„Mein Mann und seine Kinder“ Sehenswerte ARD-Doku porträtiert zwei Patchworkfamilien

Eine der beiden Patchworkfamilien: Natalie (32), Georgios P. (38) und sein Sohn. Sie ist die Stiefmutter ohne eigene Kinder. Foto: WDR/Filmreif TVEine der beiden Patchworkfamilien: Natalie (32), Georgios P. (38) und sein Sohn. Sie ist die Stiefmutter ohne eigene Kinder. Foto: WDR/Filmreif TV

Osnabrück. Die sehr sehenswerte Dokumentation „Mein Mann und seine Kinder“ (ARD, Sonntag, 17.20 Uhr) porträtiert zwei Patchworkfamilien aus Sicht der Frauen.

Vor 30 Jahren besaß das Phänomen der Patchworkfamilien noch relativen Seltenheitswert. Vielleicht auch deshalb wurde Mitte der 1980er-Jahre die Serie „Ich heirate eine Familie“ zum Publikumsmagneten. Heute sind Familiengeflechte mit Kindern aus unterschiedlichen Partnerschaften völlig normal. Einfacher wird deren Alltag trotzdem nicht.

Regina Milde und Julia Geyer beobachten für ihre sehr sehenswerte Alltagsreportage „Mein Mann und seine Kinder“ zwei Patchworkfamilien aus der Perspektive der Frauen. Und treffen dabei auf zwei höchst unterschiedliche Charaktere, die einen Blick auf eine große Bandbreite der Gefühlslagen von Stiefmüttern – Pardon: „Bonusmamas“ ermöglichen.

Häufig ist die Rede von Herausforderungen, von Verantwortung und hohen Anforderungen der Frauen an sich selbst. Aber auch Emotionen wie beispielsweise eine Art Eifersucht auf die Kinder des Partners werden offen und ehrlich ausgesprochen. Doch im Zentrum der Dokumentation, in der natürlich auch die Partner und Kinder mit ihren Wahrnehmungen zu Wort kommen, dreht sich alles um die ständige Herausforderung, den Alltag mit den Kindern des Partners zu teilen – und sei es „nur“ an den Wochenenden oder in den Ferien.


Mein Mann und seine Kinder, ARD, Sonntag, 10. Mai, 17.20 Uhr

Wertung: 5 von 6 Sternen


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