Bilanz vom Profi aus Osnabrück Let‘s Dance 2014: Alexander siegt. Was sagt Ex-Juror Hull?


Berlin. Im „Let‘s Dance“-Studio waren sich alle über Alexander Klaws einig. Wie sieht Michael Hull seinen Sieg über Tanja Szewczenko? Wäre das Ergebnis beim Osnabrücker Ex-Juror anders ausgefallen?

In den ersten beiden Staffeln von „Let‘s dance“ saß der Osnabrücker Michael Hull noch neben Joachim Llambi auf dem Podium. Auch jetzt noch verfolgt er die Show – und beurteilt für uns die Leistungen der Tänzer, aber auch der RTL-Show im Ganzen.

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Für das Finale fällt sein Votum beinahe noch eindeutiger aus als das der Kollegen vor der Kamera. „Alexander Klaws und Isabel Edvardsson bestreiten das Finale fast alleine“, notiert er nach der Show. Und sieht damit seinen Gesamteindruck bestätigt: „Gute Präsenz in allen Möglichkeiten des Tanzes hat Alexander die ganze Sendung hindurch bewiesen“, so der Profitänzer mit vier Weltmeistertiteln.

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Die Schwierigkeit, nicht nur vor einer Fachjury, sondern zugleich vor einem Millionenpublikum immer neue Bestleistungen abzurufen, hat Alexander in Hulls Augen womöglich noch gepusht: „Im Freestyle hat er beweisen können, dass er durch den Druck seine Leistung ehre noch steigern kann.“ Und Druck, so Hull, habe es für Alexander Klaws reichlich gegeben – gerade wegen seiner nie angefochtenen Favoritenrolle: „Verfolgt zu werden ist in so einem Turnier nie einfach, gerade wenn man sich auch auf die Anrufe der Zuschauer verlassen muss – nachdem Motsi Mabuses Urteil nicht klarer hätte sein können“, sagt Hull und erinnert an den Begeisterungsschrei seiner Kollegin: „Mehr geht nicht!‘“Das alles habe Alexander Klaws aber nicht in die zu befürchtende Verkrampfung geführt. Im Gegenteil. Michael Hull: „Er war bewegungsfreudig, absolut frei und motiviert.“

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Diffiziler fällt Michael Hulls Urteil zu Tanja Szewczenko und Willi Gabalier aus: „Ihre Leistungen waren zum Schluss sehr gut, aber Alexander war einfach besser!“ Hull sieht das Problem dabei nicht nur in der Überlegenheit des Gegners, sondern auch im Team, namentlich in der Führung durch Gabalier: „Wenn Willi sich zu Anfang mehr auf Tanjas Möglichkeiten vorbereitet hätte, wären Ergebnis und Leistung andere gewesen“, vermutet der Experte. Sogar ein Vorsprung wäre für Tanja Szewczenko drin gewesen, meint Hull – zumindest mit mehr Zeit für ihre tänzerische Entwicklung: „Wenn die Sendung länger gewesen wäre, hätte sie geführt“, so Hull. Einzelne Tänze sind ihm dafür der Beweis: „Ihre Rumba war gut.“

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Und was hält Hull von der Show überhaupt? Hat sie das Niveau gehalten? „Mir hat es Spaß gemacht, die Sendung anzuschauen“, sagt er. Mit einer Einschränkung: „Einige extreme Wörter, die dem Tanzniveau und der Benimm-Etiquette nicht dienlich sind, sind mir zu oft gefallen.“ Hier stellt sich Hull entschieden vor die Tänzer: „Man muss die Leistung der Menschen, die sich mit dem Tanz auseinandergesetzt haben, mit Respekt behandeln, anstatt sie mit Schimpfwörtern zu bedenken.“ Wen kann er da wohl meinen? Eine jedenfalls nicht: „Motsi Mabuse war absolut klasse und sehr gerecht. Gut, dass sie da ist!“

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Sein großes Lob gilt aber den Tänzern – und ganz besonders den beiden Finalisten: „Es war eine gelungene Show mit einem sehr hohen Leistungsniveau“, sagt Hull. „In der Finalshow war es in dieser Staffel sogar so eng wie noch nie.“


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