Staffel 4 ab 23. Oktober auf RTL II „The Walking Dead“: Was passiert in Staffel 2?

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Osnabrück. Die US-Serie „The Walking Dead“ ist eine der erfolgreichsten Serien überhaupt. Hier fassen wir zusammen, was in der zweiten Staffel passiert ist.

Achtung, im Text folgen Spoiler!

Eklige Zombies, dramatische Flucht aus Atlanta, ein düsteres Geheimnis und eine Ehekrise: Die erste Staffel hatte es bereits in sich. Wie werden sich die Überlebenden rund um Rick Grimes in der zweiten Staffel schlagen?

Sophia wird vermisst

Nach den Ereignissen in Atlanta befindet sich die Gruppe wieder auf der Flucht, Ziel ist dieses Mal Fort Benning in der Hoffnung, dort eine neue Zuflucht zu finden. Als sie jedoch von Zombies angegriffen werden, flieht Carols Tochter Sophia in die Wälder und T-Dog wird schwer verletzt. Rick und die anderen suchen intensiv nach Sophia, dabei wird Ricks Sohn Carl von einem Fremden angeschossen. Der Fremde bringt Rick, Shane und den schwer verletzten Carl zu einer Farm, die einem (Tier-)Arzt gehört. Nach anfänglichem Misstrauen hilft der Arzt Carl und die Gruppe darf auf die Farm kommen.

Angst um Carl Grimes

Im Mittelpunkt steht in den ersten Folgen die Angst um Carl. Rick spendet Blut, während Lori um das Leben von beiden bangt. Um Carl behandeln zu können, fährt Shane mit dem Jäger Otis, der Carl aus Versehen angeschossen hatte, zu einer Schule, um medizinische Ausrüstung zu besorgen. Sie finden die Geräte zwar, werden aber massiv von Beißern verfolgt, sodass Shane Otis ins Bein schießt und ihn zurück lässt, um zu entkommen. Carl kann gerettet werden, auch T-Dog wird erfolgreich behandelt und Hershel bittet die Gruppe, die Farm wieder zu verlassen, wenn alle wieder komplett genesen sind.

Unterdessen geht die Suche nach Sophia weiter, doch davon ist Shane nicht begeistert, denn das kostet Zeit. Unterdessen gibt Carol Rick die Schuld, dass sie Sophia nicht gefunden haben. Er hatte sie direkt nach ihrer Flucht gefunden, aber in einer Höhle zurückgelassen, um Zombies von ihr abzulenken. Anschließend war sie aber verschwunden. Die Suche nach Sophia bringt Carol und Daryl näher, er fühlt sich verpflichtet, das Mädchen zu finden und tröstet Carol nach jeder Niederlage. Aber die Suche spaltet auch die Gruppe, einige wollen weiterziehen, andere die Suche ausweiten.

Gefühlschaos und neue Beziehungen

Nach zwei gemeinsamen Ausflügen zu einer Apotheke kommen sich Glenn und Maggie näher und schlafen miteinander. Shane hingegen wendet sich Andrea zu, bringt ihr das Schießen bei, damit sie sich verteidigen kann, und beide haben ebenfalls Sex. Lori hingegen findet heraus, dass ihr Sexleben nicht ohne Folgen war und nun schwanger ist. Die Frage ist nur, von wem. Nach einem abgebrochenen Abtreibungsversuch beichtet sie Rick alles, auch ihre Affäre mit Shane. Für den gutgläubigen Rick bricht eine Welt zusammen, seine Beziehung zu Lori ist damit für immer gestört. Er will das Kind unbedingt behalten, sie stimmt schließlich zu. Aber nur unter der Bedingung, dass es sein Kind ist. Eine andere Möglichkeit kommt für ihn nicht infrage.

Ein grausames Geheimnis

Genug mit der Soap, jetzt wird es wieder ernst: Glenn findet heraus, dass in einer Scheune auf dem Farmgelände Zombies eingesperrt sind. Die Gruppe konfrontiert Hershel mit ihrem Wissen, er ist aber der Meinung, dass bald ein Heilmittel gefunden wird, sodass die Walker gerettet werden können. Unter den Zombies sind auch Familienmitglieder. Die Gruppe um Rick hat allerdings Angst vor den Zombies, Shane dreht letztlich durch und öffnet die Scheunentür. Alle Zombies werden erschossen, für Hershels Gruppe ist das besonders grausam, da sie noch nie Walker getötet haben. Zum Schluss erscheint auch Sophia, sie ist ebenfalls ein Beißer, Rick muss sie töten.

Nach dem Schuss

Alle stehen nach diesen Ereignissen unter Schock: Beth Greene, Maggies Schwester, hat es besonders schwer getroffen, doch ihr Vater ist verschwunden. Glenn und Rick finden ihn in einer Bar im nahe gelegenen Dorf. Dort treffen sie auf eine weitere Gruppe von Überlebenden, da sie aber nichts Gutes im Schilde führen, erschießt Rick sie. Die beiden Männer waren jedoch nicht alleine, Rick, Glenn und Hershel müssen vor dem Rest der Gruppe fliehen und nehmen dabei einen verletzten Jungen, Randall, mit, er wurde von seiner Gruppe zurückgelassen.

Unterdessen wagt Lori einen völlig sinnlosen Rettungsversuch von Rick, den sie in Gefahr wähnt. Dabei kommt sie nicht weit, sondern hat einen Unfall und muss von Shane gerettet werden.

Ärger auf der Farm

Auf der Farm entbrennt ein Streit um den Gefangenen: Aussetzen oder töten? Ein Versuch des Aussetzens, in dem es zum Konflikt zwischen Rick und Shane kommt wegen Loris Baby, geht schief. Da Randall die Farm kennt und seine Kumpane dorthin führen könnte, entschließt die Gruppe per Abstimmung, Randall zu töten. Dale ist als Einziger dagegen und appelliert an die moralischen Grundsätze der Gesellschaft und das Gewissen der Gruppe. Doch bevor es zur Exekution kommt, stirbt Dale bei einem Zombie-Angriff. Das bewegt Rick, seine Entscheidung zu überdenken, Randall soll doch wieder ausgesetzt werden. Ihm kommt Shane aber zuvor: Er inszeniert Randalls Flucht und erschießt ihn. Shanes Lügengeschichte, dass Zombies Randall getötet haben, bricht schnell in sich zusammen, als Randall ohne Bissspuren gefunden wird.

Der Stärkere gewinnt

Es kommt zum Showdown zwischen Shane und Rick, die sich zunehmend entfremdet haben, außerdem hat sich Shane immer aggressiver der Gruppe gegenüber verhalten. Die beiden streiten sich auf einer Lichtung, Shane wirft Rick vor, als Gruppen-Anführer nicht konsequent genug zu handeln. Dieser Vorwurf wird Rick aber nicht gerecht: Nachdem Shane zögert, ihn zu erschießen, tötet Rick Shane mit einem Messer. Kurze Zeit später kommt Carl hinzu, als er bemerkt, dass Shane auch ohne Biss zum Zombie mutiert ist, erschießt er ihn. Danach merken Carl und Rick, dass sich eine Zombieherde der Farm nähert.

Die Zeit der Demokratie ist vorbei

In der letzten Folge der zweiten Staffel, „Die Mahd“, kämpft die Gruppe erneut um ihr Überleben. Einige schaffen es zu entkommen, andere sterben, Andrea muss sich alleine durchschlagen. Sie wird von einer Person mit einem Katana-Schwert gerettet, die noch zwei zahn- und armlose Zombies an Ketten mit sich führt. Unterdessen gesteht Glenn Maggie seine Liebe, doch das war es dann auch schon mit der Romantik. Rick sagt der Gruppe, dass er Shane getötet hat und was Dr. Jenner ihm erzählt hat. Demnach sind alle Menschen bereits mit dem Virus infiziert, auch ohne Zombie-Biss. Das heißt, jeder Tote verwandelt sich automatisch in einen Beißer. Und um alle Unklarheiten aus dem Weg zu räumen, macht Rick klar, dass nun Schluss sei mit demokratischen Entscheidungen. Wer ihm folgt, muss sich auch an seine Anweisungen halten. Mit einem Blick auf ein nahe gelegenes Gefängnis endet die zweite Staffel.

Fazit: Zu viele Beziehungen, zu wenige Zombies

Puh. Die zweite Staffel zieht sich im Gegensatz zur ersten in die Länge. Gab es in der ersten noch mehr Cliffhanger am Ende der Folgen, wirkt es bei der zweiten so, als ob die Produzenten und der Show-Runner die Folgen in die Länge ziehen wollten. Die Suche nach Sophia zieht sich endlos hin. Der Konflikt zwischen Lori und Rick ist zwar interessant, aber am Ende wird nicht wirklich deutlich, warum sich beiden jetzt erst entfremden, dafür ist die Rolle von Lori zu sprunghaft und oberflächlich.

Der Konflikt zwischen Andrea und Dale ist anstrengend: Andrea hatte Dale gezwungen, im CDC nicht zu sterben, was er aber gerne wollte, demzufolge ist ihr Verhältnis angeknackst. Doch Andreas übertrieben coole Attitüde nach dem Schießtraining ist mehr als anstrengend, genau wie ihre Möchtegern-Affäre mit Shane.

Die letzte Folge ist zwar spannend, doch der Zombie-Überfluss sollte wohl die mangelnde Action in den anderen Folgen kompensieren. Bis auf die Flucht aus der Schule, der Kneipe und dem misslungenen Aussetzen-Versuch von Randall gab es wenig nennenswerte Action. Ein Ekel-Highlight gibt es allerdings mit dem Wasser-Zombie, der aufgedunsen aus einem Trinkwasserbrunnen geholt wird. Erwähnenswert ist allerdings die Szene, in der Sophia als Walker aus der Scheune kommt. Das ist traurig und dramatisch inszeniert, der Staffel hätten mehr solcher intensiven Szenen gut getan.

Ausstrahlung auf RTL II

Seit dem 16. Oktober zeigt RTL II die Staffeln 1 bis 3, ab dem 27. Oktober läuft dann zum ersten Mal die vierte Staffel im deutschen Free-TV. Bis Sonntag, 2. November, werden täglich mehrere Folgen hintereinander gesendet. Ab dem 3. November soll dann die vierte Staffel ungeschnitten auf DVD erscheinen.


Produktion von „The Walking Dead“

Die TV-Serie basiert auf den gleichnamigen Comics von Robert Kirkman und Tony Moore. Entwickelt hat die Fernsehserie Frank Darabont, er ist allerdings nicht mehr im Prouzententeam, das zurzeit aus Gale Anne Hurd, Charles Eglee, David Alpert und Robert Kirkman. Bisher wurden seit 2010 fünf Staffeln mit insgesamt 53 Folgen produziert. Bereits vor Ausstrahlung der fünften Staffel wurde im Oktober 2014 die sechste Staffel bestellt. Der produzierende Sender ist der US-Sender AMC, in Deutschland wird die Serie auf Fox ausgestrahlt. Die Musik stammt von Bear McCreary.

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