Mit Richy Müller und Felix Klare „Tatort“ heute aus Stuttgart: „Eine Frage des Gewissens“

Von Joachim Schmitz


Osnabrück. Der „Tatort“ kommt heute aus Stuttgart: „Eine Frage des Gewissens“ zeigt Richy Müller und Felix Klare als Kommissare in der Krise.

Nach zwei künstlerisch mehr oder weniger wertvollen Werken, einem Günther Jauch-tauglichen Familiendrama und einer Hellseherin-Episode würden vermutlich nicht wenige Fans gern mal wieder einen ganz „normalen“ schnörkellosen Sonntagskrimi im Ersten sehen – ihnen kann an diesem Sonntag geholfen werden.

„Tatort“ und Porsche sind nicht alles: Richy Müller im Interview

Als Zuschauer ist man sofort mittendrin: Geiselnahme in einem Stuttgarter Supermarkt, Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) sind auch schon da – und während der jüngere der Kommissare sich schützend auf eine Zeugin wirft, erschießt sein Partner den offenbar brandgefährlichen Geiselgangster. (Weiterlesen: Wie ist Richy Müllers richtiger Vorname? Und in welchem Bundesland ist der „finale Rettungsschuss“ erlaubt? Dies und mehr in unseren „Tatort“-Fakten.)

Ein Schuss mit Folgen, denn die Mutter des Toten und vor allem ihre ehrgeizigen Anwälte wollen den Schützen mit aller Macht auf die Anklagebank bringen. Lannert am Rande eines Prozesses, Bootz nach der Trennung von seiner Frau mit Alkoholproblemen, das Verhältnis der beiden Kommissare massiv belastet – „Eine Frage des Gewissens“ kommt vor allem als Krisen-„Tatort“ daher, dessen Helden wanken – aber natürlich nicht fallen. Spannend ist dieser Fall durchaus, aber je mehr es dem Ende zugeht, desto haarsträubender sind die Konstruktionen, in die sich das Drehbuch verstrickt.


Wertung: 4 von 6 Sternen

„Tatort: Eine Frage des Gewissens“, Sonntag, 23. November, 20.15 Uhr, ARD