Doppelte Vater-Sohn-Geschichte ZDF-Drama „Wenn es am schönsten ist“ mit Heino Ferch

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Peter (Heino Ferch, l.) und sein Sohn Lukas (Max Hegewald, r.) wagen nach zehn Jahren Funkstille einen neuen Anfang. Foto: ZDF/Marion von der MehdenPeter (Heino Ferch, l.) und sein Sohn Lukas (Max Hegewald, r.) wagen nach zehn Jahren Funkstille einen neuen Anfang. Foto: ZDF/Marion von der Mehden

Osnabrück. Eine doppelte Vater-Sohn-Geschichte mit einem beinduckenden Heino Ferch in der Hauptrolle erzählt der Film „Wenn es am schönsten ist“, den das ZDF am Montag 15. September um 20.15 Uhr zeigt.

Bühnenbildner Peter muss am Theater einen Himmel kreieren. Im wahren Leben scheint dieser fern. Der an Leukämie erkrankte Mann hat seit der Trennung vor acht Jahren seinen Sohn Lukas nicht mehr gesehen. Der in der Familie als Sonderling geltende Peter entzieht sich einem Wiedersehen mit Lukas auf dem Geburtstag seines übermächtigen Vaters. Doch dann bemüht er sich um Kontakt zu seinem Sprössling, versucht Versäumtes nachzuholen. Nur seine Krankheit, bei der nur ein verwandter Knochenmarkspender helfen könnte, erwähnt er nicht.

Autorin Astrid Ruppert und Regisseur Johannes Fabrick ist ein starkes Familiendrama gelungen. Der Film thematisiert gekonnt Familienbeziehungen, lotet die Vaterrolle aus und verbindet dabei in seiner Geschichte mehrere Generationen. Vor allem die Schwierigkeiten in Trennungsfamilien stehen im Fokus der Betrachtung. Dabei lässt Fabrick seinen Figuren Zeit, sich zu entwickeln, und Raum zu agieren.

Mit einem beeindruckenden Heino Ferch und einem einnehmend aufspielenden Max Hegewald sind die Hauptrollen in einem guten Ensemble stark besetzt. Den Darstellern gelingt es, die Gefühlslagen ihrer Figuren mit wenigen Gesten zu transportieren. Am Ende wird Peter nicht nur auf der Bühne den Himmel gefunden haben. Irgendwie traurig und tröstlich zugleich.

Wertung: 5 von 6 Sternen

„Wenn es am schönsten ist“, Montag, 15. September, 20.15 Uhr, ZDF


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