Do., 27.11., ARD, 20.15 Uhr Neuer Fall für Kommissar Dupin

Von Tobias Sunderdiek

Dupin (Pasquale Aleardi) fragt sich, was Maela (Lucie Heinze) vor ihm verbirgt. Foto: ARD Degeto/Wolfgang EnnenbachDupin (Pasquale Aleardi) fragt sich, was Maela (Lucie Heinze) vor ihm verbirgt. Foto: ARD Degeto/Wolfgang Ennenbach

Osnabrück. Bestsellerheld „Kommissar Dupin“ ermittelt am Donnerstag, 27.11., in der ARD inmitten der „Bretonischen Brandung“. Es gilt, einen dreifachen Mord aufzuklären.

Drei Leichen sind nicht nur ein unschöner Anblick. Sie geben auch Rätsel auf. Vor allem, wenn ein Arzt herausfindet, dass es sich dabei nicht um Opfer einer verunglückten Segeltour handelt, sondern um Ermordete. Wie gut, dass Kommissar Dupin ermittelt. So zumindest beginnt die zweite ARD-Verfilmung eines Romans von Jean-Luc Bannalec , der seine Lokalkrimis in der Bretagne spielen lässt und damit in die gleiche Kerbe schlägt, wie es etwa die Amerikanerin Donna Leon für Venedig oder die Deutsche Christiane Sadlo als „Inga Lindström“ mit ihren in Schweden spielenden Kitschgeschichten tut.

Auch hinter „Bannalec“ soll der deutsche Verleger Jörg Bong stecken, was dieser jedoch weder bestätigt noch leugnet. Wie auch immer: Trotz attraktiver Drehorte am Atlantik wirkt diese Verfilmung nicht authentisch, sondern eher „typisch deutsch“. Also eher wie jene Dutzend-Krimis, die eher Entspannung als Spannung suchen: mit einem Helden (fast) ohne Ecken und Kanten, tausendfach gehörten Dialogen sowie einer klassischen „Wer war es“-Dramaturgie. So gilt: Statt der im Titel versprochenen nach Sturm klingenden „Bretonischen Brandung“ herrscht hier eher ein durchschnittliches laues TV-Lüftchen. Dommage.


Wertung: 3 von 6 Sternen