Stress wird „Schimanski“ zu viel Götz George zieht sich zurück aus dem Filmgeschäft

Macht sich rar: Schauspieler Götz George. Foto: dpaMacht sich rar: Schauspieler Götz George. Foto: dpa

Osnabrück. Götz George will sich weitgehend aus dem Filmgeschäft zurückziehen. Mit dem Drama „Besondere Schwere der Schuld“ (ARD, 1. November, 20.15 Uhr) nimmt der als Duisburger „Tatort“-Kommissar Schimanski zur Fernsehlegende gewordene Schauspieler nach 65 Jahren vorerst Abschied von Leinwand und Bildschirm.

Darin spielt er einen Ex-Knacki namens Komalschek.

Dem „Hamburger Abendblatt“ sagte der 76-Jährige: „Meine Frau und ich haben endlich nach 17 Jahren geheiratet. Und wir möchten die gemeinsame Zeit andersartig bestreiten. Mit dem Alter relativiert sich so einiges. Ich bin auf der Ziellinie des Lebens, und nach 65 Jahren Anspannung muss man loslassen können.“

Auch mit der Fernsehbranche ist George nicht mehr im Reinen: „Man hat es ja hauptsächlich in diesem Beruf mit ,bürokratischen Suppenkaspern‘ zu tun – wie mein Vater zu sagen pflegte. Das Fernsehen ist verflacht, das Geschäft ist gnadenlos und egoistisch geworden. Das Wasser muss in meinem Fall flacher werden. Ich hab genug gestrampelt.“ Außerdem werde ihm der Stress zu viel, wie er der „WAZ“ sagte. „Auf der Bühne, wie es bei Schauspielern immer heißt, will ich sicher nicht sterben.“ Allerdings könne er sich vorstellen, zumindest „von Zeit zu Zeit wieder „auf die Piste“ zu gehen.


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