„Got to Dance“ 2014: Take-That-Star Howard Donald: „Let’s Dance“? Ohne mich!

Take-That-Mitglied, DJ und Juror bei „Got to Dance“: Howard Donald. Foto: © SAT.1/ProSieben/Willi WeberTake-That-Mitglied, DJ und Juror bei „Got to Dance“: Howard Donald. Foto: © SAT.1/ProSieben/Willi Weber

Osnabrück. Take-That-Star Howard Donald kann sich nicht vorstellen, je bei der RTL-Show „Let’s Dance“ mitzumachen – aus Zeitgründen, sagt er. Ab Donnerstag, 17. Juli, 20.15 Uhr, nimmt der Brite in einer anderen erfolgreichen Tanzshow wieder zwischen Palina Rojinski und Nikeata Thompson als Jurymitglied Platz: in der zweiten Staffel „Got to Dance“ bei Pro Sieben und Sat.1.

Nicht nur das Leistungsniveau der fast 200 Dance-Acts im Alter zwischen sechs und 51 Jahren habe sich noch einmal gesteigert, sondern auch seine Deutschkenntnisse, verspricht der 46-jährige Howard Donald, der in Münster und London lebt. Das Gespräch mit unserer Zeitung führt er jedoch lieber noch auf Englisch. Hier das – übersetzte – Interview im Wortlaut:

Herr Donald, wie sieht es mit Ihren Deutschkenntnissen im Vergleich zur ersten Staffel von „Got to Dance“ aus? Sind sie noch besser geworden, als sie es ohnehin schon waren?

Howard Donald (lacht): Ich glaube, dass ich schon ein wenig mehr Deutsch als im vergangenen Jahr sprechen kann. Ich gebe mir jedenfalls sehr viel Mühe, die Sprache zu lernen. Also, wir werden sehen…

Ist Ihre achtjährige Tochter, die in Münster lebt, Ihre Deutschlehrerin?

Oh nein! Sie bringt mir gar nichts auf Deutsch bei (lacht). Das mag sie überhaupt nicht. Sie liebt es aber, sich über meine Aussprache lustig zu machen (lacht).

Wird sie die zweite Staffel von „Got to Dance“ verfolgen?

Ja – und auch bei ihren Schulfreunden ist die Show beliebt. Sie wird auch ein paar Live-Shows besuchen.

Sie leben zeitweise in Münster und in London. Was schätzen Sie an Münster im Vergleich zu London?

Die Stadt ist kleiner, nicht so hektisch, nicht so verrückt, nicht so dreckig. Ich liebe Münster, die Menschen und die Lebensart dort sehr. Zugleich bin ich gern in London, gerade weil es dort verrückter, lebhafter und der Großteil meiner Arbeit ist. Natürlich fühle ich mich in England mehr zu Hause, weil ich dort geboren bin.

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Warum haben Sie noch einmal zugesagt, als Jury-Mitglied bei der zweiten Staffel von „Got to Dance“ dabei zu sein?

Aus denselben Gründen wie bei der ersten Staffel im vergangenen Jahr: Es war für mich eine große Herausforderung. Die Show und die Arbeit mit dem Team machen mir großen Spaß. Ich fühlte mich sehr geehrt, als das Angebot für die zweite Staffel kam und der Sender mich erneut gefragt hat.

Worin sehen Sie den Vorteil für sich, in einer deutschen Show als Juror mitzuwirken?

Man hatte mich in Großbritannien ebenfalls gefragt, ob ich an der englischen Version von „Got to Dance“ als Juror mitmachen will. Daran hatte ich aber kein Interesse, obgleich es eine Herausforderung gewesen wäre. Mich hat aber die größere Aufgabe außerhalb meines „Reviers“ gereizt – und das war die deutsche Version der Show mit der Herausforderung, 50 Prozent auf Deutsch zu reden. Ich liebe Deutschland, deshalb sitze ich hier in der Jury und nicht in meiner Heimat.

Worauf freuen Sie sich in der zweiten Staffel am meisten?

Auf die Dance-Acts. Bereits in der ersten Staffel haben uns einige Teilnehmer mit ihrem Talent verblüfft. In diesem Jahr sind die Tänzer noch professioneller, das Leistungsniveau ist unglaublich gestiegen. In den Live-Shows, die jetzt vor uns liegen, wird uns die Auswahl schwerfallen, weil alle Teilnehmer großartig sind. Der Vorteil an dieser Show ist, dass sie für jede Altersgruppe unterhaltsam ist – nicht nur für Kids. Wie ich bereits sagte: Ich arbeite gern mit diesem Produktionsteam, mit meinen Jurykolleginnen Nikeata und Palina. Alle sind sehr freundlich und professionell, deshalb fühle ich mich dort so wohl – es passt zu mir.

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„Got to Dance“ lebt auch von der Vielfalt der Tanzstile, die gezeigt werden – von Breakdance bis Contemporary. Haben Sie einen Lieblingsstil in dieser Show?

Natürlich mag ich alles, was mit Breakdance zu tun hat und dieser originell und kreativ gezeigt wird. Ich sehe aber auch – gut getanzten – Contemporary gern. Obgleich ich ihn nicht tanzen kann, aber er ist sehr emotional.

Verfolgen Sie denn dann auch die zeitgenössische Bühnentanzszene in London am Sadler’s Wells Theatre, beispielsweise die Arbeiten des Choreografen und Musikers Hofesh Shechter ?

Nein, das nicht. Aber kennen Sie beispielsweise schon das neue Musikvideo zu „Chandelier“ von Sia ? Das müssen Sie sehen! Der Contemporary darin ist verblüffend: Das Mädchen [Maddie Ziegler aus der US-Serie „Dance Moms“, Anm. d. Red.], das sich durch das Video tanzt, ist erst elf Jahre alt – eine wirklich erstaunliche Leistung.

Würden Sie jemals als Tänzer an der Show „Let’s Dance” oder in der britischen Version „Strickly Come Dancing” teilnehmen?

Nein. Für das harte Training über sechs Wochen hätte ich keine Zeit. Das ist der einzige Grund. Ich bin zudem Mitglied einer Gruppe, und wir arbeiten gerade an einem neuen Album.

Wann wird das nächste Album von Take That veröffentlicht? Arbeiten Sie diesmal wieder zu viert oder erneut zu fünft mit Robbie Williams zusammen?

Die Veröffentlichung ist hoffentlich Ende des Jahres. Den Stil des Albums würde ich derzeit eher als up-tempo, neu, sehr rhythmisch beschreiben. 2015 soll es dann auf Tour gehen – im Moment in der Vierer-Besetzung

Kann es da noch eine Änderung geben?

Nein, das glaube ich nicht. Robbie kam für das „Progress“-Album zurück. Das war ein experimentelles Album, wir wollten eine gemeinsame Tour zusammen machen. Das war eine großartige Erfahrung. Aber Robbie macht seine eigenen Sachen und wir auch. Wer weiß, vielleicht kehrt er zum 25-jährigen Bestehen von Take That wieder zurück.

Sind Sie bald auch wieder als DJ in Deutschland unterwegs?

Augenblicklich gibt es da keine neuen Termine. Vor ein paar Wochen bin ich erst in Frankfurt und Nürnberg aufgetreten. Es ist – wie gesagt – eine Frage der Zeit: Ich habe zwei Kinder, Take That und „Got to Dance“, und dazwischen DJ-Termine zu quetschen ist zurzeit schwer. Als DJ ist man am Wochenende im Einsatz – und diese Zeit gehört meinen Kindern.

Wie lange brauchen Sie derzeit, um Ihr Leben zu organisieren?

Ach… – Ich will mich nicht beklagen: Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich dieses Jahr so viel zu tun habe, dass wir an einem neuen Album arbeiten – das letzte ist jetzt ja drei Jahre her. Aber es ist nicht einfach, immer alles unter einen Hut zu bekommen.

„Got to Dance“: Ab heute auf Pro Sieben und Freitag, 18. Juli 2014, in Sat.1, jeweils um 20.15 Uhr. Wer hat sich in die nächste Runde getanzt? Und wie gut sind die Deutschkenntnisse von Howard Donald wirklich? Das alles erfahren Sie hier nach der Show.


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