Bei Vertragsverlängerung Sky erhebt Bearbeitungsgebühr für alle Rabatt-Kunden

Von Mark Otten

Die vom Bezahlsender Sky eingeführte Bearbeitungsgebühr für Abo-Verlängerungen betrifft deutlich mehr Kunden, als zunächst angenommen. Foto: dpaDie vom Bezahlsender Sky eingeführte Bearbeitungsgebühr für Abo-Verlängerungen betrifft deutlich mehr Kunden, als zunächst angenommen. Foto: dpa

Osnabrück. Die vom Bezahlsender Sky neu eingeführte Bearbeitungsgebühr für Abo-Verlängerungen betrifft deutlich mehr Kunden, als zunächst vom Sender behauptet. Tatsächlich sind alle Rabatt-Kunden betroffen.

Seit dem 1. August erhebt der Pay-TV-Sender Sky eine Bearbeitungsgebühr für Abo-Verlängerungen . Sky-Pressesprecher Moritz Wetter hatte unserer Redaktion dazu gesagt, dass bei einer Verlängerung des Vertrages zu „neuen günstigeren Konditionen, die eine Vertragsänderung zur Folge hat“, eine „günstige Aktivierungsgebühr“ von 9,90 Euro anfalle. Das war am 8. August.

Sky führt neue Bearbeitungsgebühr ein ››

Seitdem haben jedoch mehrere Kunden berichtet, dass ihnen auch bei Verlängerung zu bestehenden Konditionen und sogar bei der Aufstockung des Abos die Gebühr berechnet worden sei. Auf erneute Anfrage unserer Redaktion räumt Wetter nun ein, dass die Gebühr tatsächlich bei allen Kunden anfalle, die ihr Abonnement zu einem rabattierten Preis verlängerten. Weicht das angenommene Angebot vom offiziellen Listenpreis ab, werden 9,90 Euro fällig. Heißt also: Nur wer in den Vollpreis wechselt, kommt um die Bearbeitungsgebühr herum. Sky hatte die Einführung der Gebühr damit begründet, dass Kundenberater bei dem Wechsel in günstigere Konditionen die Akte öffnen und bearbeiten müssten. Am Mittwoch wollte Unternehmenssprecher Wetter das nicht mehr kommentieren.

Verbraucherschützerin: Sky-Kunden haben freie Entscheidung ››

Die meisten Abonnenten werden die Gebühren-Kröte bei der Verlängerung also schlucken müssen. Denn durch die Rabatte sparen Sky-Kunden, die das komplette Programmpaket gebucht haben, im besten Fall rund 30 Euro – pro Monat. Finanziell dürfte die Bearbeitungsgebühr kaum einen Kunden treffen. Doch über eine neue Gebühr freut sich niemand. Schon gar nicht, wenn sie so eingeführt wird, wie in diesem Fall von Sky.

Ärger schon im Sommer 2013

Im Sommer 2013 hatte Pläne des Pay-TV-Senders für Aufsehen gesorgt, nach dem nur noch Vollpreiszahler in den Genuss aller angebotener HD-Sender und des mobilen Angebots „Sky Go“ kommen sollten. Einige Monate später ruderte Sky jedoch zurück, und schaltete die sogenannten HD-Feeds und „Sky Go“ auch wieder für Rabatt-Kunden frei.