Nur 8,52 Millionen Zuschauer Maue Quote für mäßigen „Tatort“ aus Bremen

Von Joachim Schmitz

Die Bremer Kommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) kamen am Sonntagabend nur auf achteinhalb Millionen Zuschauer. Foto: Radio Bremen/Jörg LandsbergDie Bremer Kommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) kamen am Sonntagabend nur auf achteinhalb Millionen Zuschauer. Foto: Radio Bremen/Jörg Landsberg

Osnabrück. Die Bremer „Tatort“-Folge „Wer Wind erntet, sät Sturm“ hat am Sonntagabend eine überraschend maue Quote erzielt: Nur 8,52 Millionen Zuschauer schalteten ein.

Dies entsprach einem Marktanteil von 28,2 Prozent. Obwohl die Folge vom Ansatz her das Zeug gehabt hätte, eine Diskussion um die Auswirkungen der immer zahlreicheren Offshore-Windparks auszulösen, hatten offenbar die vielen mäßigen Kritiken so manchen „Tatort“-Fan vom Einschalten abgehalten.

Hier geht es zu unserer Kritik zum Bremer „Tatort“:

Dennoch reichte es zum deutlichen Tagessieg an einem Sonntag, an dem traditionsgemäß die ARD die meisten Zuschauer vor den Fernseher lockte. So belegte das Erste mit der „Tagesschau“ (6,06 Millionen; 23,6 Prozent) und Günther Jauchs Talk zum möglichen Grexit (5.02 Millionen; 18,8 Prozent) auch die Plätze zwei und drei in der Tageswertung.

Bei Radio Bremen dürfte die Quote des Öko-Krimis um Offshore-Windparks aber wohl niemanden so richtig zufriedenstellen. Nicht nur, dass die Folge glatte viereinhalb Millionen Zuschauer weniger verzeichnete als vor 14 Tagen „Erkläre Chimäre“ aus Münster – auch im Vergleich mit den eigenen Produktionen schnitt „Wer Wind erntet, sät Sturm“ enttäuschend ab. So hatte das Familiendrama „Die Wiederkehr“ am 15. März dieses Jahres noch über zwei Millionen Zuschauer mehr (10,61 Millionen) interessiert. Und auch die vorletzte Folge „Alle meine Jungs“ am 18. Mai vergangenen Jahres schnitt mit 9,70 Millionen Zuschauern deutlich besser ab.

Erstaunlich allerdings, dass trotz so unterschiedlicher Zuschauerzahlen der Marktanteil vergleichsweise stabil blieb: Nach 28,4 Prozent für „Alle meine Jungs“ und 28,9 Prozent für „Die Wiederkehr“ waren es diesmal 28,2 Prozent.

Der Bremer „Tatort“ konnte am Sonntagabend auf jeden Fall nicht vom vergleichsweise unattraktiven Konkurrenzprogramm profitieren. So verzeichnete „Svens Vermächtnis“ aus der „Inga Lindström“-Reihe im ZDF mit 4,46 Millionen Zuschauern (14,8 Prozent) sogar eine schwächere Quote als das nachfolgende „heute-journal“ (4,72 Millionen; 16,2 Prozent). Maue Zahlen gab es auch es auch für die US-Filme bei RTL, Pro Sieben und Sat1.

Der „Tatort“ steuert nun langsam auf seine Sommerpause zu: Vor der langen Zeit der Wiederholungen gibt es noch zwei Erstausstrahlungen – am kommenden Sonntag die Stuttgarter Folge „Der Inder“ mit Richy Müller und Felix Klare.