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Tatort Stuttgart Tatort: Top-Quote für Richy Müller aus Stuttgart

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Berlin. Im „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ tötet Richy Müllers Stuttgarter Kommissar Thorsten Lannert einen Geiselnehmer. Wie war die Quote? Und in welchem Bundesland ist der „finale Rettungsschuss“ erlaubt?

Durfte Kommissar Lannert (Richy Müller) einen Geiselnehmer erschießen? Was der „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ taugt, lesen Sie in unserer Kritik. Alles über den „finalen Todesschuss“ und kuriose Fakten zum Hauptdarsteller finden Sie hier.

Top-Quote für den „Tatort“ aus Stuttgart

Am Sonntagabend war der Stuttgarter „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ unschlagbar. Mit 10,41 Millionen Zuschauern und einem spektakulären Marktanteil von 29 Prozent holte er den Tagessieg – und den besten Wert der 15 Fälle der Stuttgarter Ermittler Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare). Die zwei gehören zu den Kommissaren mit wechselhaften Quoten. Ihr erster Fall erreichte im März 2008 7,9 Millionen Zuschauer. Mit 7 Millionen und dann 7,88 Millionen ging es weiter. Werte um die acht Millionen bleiben typisch für Lannert und Bootz; ihr letzter „Tatort: Freigang“ rutschte im Juni dieses Jahres allerdings auf den Tiefstwert von 6,14 Millionen. Über zehn Millionen Fans hatten die Stuttgarter bislang erst einmal erreicht: Im Sommer 2013 lief ihr „Tatort: Spiel auf Zeit“ vor 10,23 Millionen. Die Rekordmarke ist eingestellt.

Wie alt ist Richy Müller, der heute im „Tatort“ tötet?

Kaum zu glauben, aber Richy Müller wird im nächsten Jahr 60. „Tatort“ und Porsche sind nicht alles: Richy Müller im Interview

Heute heißt „Tatort“-Ermittler Müller Richy, wie heißt er wirklich?

Getauft wurde Richy Müller auf den Namen Hans-Jürgen. Richy nennt er sich erst seit 1979. Weil er mit der Figur des obdachlosen Jugendlichen Richy im Dreiteiler „Die große Flatter“ als Schauspieler bekannt geworden war, hat er den Rollennamen zu seinem eigenen gemacht.

„Tatort“-Ermittler mit Porsche

Wie seine Figur Kommissar Lannert ist Richy Müller Porsche-Liebhaber. Als Motorsportler ist Müller in den vergangenen Jahren mehrfach beim Porsche Cup angetreten.

Gewaltdelikt des „Tatort“-Ermittlers?

Richy Müller ist von der Bochumer Schauspielschule geflogen. Wie er sagt, weil einen Lehrer „weggeschubst“ hat, der sich einer Kommilitonin gegenüber ungerecht Verhalten habe.

Richy Müller: Heute Kommissar, gestern Geiselnehmer

Heute beendet Richy Müller im „Tatort“ eine Geiselnahme mit der Schusswaffe. Erst im Mai war er in dem ARD-Film „Ein todsicherer Plan“ selbst als Hintergrund zu sehen. Hier geht‘s zur Kritik.

Der wievielte „Tatort“ läuft heute?

Der heutige „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ ist Fall Nummer 923 in der „Tatort“- Reihe und der 15. für Kommissar Thorsten Lannert. Richy Müller tut seit 2008 Dienst in Stuttgart – als Nachfolger von Kommissar Bienzle, dessen schwäbische Gemütlichkeit er beendete. Lannert ist laut Drehbuch aus Hamburg nach Stuttgart versetzt worden, weil er dort als verdeckter Ermittler aufgeflogen war, was angeschossen und Frau und Tochter verlor. (Weiterlesen: Vergangene Woche wurde „Tatort“-Kommissar Stark angeschossen. Lebt er? Ein Web-Video gibt Auskunft.)

Heute tötet der „Tatort“-Kommissar – zu Recht?

Im „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ geht es heute um die Rechtmäßigkeit von Polizeigewalt. Der „finale Rettungsschuss“, mit dem Polizisten einen Geiselnehmer oder Amokläufer töten dürfen, ist in den meisten Ländergesetzen verankert. Er darf nur angewendet werden, wenn er das einzige Mittel ist, um Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der körperlichen Unversehrtheit abzuwenden. Seit 1973 haben 13 von 16 Ländern das Konzept in ihre Polizeigesetze übernommen –- darunter ist neben Baden-Württemberg, wo Kommissar Lannert heute im „Tatort“ ermittelt, auch Niedersachsen.

Müssen Polizisten töten?

Bremen weicht von der in den meisten Ländern gültigen Regelung zum „finalen Rettungssschuss“ ab, indem er hier ausdrücklich nicht von Vorgesetzten angeordnet werden darf. Die Polizeigesetze von Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kennen den „finalen Rettungsschuss“ nicht. Hier greifen im Fall polizeilicher Todesschüsse Notwehr- und Notstandsregelungen.

Vor 40 Jahren: 1. „finaler Rettungsschuss“

Der erste „finale Rettungsschuss“ der deutschen Kriminalgeschichte tötete am 18. April 1974 einen Bankräuber und Geiselnehmer in Hamburg.

Wie viel Menschen starben bis heute durch Polizeischüsse?

Ist der „finale Rettungsschuss“, der heute der „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ thematisiert, schon oft passiert? Laut Wikipedia wurden seit 1952 mindestens 476 Menschen von Polizisten erschossen. Seit 1988 haben Polizisten 2364 Mal auf Personen geschossen. Schusswaffengebrauch ist nicht die einzige Todesursache bei Polizeieinsätzen. Wikipedia zählt für den Beispielszeitraum von 1971 bis 1980 153 Erschossene sowie 200 auf andere Weise, etwa durch Ersticken im Würgegriff oder bei Verfolgungsjagden, Getötete. (Quelle für alle Angaben zum „finalen Rettungsschuss“: Wikipedia)

Todesschuss in Berliner Brunnen

Was im heute „Tatort: Eine Frage des Gewissens“ Fiktion ist, beschäftigte die Öffentlichkeit gerade erst in der Realität: In Berlin entbrannte im vergangenen Sommer eine Debatte die Rechtmäßigkeit tödlicher Polizeigewalt, nachdem ein Beamter einen nackten Verwirrten in einem Brunnen erschossen hatte, der sich selbst und den Polizisten mit einem Messer zu verletzen drohte. In Berlin wurde wegen der Gesetzeslage nicht über den finalen Rettungsschuss, sondern über Notwehr diskutiert.


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