Vorgeschützte Fehlgeburt? Totes Baby von der A1 Thema bei „Aktenzeichen XY“

Von Daniel Benedict


Berlin. Im Fall eines an der A1 tot aufgefundenen Säuglings hat die Polizei jetzt auch über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ nach Zeugen gesucht.

Der Junge wurde am Morgen des 19. August in der Damentoilette an der Rastanlage „Bakumer Wiesen West“ tot aufgefunden; hier wurde er laut Obduktion in der Nacht davor lebend geboren. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Der Neugeborene hat nach seinem Tod den Namen Johannes Gethsemane erhalten und wurde inzwischen in Bakum bestattet.

Das Baby kam lebendig zur Welt: Das ergab die Obduktion ››

Beobachtungen an der Raststätte?

Die Raststätte liegt an der A1 zwischen den Anschlussstellen Vechta und Lohne/Dinklage in Fahrtrichtung Münster. ZDF-Moderator Rudi Cerne bat im Namen der Ermittler, Zeugen die hier in der Tatnacht Beobachtungen gemacht haben sich mit der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta in Verbindung zu setzen.

Wie kam Johannes Gethsemane zu seinem Namen? Zum Hintergrund ››

Vorgeschützte Fehlgeburt?

Außerdem wandte Cerne sich an Bekannte von Schwangeren, die nach dem Tod des Säuglings von der A1 eine Fehlgeburt vorgeschützt haben könnten oder die „am Ende der Schwangerschaft aus unerklärlichen Gründen verschwunden sind“. Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hofft auf Hinweise unter der Telefonnummer 04471/1860-261.

„Aktenzeichen XY“ sucht nach Mutter des toten Säuglings ››

Zweiter regionaler Fall bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“

In seiner „Aktenzeichen XY“-Sendung vom 10. September stellte Rudi Cerne noch einen weiteren Fall aus der Region vor: In Süstedt (Landkreis Diepholz) haben drei Maskierte in der Nacht zum Samstag, 12. April 2014, eine Seniorin in ihrem Haus ausgeraubt und hilflos eingesperrt. Drei Tage lang konnte die Frau sich aus eigener Kraft nicht befreien, sodass die Polizei von versuchtem Mord ausgeht.

85-Jährige tagelang eingesperrt

Nach dem Einspielfilm zeigte der ermittelnde Kriminalhauptkommissar Andreas Schmidt sich immer noch erschüttert über die Kaltblütigkeit der Täter, die der 85-Jährigen ihren Notrufknopf abgenommen, die Türklinken in ihrem Zimmer abmontiert und ihr Opfer ohne Wasser und Lebensmittel seinem Schicksal überlassen haben. Nur der regelmäßige Besuch eines Bekannten hatte die Frau gerettet. Die Vorstellung ihres Falls erlebte sie aber nicht mehr. Wie der Kommissar berichtete, verstarbnach dem Überfall traumatisierte Frau vor wenigen Wochen. Hinweise erbittet die Polizei unter der Telefonnummer 05441/9710.