mehr sieht man nicht. Aber wahrscheinlich ist er wirklich tot.

Merke: Wer die Tochter opfert, wird weder Vater des Jahres noch König von Westeros. (Hier geht es zur Kritik von Folge 8: der Winter kommt)

Winterfell

Wer stirbt? Ein bis drei Personen. Bevor vor den Toren die Schlacht beginnt, kann drinnen Sansa endlich eine Kerze für Brienne anzünden. Die sieht die aber nicht, weil just in dem Moment die Kämpfe mit Stannis beginnen. Sansa will fliehen, trifft aber auf Ramsays Psychobraut Miranda, die sich ihr mit Pfeil und Bogen und Reek an ihrer Seite in den Weg stellt, dann aber den Fehler aller Bösewichte begeht: Anstatt zu handeln, erzählt sie lang und breit, was sie und Ramsay für Abscheulichkeiten mit Sansa vorhaben. Am Ende wird das sogar Reek zu viel, der Miranda über die Brüstung stürzt. Damit wird Reek wohl wieder zu Theon und er und Sansa fliehen – mit einem Sprung von den Zinnen von Winterfell. Ob sie das überleben? Bestimmt. In Staffel 6 wird man es sehen. Hoffentlich darf Sansa dann endlich aus ihrer ewigen Opferrolle ausbrechen. Zu wünschen wäre es ihr – und uns. (Lesen Sie auch unsere Kritik zu Folge 7: Hinter Gittern)

Braavos

Wer stirbt? Ein Bösewicht und Niemand. Arya soll eigentlich den Kaufmann umbringen, tötet aber lieber den – auch noch pädophilen und kinderschlagenden – Meryn Trant. Der hatte damals (Staffel 1) ihren Fechtmeister getötet und war auf ihrer Liste. Arya, die ja eigentlich „Niemand“ sein soll, bekennt sich lauthals als „Ich bin Arya Stark“ vor dem Sterbenden. Das sorgt für Unmut im Haus von Schwarz und Weiß.

„Ein Toter kann nur durch einen Toten ersetzt werden“, sagt Jaqen H’ghar und nähert sich dem Mädchen mit einer Ampulle. Schon befürchtet man, er wolle Arya vergiften. Doch er nimmt selbst das Gift. Tot ist er natürlich nicht: Seine Leiche hat viele Gesichter und die eben noch trauernde und jetzt fassungslose Arya verliert ihr Augenlicht. Strafe muss sein.

Dorne

Wer stirbt? Myrcella. Vielleicht. Der Abschied am Kai vor der Fahrt nach Königsmund wirkt noch harmonisch, doch man sollte keine Sand-Schlange küssen. Myrcella tut es, nämlich Ellaria. Doch in Dorne gibt es ja dieses Gift, von dem schon Bronn einst kostete: Es tötet schnell, wenn man das Gegengift nicht bei sich hat.

Ganz so schnell geht es bei Myrcella nicht: Erst einmal hat sie ein vertrautes Gespräch mit ihrem „Onkel“ Jaime, in dem sie ihm sagt, dass sie „es“ weiß. Man hält sich in den Armen, hat sich lieb. Das ist natürlich zuviel Glück für die Welt von „Game of Thrones“: Myrcella beginnt, aus der Nase zu bluten, während am Kai die Sand-Snakes dem Boot hinterherschauen und Ellaria ein Gegengift schluckt.

Königsmund

Wer stirbt? Cerseis Stolz, fürs Erste. Die Königsmutter gesteht einige ihrer Untaten, allerdings nicht den Inzest. Zur Strafe muss sie erst einmal nackt und mit kurzen Haaren durch die Straßen der Stadt ziehen. Sie wird bespuckt, verletzt, mit Kot beworfen und ist am Ende am Weinen.

Im Schloss angekommen gibt es jedoch einen Lichtblick: Ihr persönlicher Dr. Frankenstein alias Qyburn stellt ihr den neuen Ritter der Königswache vor: Ser Robert Strong. Der will schweigen, bis er alle Feinde Cerseis getötet hat. Kenner wissen: Es ist natürlich der wiedererweckte „Berg“ Gregor Clegane. Nicht nur die Weißen Wanderer können also Zombie.

Meereen

Wer stirbt? Mal keiner. Doch die Stadt steht vor dem Bürgerkrieg und Daenerys ist mit ihrem Drachen Drogon gen Norden ausgeflogen. Was tun? Ser Jorah Mormont und Daario machen sich auf die Suche nach der Drachenmutter, während Tyrion, Missandei und Grauer Wurm die Stellung in der Stadt halten. (Warum „Game of Thrones“ Mist ist – Zehn Beweise)

Dann der Lichtblick der Folge: Varys trifft ein. Das lässt Gutes erhoffen, besonders für Meereen: Königsmund ging es in der gesamten Serie nie besser als zu der Zeit, als Tyrion und Varys für Ordnung sorgten.

In der Steppe von Essos

Teenie Drogon grummelt und will schlafen, Drachenmutter Daenerys nach Meereen. Wer setzt sich durch? Das Pubertier. Daenerys zieht darauf alleine los um Essen zu holen – und trifft auf alte Bekannte aus der ersten Staffel: die Dothraki. Sie umzingeln sie und es sieht so aus, als wäre die Herrscherin ohne Armee und Drachenmutter ohne willige Drachen genau da, wo sie in der ersten Folge der ersten Staffel auch schon war, nämlich dem wilden Reitervolk ausgeliefert. (Weiterlesen: Die Kunstsprache der Dothraki in „Game of Thrones“)

Fazit von Folge 10 „A Mother‘s Mercy“

Puh, das war also das Finale der 5. Staffel von „Game of Thrones“. Nun ja, es war, gelinde gesagt, durchwachsen. Wie die gesamte Staffel. Alles musste irgendwie schnell angehakt werden, damit es in Zukunft weitergehen kann. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht in einer Staffel gleich zwei Bücher (mehr oder weniger) zu verfilmen.

Man könnte auch sagen, dass Folge 10 die Quintessenz der gesamten Staffel 5 war, sprich: Eine Folge voller Cliffhanger in einer Übergangsstaffel, die in der nächsten Season (hoffentlich) auf größeres hinarbeitet.


Die US-Serie „Game of Thrones“ wird von David Benioff und D. B. Weiss für den US-Kabelsender HBO produziert. Die Erstausstrahlung der ersten Staffel bei HBO war am 17. April 2011. Ab 1. April 2012 folgte die Ausstrahlung der zweiten Staffel, ab 31. März 2013 die Ausstrahlung der dritten Staffel, am 6. April die der vierten.

Zusehen ist die fünfte Staffel seit dem 12. April 2015 in den USA wöchentlich Sonntagsabends auf HBO - in Deutschland werden die - noch unsynchronisierten - Folgen in der Nacht zu Montag als Live-Stream gegen 4 Uhr bei Sky gezeigt, ab 8 Uhr dann regulär bei Sky. Die deutsche Version wird ab dem 27. April jeweils montags um 21 Uhr auf Sky verfügbar sein.

George R. R. Martin publizierte den ersten Roman seiner Reihe „A Song of Ice and Fire“ mit dem Titel „A Game of Thrones“ 1996, der zweite Band „A Clash of Kings“ folgte 1998, der dritte Band „A Storm of Swords“ 2000, der vierte Teil „A Feast of Crows“ folgte 2005. Der bisher letzte Roman „A Dance with Dragons“ erschien 2011.

Die fünfte TV-Staffel „Game of Thrones“ greift Elemente aus gleich zwei der Romane aus der Reihe von George R.R. Martin auf: „A Feast for Crows“ (deutsch: „Zeit der Krähen“ und „Die dunkle Königin“) und „A Dance with Dragons“ (deutsch: „Der Sohn des Greifen“ und „Ein Tanz mit Drachen“).

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