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Mit Wotan Wilke Möhring „Tatort“ heute aus Oldenburg: „Die Feigheit des Löwen“

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Osnabrück. Der „Tatort“ kommt heute aus Oldenburg: „Die Feigheit des Löwen“ ist ein bärenstarker Krimi mit Wotan Wilke Möhring und Petra Schmidt-Schaller.

Ein junger Syrer wird von der Polizei kontrolliert, er zieht ein Messer, bedroht die Beamten – und wird erschossen. Doch der Mann war nicht allein: In seinem Wagen sitzt eine völlig traumatisierte Frau, im Kofferraum liegen ein totes Mädchen und ihr – lebender – Bruder. Eigentlich sind die Bundespolizisten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) nach Oldenburg gekommen, um einem Schleuser und Passfälscher das Handwerk zu legen – doch ganz schnell sehen sie sich mit Verbrechen und (Flüchtlings-)
Tragödien ganz anderen Kalibers konfrontiert. (Welche beiden „Homeland“-Stars spielen heute im „Tatort“ mit? Was ist Billstedter Milch? Was der Bolustod? Weiterlesen in unseren „Tatort“-Fakten.)

„Die Feigheit des Löwen“ ist nicht gerade unkompliziert, und doch ist Autor Friedrich Ani und Regisseur Marvin Kren ein Klassekrimi mit brisanter Thematik gelungen, der zeigt, dass der Bürgerkrieg in Syrien längst seinen Weg zu uns gefunden hat. Musik, Kamera, Schnitt, Licht – alles, was einen guten Film ausmacht, hat dieser „Tatort“ zu bieten. Und dazu ein starkes Ermittlerteam, das nicht nur miteinander arbeitet, sondern auch säuft und im Bett landet.

Zudem gibt es noch eine Entdeckung: Der kleine Mert Dincer spielt den Flüchtlingsjungen Ali so hinreißend, dass es etlichen Zuschauern das Herz zerreißen wird.

Bislang sind die „Tatorte“ mit diesem Ermittlerteam eine echte Erfolgsgeschichte für den NDR. Zehn Millionen Zuschauer und mehr versammelten sich bei den ersten drei Fällen vor dem Bildschirm - und es würde schon sehr verwundern, wenn „Die Feigheit des Löwen“ weniger Fans interessiert. Vielmehr hat der „Tatort“ mit ebenso eigenwilligen wie sympathischen Bundespolizisten das Potenzial, sich in der Spitzengruppe zu etablieren und den NDR mit seinen vier Teams endgültig zum Top-„Tatort“-Sender zu machen. Nächsten Sonntag gibt es schon wieder einen Fall aus dem Norden, der mit hoher Wahrscheinlichkeit Fans im zweistelligen Millionenbereich vor die Glotze locken dürfte: Maria Furtwängler ermittelt als Charlotte Lindholm in „Der sanfte Tod“. Der Krimi führt sie in den Schweinegürtel Niedersachsens.

Niedersachsen ist also gerade schwer en vogue im „Tatort“. Langeoog, Wilhelmshaven, Oldenburg – nach diesen Stationen könnte man meinen, die Bundespolizisten Lorenz und Falke müssten über kurz oder lang in Papenburg, Meppen, Nordhorn oder Osnabrück aufschlagen. Doch weit gefehlt. Mit dem nächsten Fall kriegen sie die „falsche“ Kurve - in Richtung Salzgitter. „Verbrannt“ ist der Arbeitstitel der fünften Folge mit Lorenz und Falke, gedreht wird seit dem 4. November und noch bis zum 3. Dezember in Salzgitter und Hamburg. Regie führt diesmal Thomas Stuber, das Drehbuch schrieb Grimme-Preisträger Stefan Kolditz („Unsere Mütter, unsere Väter“). Ob und wann es die beiden auch mal ins Osnabrücker Land, das Emsland oder die Grafschaft Bentheim verschlägt, ist nach Angaben eines NDR-Sprechers ungewiss.


Tatort: Die Feigheit des Löwen - ARD, Sonntag, 30. November, 20.15 Uhr

Wertung: 6 von 6 Sternen


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