Staffel 4 ab 23. Oktober auf RTL II „The Walking Dead“: Was passiert in Staffel 3?

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Osnabrück. Die US-Serie „The Walking Dead“ ist eine der erfolgreichsten Serien überhaupt. Hier fassen wir zusammen, was in der dritten Staffel passiert ist.

Achtung, im Text folgen Spoiler!

Wieder auf der Flucht: Nach einem sehr guten Auftakt und einer eher schwachen Fortsetzung macht die dritte Staffel zumindest zeitlich einen Sprung nach vorne. Inhaltlich wird es komplexer, denn es kommt ein komplett zweiter Geschichtsstrang hinzu, der parallel zur Gruppe von Rick Grimes erzählt wird.

Neue Zuflucht: das Gefängnis

Nach Monaten auf der Flucht ist die Gruppe auf der dringenden Suche nach einer sicheren Bleibe, denn Lori steht kurz vor der Geburt ihres Kindes. Durch Zufall finden Rick und Daryl ein verlassenes Gefängnis und wollen es von den Beißern säubern. Die Anlage ist ideal, da ihre Zäune unerwünschte Gäste draußen halten können. Doch bei der Erkundung wird Hershel von einem Walker schwer verletzt. In einer verzweifelten Aktion amputiert Rick das verletzte Bein, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Damit hat er auch Erfolg, Hershel erholt sich trotz Beinverlust wieder komplett. Im Gefängnis haben auch Insassen überlebt, sie werden erst in die Gruppe integriert, später muss Rick aber ihren Anführer töten, da er sich zu einer Gefahr entwickelt hat. Die anderen Insassen Axel und Oscar werden erst von der Gruppe separiert, da sie aber nicht allein überleben können, erlaubt Rick ihnen, sich seiner Gruppe anzuschließen.

Ein herber Verlust – aber nur für Rick und Carl

Während die Gruppe sich im Gefängnis einrichtet, probiert Carol an einem Beißer einen Kaiserschnitt aus, falls Hershel nicht in der Lage ist, Lori bei der Geburt zu helfen. Dann kommt aber alles anders: Während Lori, Carl und Maggie vor Zombies fliehen, die ins Gefängnis gekommen sind, platzt Loris Fruchtblase. Es ist keine Zeit mehr, zu anderen zu gelangen, deshalb muss Maggie das Baby per Kaiserschnitt holen. Was den Tod für Lori bedeutet. Damit sie nicht zum Zombie wird, erschießt Carl sie. Die Folgen von Loris Tod sind für Rick verheerend: Er weigert sich, das Baby anzunehmen und versteckt sich, dem Wahnsinn nahe, in den Katakomben des Gefängnisses. Aber erst, nachdem er zahlreiche Zombies niedergemetzelt hat.

Wolf im Schafspelz: der „Governor“

Neben den dramatischen Ereignissen im Gefängnis wird eine neue Gruppe eingeführt: Willkommen in Woodbury! Andrea und Michonne, Andreas Retterin am Ende der zweiten Staffel, werden von bewaffneten Männern an der Absturzstelle eines Helikopters gefangen genommen und nach Woodbury gebracht. Dort lernen sie den „Governor“ kennen, der mit einer großen Anzahl an Überlebenden die Stadt gegen Zombies gesichert hat. Merle Dixon, Daryls verschollener Bruder, ist die rechte Hand des „Governors“, schnell stellt sich für den Zuschauer heraus, dass Merle nicht nur bei Zombies hart durchgreift, sondern auch bei Menschen. Er entführt Maggie und Glenn bei ihrer Suche nach Nahrung für Ricks Baby.

Davon bekommt Andrea aber nichts mit, sie vertraut dem „Governor“ blind. Michonne hingegen ist misstrauisch, sie verlässt Woodbury wenig später wieder. Andrea will sich ihr nicht anschließen, obwohl die beiden in den letzten Monaten sehr vertraut miteinander wurden. Aber als sie herausfindet, dass der „Governor“ Zombies gefangen hält, geht sie auch ohne Andrea. Anschließend erfährt Andrea, wofür die Zombies sind: Sie müssen für eine Art Gladiatoren-Kampf herhalten, zur Unterhaltung der Einwohner.

Trauer, Wahnsinn und eine Entführung

Die Gruppe im Gefängnis trauert um Lori und T-Dog, er opferte während des Zombie-Angriffs sein Leben, um Carol zu retten. Alle halten aber auch Carol für tot, weil sie seitdem verschwunden ist. Nur Daryl gibt die Hoffnung nicht auf und findet sie schließlich auch, sie hatte sich in einer Zelle versteckt. Rick hingegen hat Halluzinationen, er spricht am Telefon mit einer unbekannten Person, die ihm Hoffnung auf weitere Überlebende in der Nähe macht. Später stellt sich heraus, dass er mit den Toten gesprochen hat, unter anderem Lori.

Der „Governor“ hingegen scheint richtig wahnsinnig zu sein: Er hält nicht nur seine Zombie-Tochter wie ein Haustier, sondern hat auch einen Haufen Zombie-Köpfe in einem Aquarium. Außerdem lässt er Michonne von Merle jagen, dadurch beobachtet Michonne die Entführung von Maggie und Glenn. Sie bringt die Kindernahrung ins Gefängnis, wo sie von Rick in Empfang genommen wird. Die Gruppe vertraut ihr nicht, aber sie erzählt ihnen von der Entführung. Daraufhin besinnt sich Rick wieder und macht sich mit Glenn, Daryl, Michonne und Oscar auf den Weg nach Woodbury.

Befreit und wieder gefangen

Maggie und Glenn werden gefoltert, schließlich verrät Maggie den Aufenthaltsort ihrer Gruppe. Kurze Zeit später wird Woodybury von Ricks Gruppe angegriffen, mit Michonnes Hilfe finden sie die Gefangenen. Michonne kehrt aber in das Zimmer vom „Governor“ zurück, um verdächtigen Geräuschen nachzugehen, die sie vor ihrer Flucht dort bemerkt hat. Sie entdeckt die Zombie-Köpfe und seine Tochter, die sie tötet. Es kommt zum Kampf mit dem „Governor“, dabei sticht Michonne ihm ein Auge aus und flieht.

Bei der Befreiung von Glenn und Maggie hingegen wird Daryl gefangen genommen und Oscar getötet. Rick flieht mit den anderen. Daryl muss am Ende der Folge gegen seinen Bruder Merle im Gladiatoren-Kampf antreten, umringt von Zombies. So endet die achte Folge, die sich seit der dritten Staffel als Midseason-Finale etabliert hat.

Kampf zwischen „Governor“ und Rick

Die zweite Hälfte der Staffel dreht sich hauptsächlich um den Konflikt zwischen dem „Governor“ und Ricks Gruppe. Die Zombies sind eher ekliges Beiwerk geworden. Nach der Rettung von Daryl und der unfreiwilligen Rettung von Merle durch Ricks Gruppe ist klar, dass der „Governor“ das Gefängnis angreifen wird. Derweil stoßen weitere Überlebende zur Gruppe im Gefängnis dazu, darunter Tyreese und Sascha, sie werden von Rick jedoch wieder vertrieben und schließen sich später Woodbury an. Der „Governor“ erzielt mit seinem ersten Angriff, bei dem er Zombies ins Gefängnisgelände schaffen lässt, keinen Erfolg: Die Gruppe kann sich erfolgreich wehren, unter anderem mit der Hilfe von Dary und Merle, die sich erst von der Gruppe getrennt hatten, weil Rick ihnen nicht vertraute, sich der Gruppe dann aber anschließen. Ungeachtet des Misserfolgs plant der „Governor“ weiterhin, das Gefängnis anzugreifen und die Gruppe zu töten. Andreas Vermittlungsversuche, sie hat mittlerweile eine Affäre mit dem „Governor“, scheitern.

Flucht ins Gefängnis

Andrea geht ins Gefängnis, um auch dort zu vermitteln, doch auch dieser Versuch scheitert, die meisten begegnen ihr mit Misstrauen. Carol schlägt ihr vor, den „Governor“ im Schlaf zu töten, doch als Andrea nach Woodbury zurückkehrt, kann sie es nicht tun.

Unerwarteterweise kommt es doch noch zum Gespräch zwischen Rick und dem „Governor“, aber beiden ist klar, dass es keine friedliche Lösung geben kann. Als der „Governor“ Rick sagt, dass er Michonne ausgeliefert haben will und dafür das Gefängnis in Ruhe lässt, ist Rick kurz davor, auf den Vorschlag einzugehen. Da er sich Michonne aber mittlerweile angenähert hat, stimmt er seine Truppe auf den Kampf ein. Merle hingegen erfährt von diesem Vorschlag und entführt Michonne, um sie auszuliefern.

Auch Andrea erkennt den Ernst der Lage und flieht aus Woodbury, dieses Mal will sie endgültig ins Gefängnis zurück. Daraus wird aber nichts, der „Governor“ nimmt sie gefangen und fesselt sie in einer Folterkammer.

Abschiede und eine Zuflucht

Michonne kann Merle überreden, sie wieder freizulassen. In ihm erwacht allerdings das Bedürfnis, es dem „Governor“ heimzuzahlen. Bei seiner Racheaktion tötet er zahlreiche Männer aus Woodbury, dem „Governor“ gelingt es aber, Merle umzubringen. So findet Daryl bei seiner Suche nach Merle seinen Bruder als Zombie wieder und muss ihn endgültig töten.

Andrea hingegen soll von einem Untergebenen des „Governors“, Milton, umgebracht werden, dieser weigert sich jedoch, da sie sich gut verstanden hatten. Der „Governor“ fackelt nicht lange: Er tötet Milton und sperrt ihn mit Andrea zusammen ein. Der Zombie-Milton soll den Rest erledigen. Andrea kann sich zwar befreien, wird aber von Milton tödlich verletzt.

Der Angriff auf das Gefängnis hingegen scheitert erneut: Ricks Gruppe gibt vor, nicht mehr dort zu sein, doch als der „Governor“ mit seinen Leuten dort einfällt, sitzen sie in der Falle. Bei der Vertreibung aus dem Gefängnis verliert der „Governor“ schließlich komplett die Kontrolle und erschießt ihm Wahn zahlreiche seiner Leute, bevor sie ins entvölkerte Woodbury zurückkehren.

Rick will den „Governor“ töten, um dem Konflikt ein Ende zu setzen, doch in Woodbury finden er, Michonne und Daryl nur noch die verletzte Andrea vor. Auf ihren Wunsch gibt Rick ihr seine Waffe, mit der sie sich erschießt. Am Ende ist eine große Gruppe Überlebender aus Woodbury zu sehen, die im Gefängnis herzlich begrüßt werden.

Fazit: Der große Bösewicht und mehr Action

Nachdem in den anderen Staffeln die Zombies als Hauptbedrohung wahrgenommen wurden, tritt in der dritten Staffel der Mensch als Bedrohung in den Vordergrund. Die Zombies werden mehr und mehr zur ekligen Nebensache, es zählen die moralischen Fragen und Handlungen. Menschen töten Menschen, um zu überleben, sie schließen sich nicht zwangsläufig zusammen, sondern bekämpfen sich genauso wie vor der Apokalypse. Der „Governor“ fungiert als Bösewicht mit Hintergrund, ihn treibt zwar der Wahnsinn an, aber das ist in so einer Welt sicherlich nachvollziehbar.

Auch die neuen Charaktere wie Michonne, Tyreese und Sascha sind eine Bereicherung für die Staffel, Tyreese und Sascha werden später noch wichtiger. Der Abschied von Lori fiel leicht, das Ende von Merle war dramatisch für Daryl, der Tod von Andrea berührend und konsequent.

Interessant ist in dieser Staffel vor allem das Wiedersehen von Morgan aus Staffel 1 (er rettete Rick). In der Folge 12, „Gesichter der Toten“, kommen sich nicht nur Rick, Carl und Michonne näher, es ist auch besonders tragisch, dass Morgan seinen Sohn verloren hat und sich selbst die Schuld daran gibt. Morgan wirkt wahnsinnig und Rick kann ihn nicht ins Gefängnis mitnehmen, was ihm schwer zu schaffen macht. Morgan bleibt allein zurück.

Auch die Entwicklung von Carl ist spannend: Er tötete einen Jungen, obwohl er sich ergeben wollte, und musste seine Mutter endgültig töten. Ricks Angst, dass der Junge stumpf und brutal wird, ist sicherlich berechtigt.

Insgesamt ist diese Staffel abwechslungsreicher, weil sie zwischen Woodbury und dem Gefängnis hin und her wechselt und neue spannende Charaktere mit sich bringt.

Ausstrahlung auf RTL II

Seit dem 16. Oktober zeigt RTL II die Staffeln 1 bis 3, ab dem 27. Oktober läuft dann zum ersten Mal die vierte Staffel im deutschen Free-TV. Bis Sonntag, 2. November, werden täglich mehrere Folgen hintereinander gesendet. Ab dem 3. November soll dann die vierte Staffel ungeschnitten auf DVD erscheinen.


Produktion von „The Walking Dead“

Die TV-Serie basiert auf den gleichnamigen Comics von Robert Kirkman und Tony Moore. Entwickelt hat die Fernsehserie Frank Darabont, er ist allerdings nicht mehr im Prouzententeam, das zurzeit aus Gale Anne Hurd, Charles Eglee, David Alpert und Robert Kirkman. Bisher wurden seit 2010 fünf Staffeln mit insgesamt 53 Folgen produziert. Bereits vor Ausstrahlung der fünften Staffel wurde im Oktober 2014 die sechste Staffel bestellt. Der produzierende Sender ist der US-Sender AMC, in Deutschland wird die Serie auf Fox ausgestrahlt. Die Musik stammt von Bear McCreary.

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