Wer zieht ein? Promi Big Brother 2014: Wendler, Effenberg, Janke, Schill



Berlin. Am 15. August beginnt die zweite Staffel „Promi Big Brother“. Ohne Oliver Pocher, aber dafür angeblich mit Michael Wendler, Claudia Effenberg, Ronald Schill, dem besten Bachelor Paul Janke – und einer Frau aus Osnabrück.

Nach dem Dschungelcamp zu „Promi Big Brother“: Zieht Michael Wendler in den Container? Zu Claudia Effenberg, Ronald Schill und Bachelor Paul Janke? Und zur Osnabrücker „K11“-Polizistin Alexandra Rietz? All diese Namen hat die „Bild“ bereits enthüllt – mitsamt den angeblichen Gagen, die der Einzug bei „Promi Big Brother“ bringen soll. Wir prüfen die Anwärter auf Gründe dafür und dagegen.

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Michael Wendler, singender Selbstdarsteller

Dagegen: Am 16. August, dem zweiten Tag des „TV-Experimentes Promi Big Brother“, hat er einen Auftritt beim Ketziner Fischerfest.

Dafür: Am Eröffnungsabend von „Promi Big Brother“ hat er Zeit. Viel länger als einen Tag war er im Dschungelcamp ja auch nicht. Wieviel er von 80.000 Euro Gage beim verfrühten Auszug behalten dürfte, weiß nicht mal die „Bild“.

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Claudia Effenberg, Ex-Frau

Dafür: Claudia Effenberg hat schon der gefloppten Reality Shows „Club der Ex-Frauen“ und „Effenbergs Heimspiel zum Misserfolg verholfen“. Wer nur in scheiternden Produktionen auftritt, darf bei „Promi Big Brother“ nicht fehlen.

Dagegen: Laut „Bild“ ist Claudia Effenberg die mit 100.000 Euro bestbezahlte Kandidatin. So viel kann sie nicht wert sein.

Paul Janke, der Bachelor schlechthin

Dafür: Mit der „Bachelorette“ hat RTL säckeweise Muskelmänner im Programm. Ein weiterer wird nicht gebraucht. Schon gar nicht für die 70.000 Euro.

Dagegen: RTL hat viel Mühe darauf verwandt, Paule die „Bachelor“-Spielregeln beizubringen. („Du kriegst zwei Dutzend Bräute, musst nichts dafür bezahlen, und wenn du mit einer durch bist, schmeißt du sie raus.“) Wird er begreifen, dass nun er selbst abgeschossen wird?

Ronald Schill, Populist i. R.

Dagegen: Eigentlich war Ronald Schill nach Brasilien ausgewandert, um sich dort vielleicht auch politisch einzubringen. Bei Schill kann das nur bedeuten: Kriminalitätsrate halbieren. Das dauert! Schill wird in Rio mehr gebraucht als im Container.

Dafür: Zu den Kränkungen, die Schill nach Rio getrieben hatten, gehörte ein Maulkorb des eigenen Bundesvorstands. Sat.1 bietet dem Selbstdarsteller tägliche Sendestunden und einen 24/7-Livestream bei Maxdome. Das ist noch besser als seine 50.000 Euro.

Janina Youssefian, Beruf: „Teppichluder“

Dagegen: Da sie ihren Ruhm einer Affäre mit Dieter Bohlen verdankt, müsste Janina Youssefian normalerweise Eigentum der RTL Group sein.

Dafür: Es scheint einen Deal zu geben. Bei den „Reality Queens auf Safari“, ebenfalls Pro-Sieben-Sat.1, durfte sie auch mitmachen. Diesmal soll sie 40.000 Euro kriegen.

Hubert Kah, NDW-Überlebender

Dafür: Die Menschen, die sich noch nostalgisch an die Neue Deutsche Welle erinnern, werden langsam zu alt für Großraumdiskos.

Dagegen: Für das Privatfernsehen werden sie auch zu alt; ältere Herrschaften sollten ZDF gucken. Kah soll 60.000 Euro bekommen.

Ela Tas, Ex-Bachelor-Kandidatin

Dagegen: Nichts! Überhaupt nichts! Herzlich willkommen, Ela!

Dafür: Beim „Bachelor“ ist Ela Tas durch einen unbegreiflichen Irrtum früh ausgeschieden. Sat.1 musste nur zugreifen und hat die Meisterin des verständnislosen Lächelns in der Show. Sie muss einfach dabei sein. Auch wenn es bei „Promi Big Brother“ nur 30.000 Euro gibt. (Sie ist ja Studentin.)

Prinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe, Adeliger oder Beinahe-Adeliger

Dafür: Das leicht inzestuöse Klima von Containershows ist das ideale Habitat für den Hochadel.

Dagegen: Die Adelswürde des Prinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe ist allerdings hochumstritten. Mit 40.000 Euro von „Promi Big Brother“ kann er den Titel auf umso mehr Visitenkarten drucken.

Aaron Troschke, Gewinner bei Jauchs Millionärsquiz

Dagegen: Dass Sat.1 dem Konkurrenten RTL nun sogar schon die Quizkandidaten klaut, wäre eine neue Stufe der Selbsterniedrigung.

Dafür: Gerade damit passt die Besetzung andererseits auch wieder gut zum Fake-Format „Promi Big Brother“. Und wer 125.000 Euro gewonnen hat, der nimmt auch nochmal 30.000 Euro obendrauf.

Mia Magma, Ex-Porno-Star

Dafür: Einen geläuterten Pornostar braucht Qualitätsfernsehen; die 30.000 Euro sind gut angelegt.

Dagegen: Für „Bild.tv“ hat Mia Magmas als Melanie-Müller-Expertin das Dschungelcamp erklärt. Wieso geht sie nicht ins Original?

Alexandra Rietz, Kommissarin und Kommissarsdarstellerin aus der Sat.1-Serie „K11“

Dafür: Bevor sie beim Fernsehen anheuerte, war Alexandra Rietz Kripo-Beamtin in Osnabrück. Nach der Osnabrücker Premium-Kandidatin bei „Catch the Milllionaire“ ist „Promi Big Brother“ jetzt fällig.

Dagegen: Alexandra Rietz kommt aus der Scripted-Reality-Welt. Ist sie den Anforderungen des Impro-Theaters beim „Promi Big Brother“ gewachsen? 30.000 Euro stehen auf dem Spiel.

Wer fliegt raus, wer kommt gar nicht erst rein? Wir berichten täglich auf unserer Themenseite.


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