Polizeiseelsorgerin im ZDF Dritter Fall für Veronica Ferres als Lena Fauch

Von Frank Jürgens

Schwierige Situation: Martha (Sylvana Krappatsch, links) lässt mit Lenas (Veronica Ferres) Hilfe ihrem Schmerz freien Lauf. Foto: Barbara BauriedlSchwierige Situation: Martha (Sylvana Krappatsch, links) lässt mit Lenas (Veronica Ferres) Hilfe ihrem Schmerz freien Lauf. Foto: Barbara Bauriedl

Osnabrück. In ihrem dritten Film als „Lena Fauch“ (ZDF, Montag, 20.15 Uhr) kümmert sich Veronica Ferres um einen Vater, der zwischen „Vergebung oder Rache“ steht.

Eine junge Frau wurde vergewaltigt und ermordet. Der überführte Täter ist geständig. Die am Boden zerstörten Eltern der Toten hoffen auf ein schnelles Ende des Verfahrens. Bei der Verhandlung dann der erste Schock: Der mutmaßliche Täter zieht sein Geständnis zurück. Schock Nummer zwei lässt nicht lange auf sich warten. Wegen eines Verfahrensfehlers ist das Geständnis ungültig. Der Verdächtige muss aus Mangel an weiteren Beweisen in dubio pro reo auf freien Fuß gesetzt werden. Kein leichtes Spiel für Polizeiseelsorgerin Lena Fauch ( Veronica Ferres ), die sich um Frank und Martha Weingartner (Felix Vörtler und Sylvana Krappatsch), die Eltern der Ermordeten, kümmert.

„Die Amerikaner machen’s richtig“, gibt Vater Frank gleich zu Beginn dieser dritten Episode „Lena Fauch“ die thematische Richtung vor. „Die haben für so was die Todesstrafe.“ Gerät das Opfer aufgrund der Umstände etwa in eine Täterrolle? Johannes Fabrick (Buch und Regie) macht es seinen Zuschauern auch sonst nicht leicht. Vor allem das zunächst unglaubwürdig verlaufende, dann jeden Gerechtigkeitssinn unzufriedenstellende Ende verlangt dem Publikum einiges an Stärke ab. Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch konsequent und gut so.


Lena Fauch – Vergebung oder Rache - ZDF, Montag, 1. Dezember, 20.15 Uhr

Wertung: 5 von 6 Sternen