Themenabend Afghanistan Arte-Doku: Auf der Suche nach dem „letzten Kalif von Afghanistan“

Von Tobias Sunderdiek

Seit seiner Jugend und bis zu seiner Machtergreifung hat Mullah Omar mit seiner Mutter und seinem Stiefvater dieses Haus in Derawoud in der zentralafghanischen Provinz Urusgan bewohnt (Aufnahme vom November 2013). Foto: Claire BilletSeit seiner Jugend und bis zu seiner Machtergreifung hat Mullah Omar mit seiner Mutter und seinem Stiefvater dieses Haus in Derawoud in der zentralafghanischen Provinz Urusgan bewohnt (Aufnahme vom November 2013). Foto: Claire Billet

Osnabrück. Die Spurensuche nach dem „letzten Kalif von Afghanistan“ durch drei europäische Reporterinnen enthüllt: Die Gesellschaft dort ist komplexer als oft dargestellt.

Er gilt als Phantom, wird gar „als größtes Geheimnis der Welt“ bezeichnet: Mullah Mohammed Omar .

Seit dem Einmarsch westlicher Truppen 2001 wird der einstige Taliban-Anführer fieberhaft gesucht. Bislang ohne Erfolg. Doch wie verlief die Biografie des einst wie ein König verehrten Mannes? Und wie ist heute die Situation in Afghanistan jenseits der oft von Klischees geprägten Berichterstattung?

Hier berichtet unsere Reporterin Franziska Kückmann über ihre Erlebnisse in Afghanistan

Das wollten ausgerechnet drei westliche Reporterinnen, teilweise unter lebensgefährlichen Umständen und in Burkas verhüllt, herausfinden.

Sie befragten dazu ehemalige Weggefährten Omars, filmten Orte, an denen der frühere Chef des „Islamischen Emirats Afghanistans“ einst lebte. Heraus kam dabei nicht nur eine aufregende Reportage, sondern auch ein äußerst komplexes Bild eines Landes, das sich jedem Schwarz-Weiß-Denken entzieht.

Ein gelungener, quasi „unverschleierter“ Auftakt eines Themenabends, der sich danach in „Countdown Afghanistan“ (21.20 Uhr) dem mühsamen Wiederaufbau des Landes widmet, um danach (22.25 Uhr) zu erklären, warum 1979 mit dem sowjetischen Einmarsch „Der Afghanistan-Krieg die Welt veränderte“.

Wertung: 6 von 6 Sternen,

Der letzte Kalif von Afghanistan, Dienstag, 11. November, 20.15 Uhr Arte