Sehenswerte Dokumentation Arte zeigt, wie Forscher zu neuen Erkenntnissen gelangen

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Wissenschaftler vermuten, dass durch den Verzehr von Buschfleisch sowohl HIV als auch das Ebola-Virus vom Tier auf den Menschen überspringen konnte. Foto: ZDFWissenschaftler vermuten, dass durch den Verzehr von Buschfleisch sowohl HIV als auch das Ebola-Virus vom Tier auf den Menschen überspringen konnte. Foto: ZDF

Osnabrück. Sehenswert zeigt Carl Gierstorfer, wie Forscher zu neuen Erkenntnissen zu gelangen in „Aids Erbe der Kolonialzeit“, Freitag, 28. November, 21.50 Uhr, Arte.

Wie gehen Wissenschaftler an ihre Arbeit heran? Welche Fragen treiben sie um? Wie finden sie, was sie suchen? Diesen Fragen geht Carl Gierstorfer in seiner sehr sehenswerten Dokumentation nach. Er beantwortet sie anhand der Forschung zum Ursprung des HI-Virus . Auf dessen Spur begeben sich Forscher aus der ganzen Welt. Sie wollen die Wege der Verbreitung auch herausfinden, um künftigen Pandemien begegnen zu können. Denn es wird immer wieder neue Viren geben, die tödliche Krankheiten verursachen.

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Am Anfang der 52 Minuten fällt einer der entscheidenden Sätze: Alle, die an der Krankheit leiden, sind miteinander verbunden: über Sex, Spritzen, Bluttransfusionen. Wo aber hat Aids seinen Ursprung gehabt, und welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen? Gierstorfer, der bereits für einige seiner Filme ausgezeichnet wurde, begleitet Wissenschaftler auf ihrem Weg, Antworten zu finden. Dabei zeigt sich, wie mühsam Forschung ist. Wie oft Wissenschaftler in einer Sackgasse landen, nachdem sie monate- oder sogar jahrelang einer ersten Idee gefolgt sind. Es wird deutlich, warum Wissenschaft so teuer ist. Es wird klar, warum es so wichtig ist, ständig Daten zu sammeln. Denn selbst kleine Details könnten eines Tages wichtig sein, um der Heilung einer Krankheit näher zu kommen. Klar wird aber auch, wie langweilig Forschung vor dem erhellenden Moment sein kann.

Wertung: 5 von 6 Sternen

Freitag, 28. November, 21.50 Uhr, Arte


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