Schon gesehen „Ray Donovan: Vater unser“: Extrem gut

Von Frank Jürgens

Ray Donovan (Liev Schreiber, r.) droht seinem Vater Mickey (Jon Voight, l.), er solle jeglichen Kontakt mit seiner Familie vermeiden.

            

              
              Foto: ZDF/Suzanne TennerRay Donovan (Liev Schreiber, r.) droht seinem Vater Mickey (Jon Voight, l.), er solle jeglichen Kontakt mit seiner Familie vermeiden. Foto: ZDF/Suzanne Tenner

Osnabrück. Ein hervorstechendes Qualitätsmerkmal der neuen Serie „Ray Donovan“ ist neben den tollen Darstellern und Drehbüchern der nächtliche Sendetermin (ZDF, Fr., 23.45 Uhr).

Ray Donovan (Liev Schreiber) ist ein sogenannter Fixer in Los Angeles. Wenn die Schönen und Reichen so richtig viel Bockmist gebaut haben, dann springt er ein. Und schlägt dabei gerne zwei Fliegen mit einer Klappe. So im Fall eines NBA-Stars, der neben einer toten Unbekannten aufwacht, während sich ein Schauspieler durch eine versehentliche Affäre mit einem Transvestiten kompromittiert fühlt. Das alles sind aber Kleinigkeiten im Vergleich zu Rays weitläufigen Familienproblemen. Insbesondere sein Vater Mickey (Jon Voight) hat tiefe, hässliche Spuren bei Ray und seinen Brüdern hinterlassen. Klar, dass Mickey nach seiner Haftentlassung nicht zum Beten in die Kirche geht...

Die von Anfang an dramaturgisch zugespitzte, äußerst mitreißende und etwas andere Familienserie lebt – abgesehen von den extrem gut geschriebenen Drehbüchern – von ihren charismatischen Hauptdarstellern Schreiber und Voight. Vielen Dank an das ZDF, dass es immerhin hin und wieder noch richtig gutes Fernsehen ausstrahlt. Über nächtliche Sendetermine wollen wir uns in diesem Zusammenhang gar nicht erst beklagen. Die gelten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sowieso längst als hervorstechendes Qualitätsmerkmal.

„Ray Donovan: Vater unser“

ZDF, Freitag, 12. September, 23.45 Uhr
Wertung: 6 von 6 Sternen