Abkehr vom Bügelfernsehen Weniger Schmonzette: „Uta Danella – Lisa schwimmt sich frei“ im Ersten

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Lisa (Suzan Anbeh, rechts) zeigt ihrer Mutter Elke (Gaby Dohm) die lange Strecke, die sie schwimmend zurückgelegt hat. Foto: ARD Degeto/Erika HauriLisa (Suzan Anbeh, rechts) zeigt ihrer Mutter Elke (Gaby Dohm) die lange Strecke, die sie schwimmend zurückgelegt hat. Foto: ARD Degeto/Erika Hauri

Osnabrück. Uta Danella steht noch als Marke mit im Titel, doch „Lisa schwimmt sich frei“ meidet weitgehend Kitsch und Schmonzette. Ein Freitagabendfilm der neueren Art am 27. März um 20.15 Uhr in der ARD.

Weniger Schmonzette, offeneres Ende. Das „Bügelfernsehen“ am Freitagabend erfindet sich neu. Bekam vor nicht allzu langer Zeit am Schluss jeder Topf sein Deckelchen, trauen sich die Macher auf diesem Sendeplatz jetzt mehr. Kein glatt gebügelter Kitsch mit immer gleichen Dialogen, sondern durchaus glaubhafte Konflikte prägen das Bild. Eine komplette Kehrtwendung ist das zwar noch nicht, doch immerhin eine gemächliche Abkehr von bekannten Stereotypen. Der Name Utta Danella wird noch als Zugpferd genutzt, die Geschichten aber stammen von anderen Autoren.

Wie in diesem Fall von Marcus Hertneck. Der lässt seine Hauptfigur Lisa im doppelten Sinne freischwimmen. Nicht nur den Starnberger See, die pittoreske Kulisse des Films, will die alleinerziehende Mutter bezwingen. Auch von ihren beiden Männern löst sich die Landschaftsarchitektin mit finanziellen Problemen schlussendlich. Der eine ist ein guter Freund, der eigentlich mehr will, der andere ihr Ex-Freund und Vater ihrer Kinder, der vor Jahren einfach verschwand und jetzt wieder auf der Matte steht.

Als „romantische Komödie“ verortet das Presseheft den Film. Man könnte ihn auch als eine Emanzipationsgeschichte in Zartrosa charakterisieren.Passt übrigens auch gut zur neuen Linie am Freitagabend im Ersten.


Wertung: 4 von 6 Sternen,

Utta Danella: Lisa schwimmt sich frei - ARD, 20.15 Uhr, Fr., 27. März.


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