Show-Battle Sing wie Dein Star: Schlägt Jörg Pilawa den Raab?

Von Daniel Benedict


Berlin. Wer gewinnt den Samstagabend? Jörg Pilawa tritt mit „Sing wie Dein Star“ gegen Stefan Raabs „Schlag den Raab“ an. Das ZDF hält mit „Willkommen bei Carmen Nebel“ dagegen. RTL versendet mit wenig Hoffnung eine weitere Folge seiner ungeliebten Show „Rising Star“.

Der Samstagabend ist umkämpft: Jörg Pilawa startet in der ARD seine neue Show „Sing wie Dein Star“. Stefan Raab bringt bei Prosieben eine neue Folge von „Schlag den Raab“. Im ZDF kommt der Schlager-Quotengarant „Willkommen bei Carmen Neben“. Und RTL hat immer noch ein paar Folgen von „Rising Star“ zu versenden. Alle starten gleichzeitig um 20.15 Uhr. Wer siegt?

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Jörg Pilawas „Sing wie Dein Star“ in der ARD

Diese Show dürfte angebliche TV-Helden besser entzaubern als Dschungelcamp und „Promi Big Brother“ zusammen: Jörg Pilawa erfindet Endemols „Mini Playback Show“ neu und macht eine „Promi Playback Show“ daraus. Gesungen werden soll zwar live, aber darauf kommt es gar nicht an. Das Wichtige ist die Show-Idee von „Sing wie Dein Star“: Promis wie Michelle, Janina Hartwig und Francis Fulton-Smith verkleiden sich als Kylie Minogue, Madonna und Robbie Williams und singen deren Hits. Besser kann man nicht demonstrieren, wer ein Star ist und wer das Imitat! Besonders schön: Inka Bause, die hauptberuflich verliebte Bauern vorführt, macht sich diesmal selbst zum Gespött!

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„Willkommen bei Carmen Nebel“ im ZDF

Muss man „Willkommen bei Carmen Nebel“ gucken? Wer Schlager mag, wird daran sowieso nicht zweifeln – schließlich holt Nebel Nana Mouskouri, Andy Borg, Hansi Hinterseer, Nino de Angelo, Michael Holm und Helmut Lotti ins Berliner Velodrom. Wer Carmen Nebel nicht mag, könnte immerhin neugierig darauf sein, dass Johannes B. Kerner gemeinsam mit dem Deutschen Fernsehballett tanzen will. Aber das kann man sich ja immer noch angucken, wenn Oliver Kalkofe seine Kreativpause beendet hat und es – bitte, bitte, bitte! – parodiert.

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„Schlag den Raab“ bei Prosieben

„Schlag den Star“ hat in der sechsten Staffel gerade erst das Quotental überwunden. Wenn sich Raab nun wieder selbst in den Kampf stürzt, kann der Trend nur anhalten. In der 48. Ausgabe der Pro-Sieben-Show geht es für den Herausforderer um zwei Millionen Euro. Für Raab geht es mehr um die zwei Millionen Zuschauer in der werberelevanten Zielgruppe. Die letzten beiden Folgen hatten den Wert unterschritten.

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„Rising Star“ bei RTL

Wie? Was? Ist „Rising Star“ noch gar nicht abgesetzt? Nein! Vermutlich ist der 10 Tonnen schwere Riesenbildschirm des Bühnenbilds einfach nicht so schnell zu demontieren, wie die Quote unter den Senderschnitt abgestürzt ist. Deshalb startet RTL heute in die Runde der Hot Seat Shows. Das heißt: Es kommen immer nur die vier Musiker weiter, die am Ende der Show noch auf einem der „Hot Seats“ sitzen. Nach insgesamt drei Hot-Seat-Runden könnten also mehr Musiker auf der Bühne sitzen als Zuschauer vorm Fernseher.

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