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Wer ist als Erster raus? Let’s Dance 2015: Matthias vor Minh Khai und Hans – Vorsprung durch Technik

Von Elke Schröder


Osnabrück. Drei talentierte Finalisten, drei Sympathieträger: Matthias Steiner kann aber heute (20.15 Uhr) mit seinem humorvollen Quickstep in der RTL-Tanzshow „Let‘s Dance“ an der Konkurrenz vorbeiziehen: Er hat viele Fans, das hat er schon bewiesen.

Sein Weg ins Finale: Der 32-jährige ehemalige Gewichtheber und Olympia-Sieger (2008) Matthias Steiner ist schon jetzt ein „Dancing Star der Herzen“ in der RTL-Tanzshow: Er hat sich aus dem Tief der Viertelfinalshow ins Finale getanzt. Die Zuschauer hatten ihn und seine Profitanzpartnerin Ekaterina Leonova mit ihren Telefonanrufen vor dem Aus gerettet. (Weiterlesen: Formtief im Viertelfinale – „Michael Hull sagt: Einspruch, Herr Llambi!“)

Seine zweite Chance im Halbfinale hat Steiner optimal genutzt: Mit seinem Contemporary über den Verlust eines geliebten Menschen , rührte er das Publikum zu Tränen. Ein Showmoment, den man so nicht wiederholen kann – auch tänzerisch ein Höhepunkt der Staffel. Steiner überzeugt seit der ersten Show mit seiner guten Haltung in den Standardtänzen, mit seiner Technik und vor allem mit seinem Spaß beim Tanzen . Ein Vorsprung, der auf den letzten Metern der Show – vor allem im Duell mit Minh Khai Phan-Thi – entscheidend sein könnte.

Seine Tänze im Finale: Steiner und Leonova zeigen als Lieblingstanz den Quickstep zu einem Cover von „I Wanna Be Like You“ von Robbie Williams feat. Olly Murs. Eine kluge Wahl, ein klarer Vorteil! Denn: Die Überraschung des „Comebacks“ von Steiner im Halbfinale, dieses Ass hat er ja nun nicht mehr im Ärmel. Der humorvoll choreografierte Quickstep war sein tänzerischer Durchbruch als Komödiant. Es gab 27 Punkte von der Jury und stehende Ovationen.

Die Jury hat sich für das Tanzpaar eine Salsa zu „Jump In The Line (Shake Senora)“ von Harry Belafonte gewünscht. Vorsicht: Risiko! Hier will die Jury eine starke Entwicklung sehen! In der sechsten Show gab es für diesen Tanz nur 13 Punkte, Motsi Mabuse sagte: „Für mich war es zu wenig Dynamik. Wenn du standest, hast du dich sehr schön bewegt. Wenn du aber mit deiner Tanzpartnerin getanzt hast, war es wie eine Eismaschine.“ Schafft es Steiner in die letzte Runde des Finales, würde er mit seiner Tanzpartnerin einem Freestyle zu einem Andreas-Gabalier-Medley zeigen.

So schätzt Ex-„Let’s Dance“-Juror Michael Hull seine Chancen ein: „Bei Matthias könnte seine Stärke, sein Verständnis der Tanz-Technik und seine Art, diese auf dem Parkett auszulegen, von Vorteil sein.“

Fazit: Seinen ganz großen Moment hat Matthias Steiner im Halbfinale bereits gehabt. Nun muss er diesem noch die Krone aufsetzen. Auf der Grundlage von guter Technik und Humor könnte er noch einmal überraschen und sich zumindest in der Vorrunde gegen Konkurrentin Minh Khai Phan-Thi durchsetzen. Den Rest müssen dann die Fans erledigen...

Weiterlesen: Mehr zu den Chancen und den Tänzen der Konkurrenten Hans Sarpei und Minh-Khai Phan-Thi . Hier zieht Ex-“Let‘s Dance“-Juror Michael Hull seine Staffel-Bilanz .

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