Mehr als „Die Sopranos“ Rekord für HBO: 18,4 Millionen gucken „Game of Thrones“


Osnabrück. Die TV-Serie „Game of Thrones“ ist nun offiziell die erfolgreichste Serie, die je auf dem US-amerikanischen Bezahlsender HBO gezeigt wurde: 18,4 Millionen Zuschauer schalten pro Folge ein. Damit stoßen sie sogar die „Sopranos“ vom Thron.

„Game of Thrones ist die populärste Serie in der Geschichte von HBO“, heiß es auf dem offiziellen Twitter-Account des Bezahlsenders. Seit diesem März läuft in den USA die aktuelle vierte Staffel der Serie und wird von rund 18,4 Millionen Zuschauern pro Episode verfolgt. Gleich zu Beginn der Staffel brach ob der Nachfrage sogar der Streamingdienst des Senders zusammen. Damit ist die „Game of Thrones“ erfolgreicher als das hochgelobte Mafiaepos „Die Sopranos“, das in der vierten Staffel auf rund 18,2 Millionen Zuschauer pro Folge kamen. Doch das war 2002 – und jetzt schauen noch mehr Menschen ihre Serien über Online-Videotheken oder per Stream. „Game of Thrones“ gilt zudem als die am meisten illegal heruntergeladene Serie der Welt.

Die Serie läuft seit 2011 und basiert auf der noch nicht abgeschlossenen Fantasy-Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ des Autors George R.R. Martins, der sich wiederum von den historischen Rosenkriegen inspirieren ließ: Mehrere Adelshäuser kämpfen in den Romanen mit allen Mitteln um die Herrschaft im Reich Westeros und den Platz auf dem Eisernen Thron. Dabei geht es um Macht, Inzest, Verrat, Liebe, Zombies und Drachen.

Interaktive Karten zum Staffelstart

Die TV-Adaption wurde von den Machern als eine Mischung aus „Herr der Ringe“ und den nun in den Quoten geschlagenen „Sopranos“ konzipiert. Die sich seit Beginn der Ausstrahlung häufenden Gewalt- und Sexszenen sorgen für viel Kritik, aber nicht für weniger Zuschauer. Ein Grund dafür dürfte neben der Ausstattung die Komplexität der Figuren und die Auswahl der Schauspieler sein: Von den Nebenrollen bis hin zu den Hauptcharakteren ist die Serie hochkarätig besetzt. Auch deutsche Schauspieler wie Sibel Kekilli und Tom Wlaschiha spielen mit.

Zudem sorgen die Produzenten immer wieder mit ausgefallenen Werbeaktionen, wie der Umbenennung eines englischen Städtchens, einem riesigen Drachenkopf am Strand oder interaktiven Karten, für Aufmerksamkeit. Und spätestens seitdem das Intro der Simpsons den Vorspann von „Game of Thrones“ persiflierte, ist die Serie in der allgemeinen Popkultur angekommen. Die brasilianische Künstler Fernando Mendonça and Anderson Mahanski haben derweil Szenen der Serie in der Tradition von Disneyfilmen illustriert und zeigen diese auf ihrer Facebook-Seite.

Aufgrund des Erfolges gab HBO bereits bekannt, noch mindestens zwei weitere Staffeln zu drehen, dabei aber die einzelnen Bücher nicht – wie just bei der dritten und vierten Staffel – aufzuteilen. Grund hierfür: Die Kinderdarsteller würden bei derartig langen Drehzeiten zu alt, um noch glaubwürdig zu sein.


Die US-Serie „Game of Thrones“ wird von David Benioff und D. B. Weiss für den US-Kabelsender HBO produziert. Die Erstausstrahlung der ersten Staffel bei HBO war am 17. April 2011. Ab 1. April 2012 folgte die Ausstrahlung der zweiten Staffel, ab 31. März 2013 die Ausstrahlung der dritten Staffel.

Im Vergleich: George R. R. Martin publizierte den ersten Roman seiner Reihe „A Song of Ice and Fire“ mit dem Titel „A Game of Thrones“ 1996, der zweite Band „A Clash of Kings“ folgte 1998, der dritte Band „A Storm of Swords“ 2000, der vierte Teil „A Feast of Crows“ folgte 2005. Der bisher letzte Roman „A Dance with Dragons“ erschien 2011.

Der Sender HBO (Home Box Office) steht auch hinter Serien wie „Girls“, „The Wire“ oder „Boardwalk Empire“. Er ist in Deutschland nicht zu empfangen. Hierzulande liefen die ersten drei Staffeln von „Game of Thrones“ auf RTL II, zudem wird die Serie von Sky Atlantic gezeigt. cob/kan

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