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Blondinen-Battle mit Samu The Voice 2014: Mit Klischees zum Knockout

Von Daniel Benedict

The Voice of Germany 2014: Das „Battle der schönen Blonden“ tragen Jamie und Claudia vom Team Samu aus. Foto: SAT.1/ProSieben/Richard HuebnerThe Voice of Germany 2014: Das „Battle der schönen Blonden“ tragen Jamie und Claudia vom Team Samu aus. Foto: SAT.1/ProSieben/Richard Huebner

Berlin. Bei „The Voice of Germany 2014“ enden die Battles – und wieder einmal zeigt die Rubrik: Auch in der besten Castingshow aller Zeiten regieren Typecasting, Klischee und Schublanden-Denken.

Bei „The Voice of Germany“ geht’s um die Stimme und nur um die Stimme. Prosieben und Sat1 können es beweisen: Es beginnt ja alles mit der Blind Audition, wo niemand sieht, wer da überhaupt singt. Und die Blind Auditions nehmen ja auch einen gewaltigen Teil von „The Voice of Germany“ ein.

„The Voice“: Die beste aller Castingshows

Stört es also irgendeinen, was hinterher passiert? Nie im Leben. Soviel Objektivität kann man einfach nicht mehr kaputt inszenieren. So sehen es zumindest Prosieben und Sat1 – und setzen in den Battles daher voll auf das, was der Mainstream nun mal braucht – den Wiedererkennungswert von Typecasting, Klischee und Schublanden-Denken. (Weiterlesen: Stefanie Kloß als Coach – die falsche Wahl?)

Schöne Blondinen bei „The Voice“

Am Donnerstag laufen die letzten Battles von „The Voice of Germany 2014“. Immer zwei Künstler eines Teams treten dabei gegeneinander an. Wer zum Beispiel? Vlada und Hafrún – „meine beiden Elfen“ (Stefanie Kloß). Koko und Lucia, die „Rockladys“ von Rea Garvey. Wo keine Zwillinge zusammengesteckt werden, muss es ein Paar werden: Karoline und Daniel sind zwar beide liiert; Samu will sie trotzdem wie ein Liebespaar füreinander singen sehen. Dümmer geht’s nicht? Doch. Wie kündigt Prosieben das Duett von Jamie und Claudia an? Als „Battle der schönen Blondinen“. O weh!


„The Voice of Germany“ versteht sich als die Castingshow, in der es wirklich um die Musik geht. Der Beweis der Schwestersender Pro Sieben und Sat1: In der ersten Runde werden die Kandidaten blind beurteilt – also nur nach der Stimme. Nach den Blind Auditions folgen allerdings Battles, Knockouts und Live-Shows – in denen dann inszeniert wird wie in jeder anderen Fernsehshow auch. In der vierten Staffel von „The Voice of Germany 2014“. übernehmen Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß, Rea Garvey, Samu Haber und die Fanta-4-Stars Michi Beck und Smudo die Rolle der Coaches, die sich die Kandidaten untereinander in Teams aufteilen und zu den finalen Live-Shows führen. Für Osnabrück ist der Student Björn Amadeus Kahl im Rennen.