Am Donnerstagabend im TV Melancholisch: Österreichischer Krimi „Polt“ auf Arte

Von Frank Jürgens

Auch eine Art von Ruhestand: Polt (Erwin Steinhauer) hat das Wirtshaus des Dorfes übernommen. Foto: Arte/ORFAuch eine Art von Ruhestand: Polt (Erwin Steinhauer) hat das Wirtshaus des Dorfes übernommen. Foto: Arte/ORF

Osnabrück. Zehn Jahre nach „Polterabend“ gibt es einen melancholischen Nachschlag aus der eigenbrötlerischen „Polt“-Krimireihe (Arte, Do., 20.15 Uhr).

Schön ruhig und beschaulich ist es im niederösterreichischen Weinviertel. Lange schon genießt der ehemalige Gendarmerieinspektor Simon Polt (Erwin Steinhauer) seinen frei gewählten Ruhestand. Als ihn sein alter Freund und Kollege Norbert Sailer (Fritz Karl) zu einer Besichtigung in dessen Weingarten einlädt, stolpern die beiden glatt über eine Leiche. Selbstmord? Nicht nur der übellaunige Chefinspektor Priml (Simon Schwarz) hat da so seine Zweifel. Wie gut, dass sich Polt gemeinsam mit Sailer in die Ermittlungen einmischt. Aber was Polt dabei herauszufinden droht, gefällt ihm ganz und gar nicht...

Zehn Jahre ist es her, dass der letzte Krimi um den eigenbrötlerischen Polt nach den Romanvorlagen von Alfred Komarek auf Sendung ging. Seither hat sich viel geändert. Nun musste Regisseur und Drehbuchautor Julian Roman Pölsler für diese fünfte Verfilmung auf die meisten altbekannten Darsteller und Figuren verzichten. So hängt ein ständiger Hauch von Melancholie über der malerischen Landschaft. Geblieben sind die ironischen Seitenhiebe und die mitunter etwas schwer verständliche Mundart. Kriminell übrigens, wie viel Alkohol die Protagonisten im Verlauf der Handlung vertragen. Außer Priml. Der ist schon trocken.


Polt - Arte, Donnerstag, 25. September, 20.15 Uhr

Wertung: 4 von 6 Sternen