Abschied von Boris Aljinovic „Tatort“ heute aus Berlin: „Vielleicht“

Von Joachim Schmitz


Osnabrück. Der „Tatort“ kommt heute aus Berlin: „Vielleicht“ ist ganz sicher der letzte Auftritt von Boris Aljinovic als Berliner Kommissar Felix Stark.

Nein, Dominic Raacke hatte keine Lust mehr auf eine Abschiedsvorstellung als Berliner „Tatort“-Kommissar Ritter , nachdem der der rbb ihm und seinem Kollegen den Stuhl vor die Tür gesetzt hatte. Also muss sich Boris Aljinovic in der Rolle des Felix Stark bei seinem letzten „Tatort“ als Chef eines neuen Teams mit vielen jungen, unbekannten Gesichtern durchschlagen. Und sich mit einem Fall rumschlagen, der nicht nur einer seiner Mitarbeiterinnen, sondern auch manchem Zuschauer zu „spooky“ sein dürfte. (Weiterlesen: Wer beerbt die Kommissare Ritter und Stark? Ging Ritter im Zerwürfnis? Alles zum Fall in unseren“Tatort“-Fakten.)

Eine norwegische Studentin hat Visionen – sie träumt, dass ihre Kommilitonin ermordet wird, vertraut sich der Polizei an, wird nicht wirklich ernst genommen – und behält mit ihrer Vorsehung recht. Als sie von einer weiteren Bluttat träumt, schrillen bei Stark die Alarmglocken. „Tatort goes Fantasy“ könnte man diesen Fall überschreiben, dessen tatsächlicher Titel „Vielleicht“ zum Schlüsselwort des Krimis wird. Und wer seine anfängliche Skepsis überwindet, wird mit einem „Tatort“ belohnt, der einen starken Sog und am Ende jede Menge Spannung entwickelt. Großartig dabei der Auftritt der norwegischen Schauspielerin Lise Risom Olsen, aber auch Boris Aljinovic lässt zum Abschied noch mal Wehmut aufkeimen.

Wertung: 5 von 6 Sternen

Tatort: Vielleicht, ARD, Sonntag, 15. November, 20.15 Uhr