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Bremen siegt Bundesvision Song Contest 2014: Revolverheld siegen

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Berlin. Revolverheld holen bei Stefan Raabs zehntem Bundesvision Song Contest den Sieg für Bremen. Stars wie Andreas Bourani, OK Kid, Nico Suave und Miss Platnum sind auf die Plätze verwiesen. Auch Niedersachsens Kandidat Sierra Kid konnte Revolverheld nichts anhaben.

Herzlichen Glückwunsch, Bundesvision Song Contest! Und herzlichen Glückwunsch, Revolverheld! Am Anfang des zehnten Bundesvision Song Contests ließ Stefan Raab sich zum Jubiläum gratulieren. Am Ende jubelten Revolverheld, die zum Sieger der Show wurden und Bremen zum Bundessieger machten.

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Bundesvision Song Contest 2015 in Bremen

Als die Bremer als vorletztes Land ihre Punkte in die Kamera sprechen, stehen Revolverheld als Sieger schon fest. Die Wertung geht im Jubel beinahe unter, und die Begeisterung ist verständlich: Obwohl jedes Land beim Bundesvision Song Contest auch für sich selbst stimmen kann, holten Revolverheld wieder und wieder die volle Punktzahl. Auch Niedersachsen wählte seinen Kandidaten, den 17-jährigen Soft-Rapper Sierra Kid, nur auf Platz 2 und wollte Revolverheld als Sieger sehen. Der Bundesvision Song Contest wird 2015 also in Bremen stattfinden.

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Besser als der Auftritt: die Jamsession-Einspieler

Der zehnte Bundesvision Song Contest begann mit einer erstklassigen Neuerung: Vor der Show hat Raab Jamsessions mit allen Künstlern aufgezeichnet. Normalerweise sind Einspieler in Musikshows Stimmungmache, bei der man am besten schnell aufs Klo verschwindet. Nicht bei Raab. Mit Andreas Bourani, dem Mann hinter dem scheußlichen ARD-WM-Song „Auf uns“, improvisiert Raab neue Texte auf Songs wie „I Believe I Can Fly“ oder den Soundtrack von der „Katze mit Hut“, Bourani singt bayrisch, Raab begleitet ihn mit klappernden Muscheln und einen Miniaturklavier aus dem Spielzeuggeschäft. Witzig! Bei seinem Auftritt für Bayern singt Andreas Bourani dann eine Ballade, die so klingt, als wäre Deutschland in der Vorrunde rausgeflogen.

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Bundesvision Song Contest: Lustig geht‘s weiter

Die Einspieler sind besser als die Live-Nummern: Der Eindruck bestätigt sich mit jedem Gast. Sebastian Hackel aus Sachsen jammt ein Schlaflied, in dem zwei Elefanten in den Sand niesen. Raab lauscht, dämmert, döst, schläft ein und kippt vornüber vom Sofa. Das ist viel lustiger als das Singer-Songwriter-Gedudel, mit dem Sebastan Hackel dann für Sachsen ins Rennen geht. Sein Song „Warum sie lacht“ kommt mit Versen wie „Ich hab Hasen gesehen“ und „Das Leben ist schön“. Dafür hätte Raab nicht wieder aufwachen müssen. Zur Strafe hat Raab dem Hasenseher schon vorab die Dreadlocks langezogen.

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Und Sierra Kid, der Musiker aus Niedersachsen?

So richtig ernst hat Raab den 17-Jährigen nicht genommen. Weil Sierra Kid nicht volljährig ist, musste er das Finale vom Zuschauerraum aus begleiten: Teenager dürfen nach 23 Uhr nicht arbeiten. Raab erklärt es und ergänzt: „Mutti macht schon mal das Fläschchen warm.“ Ein hässlicher Witz, aber verständlich. Im Vorab-Jam forderte Sierra Kid Raab zu einem Rap-Battle heraus: Old School vs. New School. Bei seinem Auftritt, der die Macht der roten Rosen beschwor, führte er dann vor: Die New School des Rap ist von der Old School des Schlagers kaum zu unterscheiden.

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Raab will 20 Millionen Zuschauer

Wer wirklich lustig ist, darf fröhlich andere lächerlich machen: Vor zwei Tagen hat RTL seinen Flop „Rising Star“ vorzeitig beendet – vor 0,83 Millionen werberelevanten Zuschauern. Und Raab tritt noch in der allerersten Anmoderation seiner „Musikproleten und Musikpoeten“ lustig nach: „Sie brauchen bei uns nicht mal eine App, ist das geil! Fernsehen 3.0!“. Später trägt Teesy, eine Art Kinderstar aus Sachsen-Anhalt seine Sorge vor, er könne sich mit dem Bundesvision Song Contest vor zehn Millionen Zuschauern blamieren. Darauf Raab: „20 Millionen.“


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