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Pro7 gibt auf Catch the Millionaire: Caren Christiansens „Geheimnis“


Berlin. „Catch the Millionaire“ berauscht sich an lesbischen Küssen von Jessy und Caren und schürt Neugier auf Caren Christiansens „Geheimnis“ – das längst gelüftet ist. Die Quote ist dabei so mies, dass Prosieben die Sendung per Twitter für verloren erklärt.

Eine ganze Episode von „Catch the Millionaire“ widmet sich nur einer Frage: Was ist das Geheimnis von Caren Christiansen? Im Teaser für die nächste Folge zeigt Prosieben nur so viel: Caren beichtet ihrem Millionär ein ganz dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit. Welches denn nur? Es muss doch mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht irgendwas mit der Pornoseite zu tun hat, die unter ihrem Namen im Netz zu finden ist.

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Was lief mit Caren, Jessy und Marcel bei „Catch the Millionaire“?

Prosieben komponiert die zweite Folge von „Catch the Millionaire“ konsequent auf Caren Christiansens „Geheimnis“ hin: Im Fünf-Minuten-Takt ist von angeblichen Lesbenküssen die Rede, die Caren mit Jessy getauscht hat – um dem spitzen Millionärsspitzel Marcel einzuheizen. Am überraschendsten ist dabei, dass Prosieben offenbar keine Bilder der Nummer hat. Wie kann es sein, dass hier die Kamera ausgeschaltet war – in einer Show, bei der erkennbar gar nichts Spontanes passiert? Wie auch immer. Die angebliche Ménage-à-trios endet im Catfight; Caren endet im Zelt von Marcel. Jessy revanchiert sich mit düsteren Andeutungen.

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Gerüchte um Caren

Aus Rache streut Jessy jene „Gerüchte“, mit denen „Catch the Millionaire“ eine Woche lang den Suspense aufrechterhalten will. Wenn es dabei um Carens Vorleben in der Sexindustrie geht, wäre das kühn geplant. Denn das, naja, Nachrichtenportal „promiflash.de“ hat es schon ausgeplaudert, bevor die Dating-Show überhaupt angefangen hatte – im Gespräch mit dem jubelnden Pornoproduzenten! „Promiflash“ vermarktet es als Exklusiv-Interview. Als ob es etwas Gutes wäre, wenn man der Erste ist, der sich von „keinem Geringeren als Tim Wosnitza, Pornoproduzent und Witwer von ’Sexy Cora‘“, in dessen Porno-Werbekampagne einspannen lässt.

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Tippfehler auf der Porno-Seite

Das Unangenehme an der Sex-Seite mit den Videos von Caren ist der hämische Tonfall. Etwas rechtschreibschwach wird hier angedeutet, dass die Darstellerin ihre Filme am liebsten gar nicht mehr in der Öffentlichkeit sähe: „Das Einverständnis zu diesen Drehs liegt vor, ob es heute noch im Interesse von Ihr ist nach dem sie bei Catch the Millionaire mitwirkt können wir nicht sagen, aber das tut auch nichts zur Sache auf jeden Fall ist es ein brennendes Thema in der Presse.“ Ob sie es wirklich nicht will? Wieso liefert sie Prosieben dann den verruchten Dreiecksflirt – und das Twerk-Dance-Video, das der Sender und auch Caren selbst stolz bei Facebook posten? Mann kann nur hoffen, dass die Gewissensbisse nach dem Porno Teil der Show sind und Caren weiterhin an den Clips mitverdient. Auch Sexworker haben das Recht auf faire Entlohnung.

Und die Quote?

Die Premiere von „Catch the Millionaire“ lag mit 1,26 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von unter fünf Prozent unter den schlechtesten Werten der ersten Staffel. Die zweite Folge hat trotz Carens Lesbenküssen die erhoffte Wende nicht gebracht: Am Morgen danach gibt Prosieben seine Kuppelshow per Tweet verloren: „Es ist, wie es ist“, schreibt der Sender: „#CTM will irgendwie kaum einer sehen.“

„Catch the Millionaire“: Lesbenküsse von Jessy und Caren ››


In der Prosieben-Show „Catch the Millionaire“ buhlen 18 Frauen um drei Männer, von denen sie wissen: Einer ist Millionär, die anderen zwei sind Nieten. Konkurrenzformaten wie dem „Bachelor“ ist diese Dating-Show deutlich überlegen – zumindest, wenn es um den Grad der Menschenverachtung geht. Frauen sind hier nicht nur mannstoll, doof und verfügbar, sondern auch käuflich. Und Männer wertlos, wenn sie kein Vermögen haben. Wir bleiben dran!

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