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Carlos per Stealdeal weiter The Voice of Germany 2014: Alex weiter, Quote auf Tiefpunkt

Von Daniel Benedict


Berlin. „The Voice of Germany 2014“: Wer ist weiter? Alex Hartung, Stephanie Kurpisch, Anna Liza Risse, Katrin Ringling und Ben Dettinger singen in den Live-Shows. Carlos Jerez zieht per Steal Deal ebenfalls ein. Die Einschaltquote sank in der jungen Zielgruppe auf ein Staffeltief – das mit dem Spiel der Fußballnationalmannschaft allerdings leicht erklärt ist.

Anna Liza schafft es als Erste in die Live-Shows von „The Voice of Germany 2014“. Als Überraschungssiegerin im Team Samu schlägt Katrin Ringling die Krawallbraut Maja Zaloznik. Stephanie Kurpisch geht mit einer Topnummer von Nina Hagen für Smudo und Michi in die Live-Shows. Und für Rea Garvey rappt sich Alex Hartung weiter. Ben Dettiner ist der nächste Live-Sänger von Stefanie Kloß – Carlos Jerez schmeißt lässt sie ziehen. Er wechselt ins Team von Rea. (Weiterlesen: Wie in „The Voice“ das Klischee regiert.)

Carlos Jerez ist per Steal Deal weiter

Der glücklichste Kandidat des Abends ist Carlos Jerez. Nachdem Stefanie Kloß ihn mit sicherem Fehlurteil zugunsten von Ben Dettinger ziehen lässt, buzzern Rea Garvey und die Fantas Smudo und Michi Beck zum Steal Deal. Doppeltes Glück: Carlos Jerez ist weiter – und nicht mehr im mauen Silbermond-Team. Sogar wählen kann er jetzt noch einmal. Für welches Team entscheidet er sich? Für Rea Garvey.

Alex Hartung rappt sich für Rea Garvey in die Live-Shows

Höhepunkte kommen bei „The Voice of Germany 2014“ ans Ende der Show. Auch in der ersten Knockout-Runde kommt kurz vor Schluss das Team von Rea Garvey dran – in dem es alle schaffen könnten: Camille Daum mit den Techno-Hit „Stay the Night“ und das Kraftpaket Koko Fitzgeraldo mit „I Can‘t Stand The Rain“. Allerdings haben die Frauen auch Alex Hartung im Team, der nach seinem ersten Eminem-Auftritt zum „The Voice“-Kandidaten mit den meisten Youtube-Klicks wurde. Als er jetzt Macklemores „Can‘t Hold Us“ rappt, sind alle Coaches sich einig. Stephanie Kloß zu Alex Hartung: „Du bist outstanding hier bei ‚The Voice of Germany‘.“ Samu Haber zu Alex Hartung: „Für mich du warst der Man. Wir hören dich in den Live-Shows.“ Rea Garvey sieht es auch so. Alex Hartung ist weiter. (Weiterlesen: Ist „The Voice of Germany“ wirklich das bessere Casting?)

Stephanie Kurpisch siegt im Team Fanta

Smudo und Michi Beck beweisen in der Knockout-Runde: Sie sind die besten Coaches von „The Voice of Germany 2014“. Nicht nur, weil sie Stephanie Kurpisch in die Live-Shows loben. Aber auch deshalb! Denn bei Stephanie passt eigentlich gar nichts. Auf Bierfesten singt sie Schlager – und passt damit nicht zur Coolness von Fanta 4. Bei „The Voice“ tritt sie mit Nina Hagens „Farbfilm“ an, was wiederum nicht zu ihrem eigenen Image passt. Und aus all diesen Brüchen macht Stephanie Kurpisch einen der mitreißendsten Auftritte. Zitat Rea Garvey: „Stephanie – what the fuck?!“ Ihre Konkurrenten haben keine Chance – auf keinen Fall das freundliche Duo Dominik und Moritz mit seinem braven Revolverheld-Hit. Aber auch nicht der Gute-Laune-Sänger Florian Boger mit „Morgens immer müde“. Smudo und Michi Beck sind aber nicht nur gute Coaches, weil sie den richtigen Song für den richtigen Kandidaten aussuchen. Sie gehen beim Auftritt auch mit, ohne dass einem beim Zuschauen peinlich wird. (Zumindest diesmal.)

Katrin Ringling – das „Voice“-Wunder im Team Samu

„Es ist nicht fassbar“, sagt Katrin Ringling selbst. Auch die Coaches scheinen eher mit einem Sieg der Wuchtbrumme Maja Zaloznik gerechnet zu haben. Ihr „I just wanna make love to you“ bläst sie so kraftvoll ins Publikum – eigentlich müsste das Echo die Rockabilly-Rampensau direkt in die Live-Shows tragen. Der sanfte Shady Sheha ist mit „Standing Outside The Fire“ aussichtslos gegen sie. Und eigentlich gilt das auch für Katrin Ringling, die Lady Gagas „Applause“ zwar stimmgewaltig vorträgt – aber mit ihrer jungen Künstlerpersönlichkeit nicht das Riesen-Ego der Originalinterpretin erreichen kann. Samu Haber ist anderer Meinung. Maja fliegt raus, Katrin ist weiter. (Weiterlesen: Singende Soldaten und reuige Väter: Wenn „The Voice“ menschelt.)

Anna Liza Risse: Die Erste in den Live-Shows von „The Voice“

Anna Liza Risse schafft es als Erste in die Live-Shows. Die Regeln von „The Voice of Germany 2014“ sehen vor dem Knockout-Konzert zuerst eine Team-Reise vor – auf der die Konkurrenten einander noch einmal richtig ans Herz wachsen. Mit Sequoia Ladeil und Linda Antonia Heue singt Anna Liza Risse in dem Bautzener Irish Pub, in dem Silbermond die ersten Gigs hatten. Auf der Bühne sind die Sequoia und Linda dann ihre Gegner. Linda fehlt das Feuer, um gegen Anna Liza zu siegen. Sequoia hätte das Potenzial dazu – wird aber von der Songauswahl ausgebremst. Mit einer Ballade das „The Voice“-Studio zum Kochen zu bringen, ist immer schwieriger als ein Stimmungssong. Anna Liza bekommt einen Stimmungssong, macht Stimmung und ist in den Live-Shows.

Wie war die Einschaltquote von „The Voice“?

Wenn bei RTL die Nationalmannschaft spielt, hat Sat1 keine übertrieben hohe Erwartungen an die Quote. Gemessen daran, dass die EM-Qualifikation am Freitag um die 10 Millionen Zuschauer aller Altersklassen bindet, schlägt „The Voice of Germany 2014“ sich allerdings erstaunlich gut: In der jungen Zielgruppe war die Show laut „quotenmeter.de“ sogar stärkster Verfolger der Kicker. Trotzdem sank „The Voice“ bei den Werberelevanten erstmals unter zwei Millionen Zuschauer (exakt: 1,96 Mio.). Bestwert war die dritte Blind Audition mit 2,87 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren. Beim Gesamtpublikum erreichte Sat1 mit der ersten Knockout-Show 3,41 Millionen, der zweitschlechteste Wert dieser Staffel. Aber immerhin besser als der Vortag mit 3,34 Millionen. Im Ganzen darf „The Voice of Germany“ auf seine Perfomance also stolz sein.

Und was ist mit Björn Amadeus Kahl?

Ob der Osnabrücker Kandidat Björn Amadeus Kahl in die Live-Shows einzieht, entscheidet sich in den kommenden Knockouts von „The Voice of Germany 2014“. Die Battle-Runde hat er am Donnerstag überstanden – wenn auch eher mit knapper Not und keinesfalls so glanzvoll wie sein Blind-Audition-Duett mit Gregor Meyle. (Weiterlesen: Wer ist Björn Amadeus Kahl?)


„The Voice of Germany“ versteht sich als die Castingshow, in der es wirklich um die Musik geht. Der Beweis der Schwestersender Pro Sieben und Sat1: In der ersten Runde werden die Kandidaten blind beurteilt – also nur nach der Stimme. Nach den Blind Auditions folgen allerdings Battles, Knockouts und Live-Shows – in denen dann inszeniert wird wie in jeder anderen Fernsehshow auch. In der vierten Staffel von „The Voice of Germany 2014“. übernehmen Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß, Rea Garvey, Samu Haber und die Fanta-4-Stars Michi Beck und Smudo die Rolle der Coaches, die sich die Kandidaten untereinander in Teams aufteilen und zu den finalen Live-Shows führen. Für Osnabrück ist der Student Björn Amadeus Kahl im Rennen.