Comeback für Maria Furtwängler „Tatort“ heute aus Niedersachsen: „Der sanfte Tod“

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Osnabrück. Der „Tatort“ kommt heute aus Niedersachsen: „Der sanfte Tod“ führt Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) in den „Schweinegürtel“.

Da ist sie ja wieder! Exakt zwei Jahre lang gab es keinen „Tatort“-Auftritt von Maria Furtwängler als niedersächsische LKA-Ermittlerin Charlotte Lindholm – im Dezember 2012 verabschiedete sie sich mit der spektakulären Doppelfolge „Wegwerfmädchen“ und „Das goldene Band“ aus dem ARD-Sonntagskrimi. (Was Sie zur aktuellen Tatort-Folge wissen müssen ››)

Im Presseheft des NDR begründete Maria Furtwängler ihre lange Auszeit: „Wir hatten uns vorgenommen, etwas Humorvolles zu entwickeln, aber die Ergebnisse stellten uns nicht zufrieden. NDR-Fernsehspielchef Christian Ganderath und ich waren uns einig, dass wir die Figur ruhen lassen, bis ein geeigneter Stoff gefunden ist.“ Gleichzeitig stellte die Schauspielerin aber auch klar: „Ich liebe diese Rolle, ich will sie auf keinen Fall aus meinem Leben streichen.“ Den Worten hat sie nun Fakten Folgen lassen: Am Freitag vermeldete die „Bild“-Zeitung, dass Maria Furtwängler ihren „Tatort“-Vertrag für mindestens drei weitere Folgen verlängert habe. Die nächste, ihr 23. Fall, werde ab April kommenden Jahres gedreht. Noch eine zweijährige Pause werde es nicht geben, betonte die Schauspielerin.

Der 22. Lindholm-„Tatort“führt die Kommissarin nun in den niedersächsischen „Schweinegürtel“führt die Kommissarin nun in den niedersächsischen „Schweinegürtel“ – es wird zwar kein Ort namentlich erwähnt, die Fahrzeuge aber haben allesamt Cloppenburger Kennzeichen. Dort wird der Chauffeur des mächtigen Fleischfabrikanten Jan-Peter Landmann (Heino Ferch) erschossen, kurz nachdem er mit seinem Chef die Plätze im Wagen getauscht hat. Der Schweinebaron aber scheint sich kaum um sein eigenes Leben zu sorgen, vielmehr macht er der Kommissarin schöne Augen. Und im Fernsehsessel könnte man zeitweilig meinen, im Herzkino des ZDF statt im „Tatort“ gelandet zu sein.

Alexander Adolph, Erfinder so großartiger Krimireihen wie „Unter Verdacht“ und „München Mord“ , hat einen sonderbaren Krimi inszeniert. Nicht besonders spannend, nicht sonderlich amüsant und am Ende für viele Zuschauer wohl eher irritierend als befriedigend.

Alexander Adolph verzichtet auf Bilder gequälter Kreaturen in der Massentierhaltung, überlässt vieles der Fantasie des Zuschauers. Er zeigt den Fleischbaron Landmann als Chef von 450 Mitarbeitern und über 2000 Werkvertragsarbeitern, der dennoch von einem „Familienunternehmen“ spricht. Und ganz gleich, ob es um die heile Welt in der Werbung, die erbärmliche Unterbringung von Werkvertragsarbeitern oder Sätze wie „Der Asiat knuppert gerne an Schweinefüßen“ oder „Der Afrikaner liebt den deutschen Schweinebauch“ geht – vieles ist ganz genau so wie im wirklichen Leben.


Tatort: Der sanfte Tod - ARD, Sonntag, 7. Dezember, 20.15 Uhr

Wertung: 3 von 6 Sternen


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